Ede * ist eine Gemeinde der Provinz Gelderland (Niederlande). Sie hat (Januar 2005) ca. 106.430 Einwohner. Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 320,9 km². In der Gemeinde liegen, nebst Ede selbst, auch die Dörfer Otterlo, Lunteren, Bennekom und Harskamp.
Lage und Wirtschaft
Ede liegt im Südwesten des Waldgebietes
Veluwe, an der Autobahn und Eisenbahnstrecke
Utrecht –
Arnheim –
Oberhausen ; Nebeneisenbahnstrecke nach
Barneveld. Gute Straßen führen nach
Apeldoorn, dem südlichen Nachbarn
Wageningen und Barneveld.
Die bis 2002 wichtige Kunstfaserindustrie hat Ede verlassen. An ihrer Stelle sollen Kleinbetriebe und mehr Tourismus neue Arbeitsplätze schaffen. Für die Wirtschaft Edes sind am wichtigsten:
- der Tourismus (wegen der Heide, der Wälder usw.; der Naturpark „Hoge Veluwe“ liegt größtenteils auf dem Gebiet von Ede)
- die Landwirtschaft (im Westen der Gemeinde)
- der Dienstleistungsbereich (Altersheime und andere Heilinstitute, Konferenzzentren)
- das Militär (es gibt mehrere Kasernen und Truppenübungsplätze in der Gemeinde).
In Ede und Bennekom leben auch Pendler, die in Utrecht und Arnheim arbeiten.
Geschichte
Das Gebiet Edes lieferte den
Archäologen viele Funde, unter anderem aus
Hügelgraber der
Jungsteinzeit und der
Bronzezeit. Ob rund 30.000 v. Chr. schon die
Neandertaler hier lebten ist noch nicht geklärt. Später aber lebten im heutigen Ede lange Zeit
germanische Stämme, unter anderem um 400 n. Chr. die
Chamaven. Im Frühmittelalter entstanden Ede und Bennekom als kleine Bauerndörfer. Ede wird
1216 , Lunteren
1300 in Schenkungsurkunden erwähnt. Nach der
Reformation wurden die Dörfer bald protestantisch; in Lunteren aber konnten sich die Katholiken noch ein Jahrhundert behaupten. Wachstum trat erst ab
1840 ein, als die Eisenbahnlinie Utrecht – Arnheim eröffnet wurde und Landstraßen gebaut wurden. Im Jahr
1902 kam die Eisenbahn Ede-
Barneveld hinzu. Das ermöglichte den
Tourismus in die nahegelegene
Veluwe und die Ansiedlung von Sanatorien usw. Die Kunstfaserfabrik des
Akzo Nobel-Konzerns war hier von etwa 1920-2002 sesshaft. Ab etwa 1880 wurden Ede und Harskamp wichtige Garnisonsorte des niederländischen
Heeres.
Sehenswürdigkeiten
Ede und Bennekom haben beide im Ortskern eine spätmittelalterliche Kirche.
In Otterlo befindet sich ein
Fliesenmuseum, in Ede ein Heimatmuseum mit archäologischen Fundstücken.
Am wichtigsten ist jedoch der Naturpark „Hoge Veluwe“ mit dem Kröller-Müller-Museum bei Otterlo.
Weitere wichtige Naturgebiete der Veluwe auf dem Grundgebiet von Ede sind: Ginkelse Heide (zum Teil Militärgelände: bei Schießübungen gesperrt), Planken-Wambuis und Deelerwoud. Man kann hier also viele Wanderungen und Radtouren machen.
Weblinks
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