Edward Gibbon (* 27. April 1737 in Putney bei London; † 16. Januar 1794 in London) war einer der bedeutendsten britischen Historiker.
Auch auf die deutsche Geschichtsschreibung hatte Gibbon großen Einfluss. Dieses ist u. a. an der sechsbändigen römischen Geschichte von Wilhelm Drumann zu sehen. In stark übersteigerter und vergröberter Form wirkten seine Thesen bis in die faschistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts hinein. Gibbon war Mitglied der Freimaurer. 1774 wurde er Mitglied der Londoner Loge „Lodge of Friendship No. 3“.
Heute sind die Grundgedanken seiner Analyse zwar in der westlichen Öffentlichkeit weiterhin weit verbreitet, gelten aber unter Historikern als großenteils widerlegt, nachdem die von Gibbon noch kaum berücksichtigten sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Faktoren der Spätantike besser bekannt wurden. Gibbon hatte sich noch fast ausschließlich auf schriftliche Quellen verlassen müssen, da die wissenschaftliche Archäologie zu seiner Zeit noch kaum existent war.
Mann | Brite | Historiker | Althistoriker | Freimaurer (18. Jh.) | Geboren 1737 | Gestorben 1794
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