Albert Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha (* 9. November 1841 in London; † 6. Mai 1910 in London) war als Eduard VII. von 1901 bis 1910 König von Großbritannien und Irland sowie Kaiser von Indien.
Seinen Eltern bereitete der Thronfolger Bertie als Kind große Sorgen, da er von unstetem Wesen war, jeglichen Anstrengungen gegenüber uninteressiert und stattdessen schon früh einen Hang zu Ausschweifungen zeigte. Er setzte dem Unterrichtsstoff seiner Privatlehrer den störrischsten Widerstand entgegen und weigerte sich, zu lernen und zu lesen. Er war disziplinlos, vergnügungssüchtig und launenhaft und zog sich oft den Zorn und zahlreiche Maßregelungen durch seinen bekanntermaßen prüden und pedantischen Vater, den Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha zu.
Vor seinem Amtsantritt war Albert Eduard vor allem wegen seiner zahlreichen Affären berüchtigt: Er war als Prince of Wales in zwei Gerichtsprozesse verwickelt. Einmal (1870) wurde er in einem Scheidungsverfahren einer Dame der Gesellschaft als Scheidungsgrund genannt. Ein anderes Mal (1891) war er Zeuge in einem Prozess, bei dem es um unerlaubtes Glücksspiel ging.
In Kenntnis seines Charakters und ausdrücklicher persönlicher Ablehnung, hielt ihn seine Mutter bewusst so lange wie möglich von allen Regierungsgeschäften fern. Schloss Sandringham, sein Landsitz, wurde Zentrum des High-Society-Lebens abseits der Hauptstadt, an dem erstmals auch amerikanische Dollar-Millionäre teilhaben durften.
Edward sollte am 26. Juni 1902 gekrönt werden; jedoch erkrankte er zwei Tage zuvor an einer Blinddarmentzündung, so dass die Krönung verschoben werden musste. Nach erfolgreicher Behandlung wurde er am 9. August 1902 gekrönt. Edward VII. regierte von 1901 bis 1910 in Großbritannien.
Nach seinem Amtsantritt hatte er Anteil am Abschluss der Entente cordiale. Er galt als der Onkel Europas und hatte ein ambivalentes Verhältnis zu seinem Neffen, dem deutschen Kaiser Wilhelm II. Dagegen war er ein großer Freund Frankreichs, das er erstmals auf einer Reise mit seinen Eltern 1855 kennen gelernt hatte. Es war ihm Symbol für eine Kultur des erlesenen Hedonismus, dem er selbst sein ganzes Leben gewidmet hatte.
König (Großbritannien) | Mann | Wettiner | Freimaurer (20. Jh.) | Freimaurer (19. Jh.) | Kaiser (Indien) | Geboren 1841 | Gestorben 1910
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