| Edle Weinrebe | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Illustration Vitis vinifera0.jpg | ||||||||||||||
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Vitales |
| : | Weinrebengewächse (Vitaceae) |
| : | Reben (Vitis) |
| : | Euvitis |
| : | Echte Weinrebe (Vitis vinifera) |
| : | Edle Weinrebe |
WeinrebeBlütenstand.jpg Die Blütenstände oder Gescheine treten im Mai bis Juni auf. Nach der botanisch-morphologischen Definition handelt es sich bei den Blütenständen nicht um Trauben sondern um Rispen. Die Blüten sind meist zwittrig.
Ab September erscheinen die kugeligen Früchte die zwischen 6-22mm groß werden. Je nach Kultursorte sind diese grün, gelb, dunkelpurpur oder blauviolett.
Des Weiteren werden Rosinen aus Weintrauben gewonnen. Kernlose helle Rosinen heißen Sultaninen. Korinthen werden aus kleineren roten Beeren gewonnen.
Die Traubenkerne werden seit den 1990er Jahren wieder vermehrt zu Traubenkernöl gepresst. Dennoch spielt es nur eine sehr geringe wirtschaftliche Rolle.
Mit Reis oder Fleisch gefüllte Weinblätter sind eine Spezialität der Mittelmeerküche. Auch zum Einlegen von Gemüse werden manchmal Weinblätter mitverwendet.
Das Holz der Weinrebe hat wegen seiner Knorrigkeit und geringen Stabilität wenig Nutzwert, wird aber zum Heizen und manchmal zum Schnitzen benutzt.
Extrakte aus Traubenschalen enthalten die Wirkstoffe Resveratrol und oligomeres Proanthocyanidin (OPC). Resveratrol ist ein Trihydroxystilben. Es hat viel versprechende antikanzerogene Eigenschaften und schützt Herz und Blutgefäße. In der Pflanze wirkt es als Phytoalexin und schützt sie vor Pflanzenkrankheiten, wie z.B. vor Pilzinfektionen. OPC wirkt als Antioxidans und Radikalfänger.
Extrakte aus Traubenkernöl enthalten 80-85% OPC neben Resveratrol. Etwa 50-100mg Extrakt werden als Tagesdosis empfohlen.
An der Weinrebe treten zahlreiche Schädlinge und Krankheiten auf. Zudem können aufgrund ungünstiger Standortsbedingungen physiologische Störungen auftreten, die zu Ertragsminderungen oder -ausfällen führen können.
Einige Rebschädlinge wurden im 19. Jahrhundert mit der Amerikanerrebe aus Amerika importiert. Sowohl die
Die bisher einzig wirksame Maßnahme gegen die Reblaus ist die Pfropfung von Europäerreben auf „amerikanische“ Unterlagen. In Weinbaugebieten ist es heute noch verboten, (nichtgepfropfte) Stecklinge von einheimischen Reben anzupflanzen. Dies betrifft nicht den privaten Anbau außerhalb von Weinbaugebieten.
Den Traubenwickler bekämpft man inzwischen recht erfolgreich durch den Einsatz von Pheromonen. Im Weinbau wird dies als Verwirrmethode bezeichnet.
In neuerer Zeit wird versucht, durch Kreuzungen gegen Pilzinfektionen (echter oder falscher Mehltau) weitgehend resistente Sorten zu züchten. Aus diesem Bemühen sind z. B. die – inzwischen auch im kommerziellen Weinbau eingesetzten Sorten – Regent (rot) und Phoenix (weiß) entstanden.
Weinreben in Drieschen, also nicht mehr gepflegten Beständen, sind besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Edle Weinrebe".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world