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Eine Frage der Ehre ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs Rob Reiner aus dem Jahr 1992.

Inhalt


Durch eine Strafmaßnahme ist ein auf dem US-Stützpunkt Guantanamo Bay stationierter Soldat des United States Marine Corps ums Leben gekommen. Vor dem Militärstrafgericht sind nun die beiden Soldaten angeklagt, die diese Aktion ausgeführt haben. Als Verteidiger stehen ihnen Lieutenant Daniel Kaffee (Tom Cruise), ein bisher nur im Zusammenhang mit Urteilsabsprachen erfahrener Militärjurist, und Commander JoAnne Galloway (Demi Moore) zur Seite. Deren Prozessstrategie besteht darin, den vorgesetzten Offizieren nachzuweisen, den Befehl zur Bestrafung mit tödlichem Ausgang gegeben zu haben. Als Schlüsselfigur erweist sich dabei Colonel Nathan R. Jessep (Jack Nicholson), der Kommandant des US-Stützpunkts. Hat er einen so genannten "Code Red" befohlen? Und falls das der Fall ist: Kann man es ihm beweisen?

Kritiken


Im Laufe der Jahre sind nicht nur zahlreiche bewaffnete Aktionen der US-Regierung auf öffentliche Kritik gestoßen, sondern in einer Reihe von Fällen auch die Art der US-Kriegsführung. Insofern verwundert es nicht, dass die in Eine Frage der Ehre beschworenen Selbstreinigungskräfte des US-Militärs als schönfärberisch kritisiert worden sind. Ganz abgesehen davon, dass die dem US Marine Corps zugeschriebene Parole "Wir kämpfen für Menschen, die nicht für sich selber kämpfen können" von der Realität längst als Propagandalüge entlarvt worden sei. Kritisch ist außerdem angemerkt worden, dass die Rolle eines Hauptverteidigers (Tom Cruise), der mit den Erwartungen seines im gleichen Beruf sehr erfolgreichen Vaters zu kämpfen hat, eine weitere abgedroschene Variation des Vaterkomplexes darstelle. Sehr problematisch ist am Drehbuch außerdem, dass die tatsächlichen Mörder auf freien Fuß gelangen und nur der Befehlsgeber verurteilt wird.

Andererseits ist Eine Frage der Ehre dafür gelobt worden, in beeindruckender Weise den durchaus persönlich verstandenen Konflikt zwischen einem jungen und vor allem an Freizeitaktivitäten interessierten Anwalt mit Harvard-Abschluss und einem durch und durch militaristisch gesinnten Stützpunktkommandanten zu zeigen. Positiv hervorgehoben worden ist auch, dass der Versuchung widerstanden worden ist, das Drehbuch um eine Liebesbeziehung (Tom Cruise und Demi Moore) zu "bereichern". Besonderen Eindruck haben darüber hinaus die Leistungen der einzelnen Schauspieler hinterlassen. Allen voran Jack Nicholson, der den von seiner Interpretation der Rolle des vom Militär überzeugten Colonel Jessep mit einer derartigen Wucht dargestellt hat, dass er dafür mit einer Oscar-Nominierung geehrt worden ist.

  • Heyne Filmjahrbuch 1994: Rob Reiner macht aus dem Bühnenstück einen formal und dramaturgisch überzeugenden Gerichtsfilm, in dem es um die Ausleuchtung militärischer Hierarchien geht, um den Unsinn des Kadavergehorsams und die Relativität jeder Rechtssprechung. Der Film verzichtet auf voyeuristische Action-Orgien, lebt von Milieuschilderung, Dialogen und überzeugendem Schauspiel.

Auszeichnungen


  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien Bester Film, Bester Nebendarsteller (Jack Nicholson), Bester Schnitt und Bester Ton

Weblinks


Filmtitel | Filmtitel 1992 | US-amerikanischer Film | Gerichtsfilm

A Few Good Men | Algunos hombres buenos | Codice d'onore (film 1992) | A Few Good Men | Несколько хороших парней (фильм) | På heder och samvete (film)

 

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