Eduard Ernst Friedrich Hannibal Vogel von Falckenstein (* 5. Januar 1797 in Breslau; † 6. April 1885 auf Schloss Dolzig im Kreis Sorau) war ein preußischer General. Vogel von Falckenstein trat 1813 als freiwilliger Jäger in die Armee ein und konnte sich 1814 bei Montmirail auszeichnen. Nachdem er 1841 zum Major befördert worden war, wurde er 1848 bei der Märzrevolution in Berlin während eines Straßenkampfes verwundet. Anschließend kämpfte er in Holstein, wurde Kommandeur des Gardeschützenbataillons und 1850 zum Chef des Generalstabs des 3. Armeekorps ernannt.
Weitere Schritte seiner militärischen Karriere:
Er war im Deutsch-dänischen Krieg seit dem Dezember 1863 Chef des Generalstabs der verbündeten österreichisch-ungarischen und preußischen Truppen sowie Kommandierender General eines preußischen Armeekorps unter Feldmarschall Wrangel. Am 22. April 1864 wurde Vogel von Falckenstein mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet und am 30. April zum Gouverneur von Jütland ernannt. Nach dem Krieg erhielt er das Generalkommando des 7. Armeekorps. 1865 wurde er zum General befördert.
Im Krieg gegen Österreich von 1866 war er Oberbefehlshaber der preußischen Mainarmee. Schon beim Ausbruch besetzte er Hannover und zwang die hannoversche Armee am 28. Juni bei Langensalza zur Kapitulation. Als Kommandierender General besiegte er in einer Reihe von Gefechten die süddeutschen Streitkräfte und zog am 16. Juli in Frankfurt am Main ein. Während dieser Zeit wurde er wegen Differenzen mit dem Großen Hauptquartier als Generalgouverneur nach Böhmen versetzt und musste sein Kommando an General von Manteuffel abgeben.
1867 wurde er vom Wahlkreis Königsberg als Abgeordneter zum sich bildenden Reichstag gewählt, und kam später auch in den ersten Reichstag des Norddeutschen Bundes. 1868 wurde Vogel von Falckenstein zu den Offizieren der Armee versetzt.
Im Deutsch-französischen Krieg von 1870/71 war General Vogel von Falckenstein Generalgouverneur der deutschen Küstenlande und residierte in Hannover. In dieser Eigenschaft organisierte er schnell die Küstenverteidigung und schuf eine freiwillige Seewehr.
Er ging 1873 in den Ruhestand und starb am 6. April 1885 auf Schloss Dolzig im Kreis Sorau.
Der älteste Sohn Vogel von Falckensteins, Max, wurde ebenfalls preußischer General.
Mann | Deutscher | Militärperson (Preußen) | Pour le Mérite (Militärorden) | Geboren 1797 | Gestorben 1885
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