| Daten | |
|---|---|
| Staat: | Deutschland |
| Bundesländer: | Nordrhein-Westfalen & Hessen |
| Länge: | 177 km |
| Quelle am: | Ederkopf (655 m. ü. NN.) |
| Quellhöhe: | 620 m. ü. NN. |
| Mündung bei: | Edermünde-Grifte in Fulda |
| Mündungshöhe: | 143 m. ü. NN. |
| Höhenunterschied: | 477 m |
| Einzugsgebiet: | 3.362 km² |
| Wichtigster Zufluss: | Schwalm |
| Kleinstädte an der Eder: | Battenberg, Frankenberg, Waldeck, Fritzlar, Felsberg |
Quelle: Die Eder entspringt im Südosten von Nordrhein-Westfalen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Ihre Quelle befindet sich im südöstlichen Rothaargebirge am Ederkopf (655 m) auf rund 620 m Höhe. Fortan durchfließt die Eder ländliche Gegenden und diverse Kleinstädte in meist nordöstlicher Richtung:
Oberlauf: Die Eder verläuft anfangs in Nordrhein-Westfalen durch das Wittgensteiner Land, worin sie Erndtebrück und Raumland (Ortsteil von Bad Berleburg), durchfließt. Anschließend erreicht der Fluss Hessen, wo er in den Landkreis Waldeck-Frankenberg einfließt. Darin verläuft er durch Hatzfeld und hiesig nördlich vorbei an der Sackpfeife (Forst Hatzfeld) und in nordöstlicher Richtung hinab nach Battenberg.
Mittellauf: Unterhalb von Battenberg, wo sie den südöstlichen Ausläufern des Rothaargebirges entfließt, tritt die Eder in das Tal zwischen Breiter Struth im Westen sowie Burgwald und Kellerwald im Osten ein. In dieser Gegend verläuft sie über Allendorf und Frankenberg zu ihrem Einfluss in den Westteil des Edersee. An diesem Stausee macht sie einen Rechtsknick um den nördlichen Kellerwald und fließt östwärts durch den Edersee, über dem das Schloss Waldeck thront. Südlich des Stausees befindet sich der Nationalpark Kellerwald-Edersee.
Unterlauf: Unterhalb bzw. östlich der Staumauer des Edersees durchfließt die Eder in östlicher Richtung eine weitläufige Flussniederung, in dem sich unter anderen der Affolderner See und die Gemeinde Edertal befinden. Nach dem Durchfließen der "Hessischen Pforte", dem engen Taleinschnitt zwischen dem südlichsten Ausläufer des Langen Walds im Norden und dem Büraberg (ehemaliger Standort der Büraburg) im Süden, erweitert sich das Edertal im Schwalm-Eder-Kreis zur Niederhessischen Senke. In dieser weitläufigen Flussniederungslandschaft befinden sich an der Eder unter anderen Fritzlar, Wabern und Felsberg. Unterhalb bzw. östlich von Wabern bzw. zwischen Altenburg und Rhünda (Felsberger Ortsteile) mündet mit der von Süden kommenden Schwalm, der größte bzw. längste Ederzufluss ein. Ab Felsberg wendet sich die Eder in Richtung Norden und erreicht in Nordhessen bei Edermünde-Grifte.
Mündung: Bei Grifte – unweit westlich von Guxhagen und nur wenige Kilometer südlich von Kassel – mündet die Eder auf 143 m. ü. NN. in die Fulda. Damit überwindet das Ederwasser von der Quelle bis zur Mündung 477 m Höhe.
Das Einzugsgebiet (das oberirdisch entwässerte Gebiet der Eder) umfasst 3.362 km², bis zur Mündung ist es sogar etwas größer als das der längeren Fulda (in welche die Eder mündet) von deren Quelle bis zum Eder-Mündungsort Edermünde-Grifte.
Die Eder ist spätestens seit der Goldbach-Einmündung bei Frankenberg-Röddenau ein goldführender Fluss. Ein Großteil des Goldes wird der Eder über die Itter vom Eisenberg (bei Korbach; Mitteleuropas größter Goldlagerstätte) zugeführt. Die historischen Hauptabbauplätze liegen flussabwärts unterhalb der Edertalsperre zwischen dem Dorf Affoldern und der Domstadt Fritzlar. Im 18. Jahrhundert wurden Dukaten aus Edergold geprägt, welche heute eine Rarität unter Sammlern darstellen. Auch heute sind noch Goldfunde von rund 1 mm Größe möglich.
Ederquelle1.jpg während der Schneeschmelze (27. März 2005)]]
Zu den Zuflüssen der Eder gehören (flussabwärts betrachtet):
In ihrem Oberlauf münden:
In ihrem Mittellauf münden:
In ihrem Unterlauf münden:
Zu den Ortschaften an der Eder gehören (flussabwärts betrachtet):