| Echter Hopfen | ||||||||||||||
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| Illustration Humulus lupulus0.jpg | ||||||||||||||
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Rosenartige (Rosales) |
| : | Hanfgewächse (Cannabaceae) |
| : | Hopfen (Humulus) |
| : | Echter Hopfen |
Der echte Hopfen ist durch seine Verwendung beim Bierbrauen bekannt.
Seine Bedeutung erreichte der Hopfen ursprünglich durch die Tatsache, dass seine Bitterstoffe beim Brauen von Bier aufgrund ihrer bakteriziden Wirksamkeit wesentlich zur Haltbarkeit des Gebräus beitrugen. Die antiseptische Kraft des Hopfens wurde bereits im Jahr 1153 n.Chr. von Hildegard von Bingen mit den Worten "putredines prohibet in amaritudine sua" (seine Bitterkeit verhindert die Fäulnis) beschrieben.
Die ältesten, schriftlich belegten Quellen des Hopfenanbaues stammen aus dem frühen Mittelalter. Angeblich wurde der Hopfenanbau erstmals im Jahre 763 n.Chr. bei Geisenfeld in der Hallertau erwähnt; konkrete Quellen existieren für die Jahre 768 (Kloster St. Denis bei Paris), 822 (Kloster Corvey) und 859 bis 875 (Hochstift Freising). Eine erste Erwähnung des Hopfens als Brauzusatz findet sich im Jahre 1079.
Eine dem Östrogen ähnliche Wirkung von Hopfeninhaltsstoffen wird diskutiert. Hopfengarten.jpg | Hopfen2.jpg
Anbaugebiete: siehe Hopfen
Hopfen wird hauptsächlich beim Bierbrauen verwendet. Er verleiht dem Bier sein ausgeprägtes bitteres Aroma. Zum Brauen werden ausschließlich die Zapfen der weiblichen Hopfenpflanzen verwendet. Die Hopfeninhaltsstoffe wirken zusätzlich konservierend und schaumstabilisierend. Ein geringer Prozentsatz des geernteten Hopfens wird zudem zu medizinischen Zwecken, hauptsächlich als Beruhigungs- oder Schlafmittel verwendet.
Hopfen dient auch in vielen alten Bibliotheken als Schutz vor Feuchtigkeit und Ungeziefer. Man legt Hopfenzapfen hinter den Büchern aus. Sie regulieren die Luftfeuchtigkeit, und ihre ätherischen Öle halten Insekten fern. Die Zapfen müssen alle paar Jahre ausgewechselt werden.
Seit einigen Jahren gewinnt auch die Ernte von Hopfenspargel wieder an Bedeutung. Hierbei werden in einem zwei- bis dreiwöchigen Zeitraum in den Monaten März und April (je nach Witterung) die weißen, noch unreifen Sprösslinge des Hopfens aus der Erde gegraben und regional als Spezialität angeboten. Die sehr kurze Saison und die zeitaufwändige, weil in Handarbeit erfolgende Ernte machen den Hopfenspargel zu einer der teuersten in Deutschland angebauten Gemüsesorten.
Siehe auch: Liste der Küchenkräuter und Gewürze, Malz
Durchschnittliche Zusammensetzung von Hopfentrockensubstanz:
| in % | |
| Bitterstoffe | 18,5 |
| Hopfenöl | 0,5 |
| Gerbstoffe | 3,5 |
| Eiweiß | 20,0 |
| Mineralstoffe | 8,0 |
Der Rest besteht aus Zellulose und anderen Stoffen, die für die Bierherstellung ohne Bedeutung sind.
In Österreich gibt es 2 Anbaugebiete, eines im
Das bedeutendste Hopfenanbaugebiet in Tschechien ist Saaz (Žatec), weitere sind Auscha (Ustek) und Dauba (Duba).
Hopfen ist langjährig betrachtet eines der am weitesten preisschwankenden Güter (Größenordnung ca. 1 zu 10), ein Umstand, der sowohl den Hopfenanbau als auch den Hopfeneinkauf zu wirtschaftlich risikoreichen Unternehmungen macht.
Rosenartige | Heilpflanze | Brauprozess
Chmel otáčivý | Humle (Humulus lupulus) | Hop (plant) | Humala | Houblon | Komló (növény) | Humulus lupulus | ホップ | Apynys | Humle | Hoppen | Hop (plant) | Chmiel zwyczajny | Lúpulo | Hamei | Humle | Şerbetçiotu | Хміль
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