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Eiben
Cleaned-Illustration Taxus baccata.jpg (Taxus baccata), Illustration.]]
: Samenpflanzen (Spermatophyta)
: Nadelholzgewächse (Pinophyta)
: Pinopsida
: Kiefernähnliche (Pinales)
: Eibengewächse (Taxaceae)
: Eiben
Wissenschaftlicher Name Taxus L.

Eibeholz.jpg | Taxus wood.jpg | Eibe.jpg (Taxus baccata)]] Krombacher_Eibe.jpg, Lausitzer Gebirge]] Hecke aus Eibe.JPG Die Eiben (Taxus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Sie gehören zu den Nadelholzgewächsen (Pinophyta), es sind Nacktsamer.

Beschreibung


Die Gattung der Eiben verzeichnet 8 bis 10 Arten, deren Verbreitungsgebiet über die nördliche Erdhalbkugel verteilt ist. In Europa ist nur eine Art heimisch, die Europäische Eibe.

Eiben sind sehr langsam wachsende, immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume, die in der freien Natur im Wald vereinzelt wachsend vorkommen. Eiben können über 1.000 Jahre alt werden.

Eiben sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch): Männliche und weibliche Blüten wachsen auf separaten Pflanzen. Weibliche Pflanzen tragen im Herbst rote "Früchte", die in der Mitte einen einzelnen Samen enthalten. Das den Samen umgebende rote, fleischige Gewebe, entwickelt sich aus der Samenschale (Testa). Man spricht in diesem Fall nicht von einer Frucht (im botanischen Sinne) sondern von einem Samenmantel (Arillus), da es Früchte per Definition nur bei bedecktsamigen Pflanzen geben kann.

Nutzung


Holz

Eibenholz galt im Mittelalter als das beste Holz für Bögen wegen seiner Härte und Elastizität. Dies führte zu Übernutzung und Vernichtung von Eiben durch durchziehende Heere. Das Holz wurde bereits von Vorgängern des Homo Sapiens zur Herstellung von Jagdwaffen verwendet.

Auch beim Lautenbau wurde das hochelastische Eibenholz für den gewölbten Korpus der Laute bevorzugt verwendet.

Gesundheitsgefahr


siehe dazu den Artikel: Liste giftiger Pflanzen

Alle Pflanzenteile (mit Ausnahme des roten Samenmantels) enthalten für den Menschen und viele Tiere giftige Alkaloide (Taxane). Die für den Menschen tödliche Dosis liegt ungefähr bei 1 Gramm Eibennadeln pro Kilogramm Körpergewicht. Wildtiere wie das Reh äsen gerne an der Eibe, trotz der auch für sie vorhandenen Giftigkeit. Neben den giftigen Alkaloiden sind in den jungen Trieben von Nadeln auch cyanogene Glykoside und eine Enzym (eine Hydroxynitrillyase) vorhanden, welches aus den Glykosiden bei Beschädigung des Pflanzenmaterials Blausäure (HCN) freisetzt. Allerdings dürfte die toxische Wirkungen im Verhältnis zu den anderen in der Pflanze vorhanden Giften geringfügig sein.

Die Eibengifte werden chemisch abgewandelt als Zytostatika (Krebsmedikamente) in der Medizin verwendet. Aus Taxus baccata, Taxus brevifolia und verwandten Arten wurde Paclitaxel isoliert, welches der bekannteste Inhaltsstoff ist. Die Wirksamkeit des Mittels wurde erkannt, nachdem man in den USA in den 1970er Jahren 35.000 Pflanzen in Hinblick auf mögliche, für die Krebstherapie relevante Eigenschaften untersucht hatte. Taxol, dessen chemische Formel 1971 erstmals bestimmt wurde, war dabei einer der erfolgversprechendsten Wirkstoffe Jean Marie Pelt: Die Geheimnisse der Heilpflanzen, Verlag Knesebeck, München 2005, ISBN 3-89660-291-8, S. 88 . . Der Wirkstoff, den man zunächst nicht synthetisch herstellen konnte, wurde aus den Rinden von Eiben gewonnen. Pierre Potier konnte nachweisen, dass der in der Krebstherapie erfolgreiche Wirkstoff auch in den Nadeln vorkam.

Die Eiben wurden in den Zeiten der Waldweide von der Bevölkerung, besonders von Fuhrleuten, bekämpft, da es durch die Eiben immer wieder zu Viehvergiftungen kam. So erzählen etwa die Chroniken des Pariser Friedhofs Père Lachaise, dass früher die Leichenwagenpferde der Giftigkeit der dort wachsenden Friedhofs-Eiben zum Opfer fielen, da sie während der Beerdigungen immer wieder an den Zweigen dieser Pflanzen knabberten Jean Marie Pelt: Die Geheimnisse der Heilpflanzen, Verlag Knesebeck, München 2005, ISBN 3-89660-291-8, S. 91 .

Systematik


Hier einige Taxus-Arten (Auswahl):

Neben den aufgeführten Arten gibt es zahlreiche Kreuzungen. Die bekannteste ist T. × media, eine 1900 in Massachusetts entstandene Kreuzung aus T. baccata und T. cuspidata. Deren breit säulenförmig wachsende Zuchtform 'Hicksii' wird relativ häufig gepflanzt.

Fußnoten


Literatur


Bücher

  • Thomas Scheeder: Die Eibe (Taxus baccata L.). Hoffnung für ein fast verschwundenes Waldvolk. IHW-Verlag, Eching 1994, ISBN 3-930167-06-9
  • Christoph Leuthold: Die ökologische und pflanzensoziologische Stellung der Eibe (Taxus baccata) in der Schweiz. Veröffentlichungen des Geobotanischen Institutes der ETH, Stiftung Rübel, Zürich, Nr. 67. Geobotanisches Institut der ETH, Stiftung Rübel, Zürich 1980
  • Markus Kölbel, Olaf Schmidt (Red.) et al.: Beiträge zur Eibe. Berichte aus der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Nr. 10. Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Freising 1996
  • Hugo Conwentz: Die Eibe in Westpreußen, ein aussterbender Waldbaum. Bertling, Danzig 1892
  • Angelika Haschler-Böckle: Magie des Eibenwaldes. Neue Erde, Saarbrücken 2005, ISBN 3-89060-084-0

Zeitschrift

  • Der Eibenfreund. Informationsschrift für die Mitglieder der Eibenfreunde f.V. und sonst an der Eibe Interessierte. Herausgeber: Cambiarare e.V. für die Eibenfreunde f.V., Sierke, Göttingen (Erscheinungsweise jährlich, seit 1995)

Weblinks


Nacktsamer | Heilpflanze

Taks (Taxus) | Taxus | Taksuso | If (Botanique) | Taxus | イチイ | Taxus | Cis (drzewo)

 

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