| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Eilendorf.PNG | Karte Aachen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt Aachen |
Eilendorf ist ein Stadtteil und Verwaltungsbezirk von Aachen, hat ca. 15.000 Einwohner und grenzt mit seinen Ortsteilen Eilendorf und Nirm an die Stadtteile Brand, Rothe Erde und Verlautenheide sowie an Stolberg im Kreis Aachen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eilendorf im Jahre 1238 in einer Schenkungsurkunde des Abtes Florenz von Kornelimünster an das Aachener St.-Adalbert-Stift. Es entwickelte sich vor allem der Bergbau nach Galmeierz, der heute allerdings nicht mehr betrieben wird, jedoch findet sich ein Symbol hierfür noch im Eilendorfer Ortswappen. Zudem gab es in Eilendorf Dolomit-Steinbrüche und es wurde Fett- und Wasserkalk hergestellt.
Das Eilendorfer Ortswappen ist vertikal zweigeteilt und zeigt auf seiner linken Seite auf blauem Grund zwei gekreuzte Bergbauwerkzeuge und darunter ein stilisiertes Galmeiveilchen, während die rechte Seite ein Korneliushorn auf rotem Grund zeigt. Das Korneliushorn geht auf die frühere Zugehörigkeit Eilendorfs zur Reichsabtei Kornelimünster zurück.
Bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 war Eilendorf eine eigenständige Gemeinde. Das heutige Bezirksamt hat seinen Sitz im ehemaligen Eilendorfer Rathaus. Eilendorf ist unterteilt in zwei katholische Pfarrgemeinden (St. Severin und St. Apollonia); des Weiteren verfügt der Ort über eine evangelische Kirche mit integriertem Gemeindezentrum sowie eine neuapostolische Kirche.
Die Pfarre St. Severin geht auf eine Gründung der Reichsabtei Kornelimünster zurück: An Stelle einer ersten (wahrscheinlich romanischen) Kirche ließ Abt Hyazinth Alfons, Graf von Suys (1713-1745) ein neues, stilloses Gotteshaus errichten. Pfarrpatron war der Hl. Sebastian. Dieses Gotteshaus wurde schon 1864 nach den Plänen des Kölner Baumeisters Heinrich Wiethase durch eine größere, dreischiffige Kirche im neo-romanischen Stil (die heutige Pfarrkirche) ersetzt. In den Jahren 1904 bis 1908 erhielt die Kirche einen größeren Glockenturm. In diesem Turm ist bis heute der Grundstein der von Abt Hyazinth errichteten Kirche zu sehen. Die Umwidmung an den neuen Pfarrpatron, den Hl. Severin von Köln, erfolgte im Zuge der späteren Eingliederung der Pfarre in das Erzbistum Köln.
Ältestes erhaltenes Bauwerk des Ortes ist das Pannhaus, d.h. das ehemalige abteiliche Zwangs-Brauhaus. Als von außen sichtbarer Eckpfeiler eines modernen Anbaus an dieses Pannhaus (vgl. das Eschweiler Pannhaus) dient der ehemalige Schandpfahl Eilendorfs.
Noch vor 50 Jahren lagen zwischen der Aachener Innenstadt und Eilendorf Gutshöfe und Felder, heute gibt es einen nahtlosen Übergang, herbeigeführt durch den Bau der Industriegebiete Rothe Erde und Eilendorf-Süd.
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