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Eduard Heinrich Rudolf David (* 11. Juni 1863 in Ediger an der Mosel; † 24. Dezember 1930 in Berlin) war ein deutscher Politiker (SPD).

Leben und Beruf


Nach dem Besuch der Volksschule in Krofdorf und dem Gymnasium in Gießen, wo er die Mittlere Reife erwarb, absolvierte David, der evangelischen Glaubens war, von 1881 bis 1883 in Berlin eine kaufmännische Lehre. Anschließend holte er in Bielefeld das Abitur nach. Von 1886 bis 1890 studierte er in Gießen, wo er sich dem Allgemeinen Deutschen Burschenbund anschloss, Germanistik. 1891 wurde er dort zum Doktor der Philosophie promoviert. Er war zunächst bis 1894 als Lehrer tätig, wurde aber aus dem Staatsdienst entlassen, nachdem er die der SPD nahestehende Sozialistische Mitteldeutsche Sonntagszeitung gegründet und herausgegeben hatte. Von 1896 bis 1898 war er Redakteur der Mainzer Volkszeitung. 1899 beteiligt er sich maßgeblich an der Gründung der ersten Mainzer Konsumgenossenschaft. Später wurde er einer der maßgebenden Autoren der Neuen Gesellschaft.

David war seit 1896 mit der Regisseurin Gertrud David verheiratet. Nach ihm sind die Eduard-David-Straße in Mainz-Mombach und die Eduard-David-Sporthalle in Krofdorf-Gleiberg benannt.

Partei


David galt als einer der Repräsentanten des rechten Parteiflügels der SPD.

Abgeordneter


Von 1896 bis 1908 war David Landtagsabgeordneter in Hessen. In den Reichstag des Kaiserreichs wurde er 1903 gewählt und gehörte im bis 1918 als Abgeordneter des Wahlkreises Mainz an. Ab 1912 war er Mitglied des Fraktionsvorstandes. In der Weimarer Republik gehörte er der Nationalversammlung an und war ihr erster Präsident. Anschließend vertrat er seine Partei bis zu seinem Tode im Reichstag.

Öffentliche Ämter


Vom 13. Februar bis 20. Juni 1919 war David Minister ohne Geschäftsbereich im Kabinett Scheidemann. Anschließend war er bis zum 3. Oktober 1919 Reichsinnenminister im Kabinett Bauer. Nach dem Eintritt der DDP ins Kabinett gab er das Amt an Erich Koch-Weser ab und war bis zum 21. Juni 1920 erneut Reichsminister ohne Geschäftsbereich (auch im ersten Kabinett Müller).

Veröffentlichungen


  • Die Sozialdemokratie im Weltkrieg, Verlag des Vorwärts, Berlin 1915.
  • Sozialdemokratie und Vaterlandsverteidigung. Rede des Reichstagsabgeordneten Dr. Eduard David am 6. März 1915 in Bielefeld, Verlag Volkswacht, Bielefeld 1915.
  • Wer trägt die Schuld am Kriege? Rede, gehalten vor dem holländisch-skandinavischen Friedenskomitee in Stockholm am 6.6.1917, Verlag des Vorwärts, Berlin 1917.
  • Referenten-Führer. Anleitung für sozialistische Redner, J.H.W. Dietz Nachf., Stuttgart 1919.
  • Um die Fahne der Deutschen Republik. Ihre Bedeutung in Geschichte und Gegenwart, Verlag der Volksbuchhandlung, Hannover 1926.

Literatur


  • Susanne Miller; Das Kriegstagebuch des Reichstagsabgeordneten Eduard David 1914 bis 1918, Droste Verlag, Düsseldorf 1966, ISBN 3-7700-5037-1
  • Friedrich P. Kahlenberg; Die Berichte Eduard Davids als Reichsvertreter in Hessen. 1921-27, Verlag Franz Steiner, Wiesbaden 1970.

SPD-Mitglied | Reichstagsabgeordneter Geboren 1863 | Gestorben 1930

 

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