Eduard Locher (* 15. Januar 1840 in Zürich; † 2. Juni 1910 in Zürich) war ein Schweizer Ingenieur, Erfinder und freier Unternehmer, welcher für seine Verdienste den Doktortitel Dr. hon. caus. verliehen bekam.
Nach der Absolvierung einer Industrieschule trat er 1861 in das väterliche Baugeschäft ein. 1871 besuchte er zur Vertiefung seiner theoretischen Kenntnisse Vorlesungen über Brücken- und Eisenbahnbau. Ihm und seinem Bruder gelang es, das etwas heruntergewirtschaftete Baugeschäft durch rastlosen Fleiss und Tüchtigkeit wieder auf die Höhe zu bringen. Sie bauten unter anderem die beiden Limmatbrücken der Schweizerische Nordostbahn bei Wettingen, eine Teilstrecke der Gotthardbahn zwischen Flüelen und Göschenen mit dem Pfaffensprungtunnel, die Südostbahn von Biberbrücke nach Arth Goldau, die Sihltalbahn, die Engelberg-Bahn u.s.w. Von Locher stammte auch der Plan für eine pneumatische Bahn auf die Jungfrau.
Berühmt wurde er aber hauptsächlich mit dem Bau der Pilatusbahn und mit seinem speziell dafür entwickeltem Zahnradbahn-System (System Locher).
Er beteiligte sich auch an zahlreichen Industrieunternehmungen, so als Präsident der Schweizer Lokomotivfabrik, der Pilatusbahn und weitere.
Schweizer | Schienenverkehr (Schweiz) | Eisenbahnpionier | Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur | Mann | Geboren 1840 | Gestorben 1910
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