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Edelweiß
Leontopodium alpinum2.jpg
: Asternartige (Asterales)
: Korbblütler (Asteraceae)
: Asteroideae
: Gnaphalieae
: Leontopodium
Wissenschaftlicher Name Leontopodium alpinum Cass. Edelweiß (Leontopodium alpinum) ist eine der bekanntesten Alpenblumen. Weitere Namen sind Wollblume, Irlweiß, Almsterndl, Federweiß, selten auch Silberstern und Wülblume (in der Schweiz).

Der Name leitet sich von der charakteristischen dichtfilzigen, weißen Behaarung ab (griech. leon = Löwe, podion = Füßchen).

Beschreibung


Die Pflanze erreicht eine Höhe von drei bis zwanzig Zentimeter. Die Blüte ist nur eine Scheinblüte. Die Schaufunktion entsteht durch die dicht weißfilzigen Hochblätter, die eigentlichen Blüten sitzen zu vielen Hunderten inmitten des Sterns beisammen. Der blendend weiße Schimmer auf den Hochblättern entsteht dadurch, dass tausende kleine Luftbläschen an dem vielfach durcheinander gewirkten, krausen Haar das einfallende Licht reflektieren (Signal für Honig suchende Insekten, außerdem Verdunstungsschutz). Im Tiefland wachsende Pflanzen werden größer und erscheinen wegen der weniger dichten Behaarung grünlich.

Das Edelweiß blüht zwischen Juli und September, ist ungiftig und geschützt. Die Scheinblüte bleibt bis in den Winter hinein erhalten.

Lebensraum und Verbreitungsgebiet


Leontopodium alpinum detail.jpg

Edelweiß findet sich auf steinigen Wiesen, Kalksteinfelsen, seltener auf Almwiesen, ist ungleichmäßig verteilt und bevorzugt felsige Kalksteinumgebung auf Höhen zwischen 1800 und 3000 Meter.

Ansalbungsstandorte

Seit dem 19. Jahrhundert fanden viele Liebhaber der Botanik Freude daran, die Natur durch Pflanzen zu bereichern, die sie von Reisen mitbrachten (sogenannte Ansalbung). Zu den davon „betroffenen“ Pflanzen zählt auch das Edelweiß, das auf Felsstandorten der Mittelgebirge ausgebracht wurde und dort gelegentlich noch zu finden ist.

Aus Sicht der Invasionsbiologie und des Naturschutzes wird dies kritisch bewertet. Nach § 41 des Bundesnaturschutzgesetzes sind alle solchen Ansalbungen genehmigungspflichtig.

Edelweiß als Symbol


Deutschland

Österreich

Schweiz

Historisch

  • Als Erkennungszeichen der oppositionelle Jugendgruppen der Edelweißpiraten in der NS-Zeit.

Sonstiges


Die Art ist nach der Eiszeit aus den innerasiatischen Steppen in die Alpen eingewandert. Es ist also keine Felsenpflanze.

In Österreich wurde das Edelweiß schon 1886 unter Naturschutz gestellt.

In Gärtnereien gibt es aus dem Himalaja stammende Arten, die auch im Tiefland ihre weiße Farbe behalten.

Die österreichische Post hat am 19. Juli 2005 als erste gestickte Briefmarke Österreichs "Edelweiß", auf 400.000 Stück limitiert, herausgebracht. Die Briefmarke hat einen Nennwert von 375 Cents, besteht aus Stoff und zeigt auf grünem, kurz gefransten Untergrund ein mit weißem Faden gesticktes Edelweiß.

Sagenhaftes


Frühere Verwendung als Heilkraut, wurde mit Milch und Honig gekocht gegen Bauchschmerzen verwendet. Daher auch der bayrische Ausdruck "Bauchwehbleaml". Die Pflanze wurde auch für Liebeszauber verwendet. Gelegentlich finden sich abnorm große Blütensterne (max. 6–12 cm Durchmesser), die in der Sagenwelt als zauberkräftige »Edelweißkönige« erscheinen.

Weitere Bilder


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Weblinks


Korbblütengewächse | Alpenflora

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