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Edward Moore (Ted) Kennedy (* 22. Februar 1932 in Brookline, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Senator (Demokratische Partei) und einer der führenden liberalen Politiker der USA.

Edward Kennedy ist das jüngste von neun Kindern des Politikers Joseph P. Kennedy, Sr. und seiner Frau Rose. Er ist der letzte überlebende Bruder der zweiten Generation des Kennedy-Clans.

Lebenslauf


Gemeinsam mit seinen drei Brüdern, dem späteren Präsidenten John F. Kennedy, dem späteren Senator von New York und Justizminister in der Kennedy-Regierung Robert F. Kennedy, sowie dem ältesten, im Krieg gefallenen Bruder Joseph P. Kennedy, Jr. (1915–1944) und seinen fünf Schwestern wuchs er in Brookline, Massachusetts auf.

Nach dem Abschluss der Harvard University sowie der University of Virginia Law wandte er sich der Politik zu.

1962 wurde er für den Staat Massachusetts in den US-Senat gewählt, wo er den Platz seines Bruders John einnahm. Seitdem wurde er siebenmal wiedergewählt. Kennedy sitzt aktuell (2006) unter anderem im Ausschuss für die Streitkräfte. Kennedy sprach sich stets für eine Reform der Einwanderungsgesetze aus. Außerdem setzte er sich in den 60er Jahren für die Rechte der Schwarzen und eine Beendigung des Vietnam-Kriegs ein.

1963, nach der Ermordung John F. Kennedys, und 1974, nach Richard Nixons Rücktritt, lehnte er eine eigene Präsidentschaftskandidatur ab. 1980 scheiterte er bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei, was viele auf seine damaligen Alkoholprobleme und sein sehr zweifelhaftes Verhalten bei einem Autounfall zurückführten:

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Am 18. Juli 1969 hatte Kennedy bei einem Ausflug auf der Insel Chappaquiddick die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war von einer Brücke in einen Fluss gestürzt. Er selbst blieb unverletzt, seine Beifahrerin, die 29jährige Sekretärin und mutmaßliche Geliebte Mary Jo Kopechne jedoch ertrank. Kennedy wurde wegen Totschlags angeklagt, da er den Unfallort verlassen und erst zehn Stunden später die Polizei verständigt hatte. Berichten zufolge hatte Kopechne nach dem Unfall aufgrund einer Luftblase noch rund zwei Stunden überlebt, während Kennedy die Zeit nutzte, um seine Beteiligung an dem Vorfall zu vertuschen. Vor Gericht jedoch bekannte er sich schuldig und wurde am 25. Juli zu zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

1983 erhielt Kennedy einen Ehrendoktortitel der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba, Israel.

Heute lebt Edward Kennedy gemeinsam mit seiner zweiten Frau Victoria Reggie (Eheschließung 1992) und seinen zwei Stiefkindern Grier Curran Raclin (* 20. November 1983) und Caroline Raclin (* 26. Dezember 1985) aus ihrer ersten Ehe in Hyannis Port, Massachusetts. Aus seiner ersten Ehe mit Virginia Joan Bennett (Eheschließung 1958, Scheidung 1982) hat er drei bereits erwachsene Kinder namens Kara (* 27. Februar 1960), Edward jr. (* 26. September 1961) und Patrick (* 14. Juli 1967).

Edward Kennedy gilt als einer der schärfsten Kritiker der Bush-Regierung, insbesondere was den Irak-Krieg betrifft, und machte sich daher 2004 für die Wahl von John Kerry zum Präsidenten stark.

Veröffentlichungen


  • Decisions for a Decade. Policies and Programs for the 1970's. Garden City, NY. Doubleday & Co., 1968.
  • In Critical Condition. The Crisis in America's Health Care. New York, NY. Simon & Schuster, 1972.
  • Our Day and Generation: The Words of Edward M. Kennedy. New York, NY. Simon & Schuster, 1979.
  • Freeze! How you can help prevent nuclear war (mit Mark O. Hatfield). Toronto, New York, London, Sydney. Bantam books, 1982.
  • Make A Difference. New York, NY. Scribner, 1997.

Weblinks


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