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Edward J. Steichen (* 27. März 1879 in Bivange, Großherzogtum Luxemburg; † 25. März 1973 in West Redding, Connecticut) war ein bedeutender Fotograf des 20. Jahrhunderts. Patriarch der Fotografie.

Geboren 1879 im Großherzogtum Luxemburg, wanderte seine Familie 1881 nach Amerika aus, wo Steichens Vater in einer Kupfermine Arbeit fand. 1895 machte er seine ersten Fotoaufnahmen. Der berühmte Fotograf Alfred Stieglitz ermutigte das junge Talent, indem er ihm drei Aufnahmen abkaufte. Steichen wurde Mitglied der Photo-Secession und einer der bedeutendsten Vertreter des Pictorialismus. Im Ersten Weltkrieg wandte er sich von diesem Stil ab und widmete sich der Kriegsfotografie. Später arbeitete er für die Modezeitschriften Vanity Fair und Vogue, fotografierte Prominente, war im Zweiten Weltkrieg Leiter der Fotografieabteilung der US-Marine, und wurde Direktor der Fotoabteilung des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA).

Edward Steichens Opus magnum ist die Fotoaustellung The Family of Man, die er für das MoMA in den 1950er Jahren zusammenstellte. Nach den Erfahrung des Krieges sollte sie helfen, eine bessere Welt zu schaffen. Die Kraft der Liebe und Mitmenschlichkeit sollte Hass, Gewalt und Zerstörung überwinden. Die Ausstellung wurde zu einem phänomenalen Publikumserfolg. Mancher Kritiker (u.a. Roland Barthes) rügte Steichens Bemühung allerdings als naiv und verlogen.

«Als ich mich der Fotografie widmete, war es mein Wunsch, sie als Kunst anerkannt zu sehen. Heute würde ich für dieses Ziel keinen Pfifferling geben. Die Aufgabe des Fotografen ist es, den Menschen dem Menschen zu erklären und ihm zur Selbsterkenntnis zu verhelfen.» (Edward Steichen).

Am 14. Februar 2006 ist eine von insgesamt drei existierenden Vergrößerungen von Edward Steichens Foto "The Pond-Moonlight" (1904) bei Sotheby's, New York City für 2,928 Millionen Dollar (2,46 Millionen Euro) versteigert worden. Dies ist der bis dahin höchste Auktionspreis für eine Fotografie.

Mann | Luxemburger | Fotograf | Geboren 1879 | Gestorben 1973

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