| Echter Buchweizen | ||||||||||||
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| Buchweizen.jpg | ||||||||||||
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Nelkenähnliche (Caryophyllidae) |
| : | Nelkenartige (Caryophyllales) |
| : | Knöterichgewächse (Polygonaceae) |
| : | Buchweizen (Fagopyrum) |
| : | Echter Buchweizen |
Eine nahe verwandte Art ist der Tataren-Buchweizen (Fagopyrum tataricum). Weitere Verwandte des Buchweizens sind Sauerampfer (Rumex acetosa) und Rhabarber (Rheum rhabarbarum), nicht jedoch Weizen (Triticum).
Der Name Buchweizen leitet sich von seinen kastanienbraunen dreikantigen Früchten ab, die eine ähnliche Form wie Bucheckern haben. In manchen Gegenden wird Buchweizen auch als Heiden, Heidenkorn, Blenden oder schwarzes Welschkorn bezeichnet.
Der Name Buchweizen wird zum ersten Mal in einem Nürnberger Archiv erwähnt.
Echter Buchweizen wurde wahrscheinlich zuerst in China kultiviert. Neben seiner Rolle als Samenlieferant, aus denen Buchweizenmehl hergestellt wird, ist Buchweizen eine gute Honigpflanze. Im Anbau ist Buchweizen anspruchlos und gedeiht auch in sonst ziemlich unfruchtbaren Heide- und Moorgegenden. Weltweit ist er jedoch von untergeordneter Bedeutung. Die größten Anbauländer sind China, Russland und die Ukraine. In Deutschland wird er noch in der Lüneburger Heide, in Schleswig-Holstein, Westfalen, am Niederrhein, in der Eifel und in einigen Alpentälern angebaut. Vor allem seit im 18.Jh. der Anbau der Kartoffel stark zunahm, die ebenfalls auf relativ schlechten Böden noch gut gedeiht, ging die Bedeutung des Buchweizens als Nahrungslieferant deutlich zurück.
Laut FAO wurden 2004 weltweit 2,8 Mio. t Buchweizen geerntet.
Mitte Mai ist Säzeit. Die Samen reifen innerhalb von 10-12 Wochen. Eine einzelne Pflanze trägt bis zu 1800 Blüten. Wegen unsicherer Fremdbestäubung bringt der Buchweizen aber nur ca. 9 Nüsschen pro Pflanze.
Die berühmten Blini der Russischen Küche werden aus Buchweizenmehl hergestellt. In der Schweizer Küche findet es für Pizzoccheri Verwendung. Auch die Französische Küche verwendet Buchweizenmehl (unter dem Namen blé noir, "schwarzer Weizen") für Pfannkuchen (so genannte Galettes). In den Niederlanden werden authentische Poffertjes (etwa münzgroße aber relativ dicke süße Pfannküchlein) mit einem 1:1-Anteil Weizenmehl und Buchweizenmehl gebacken. In den USA werden die berühmten Pancakes auch oft aus "buckwheat"-Mehl zubereitet. Die Westfälische Küche kennt Panhas als Fleischpastete mit Buchweizenmehl. In der österreichischen Steiermark brät man den Heidensterz, einen kräftigen Schmarrn aus Buchweizenmehl. In Japan bestehen die sehr beliebten Soba-Nudeln aus Buchweizen.
Zum Brotbacken ist Buchweizen ungeeignet, da er im Gegensatz zu normalem Mehl kein Gluten (auch als "Kleber" bezeichnet) enthält; dadurch ist er aber auch für Menschen geeignet, die kein Gluten vertragen. Heute wird er hauptsächlich in Naturkostläden als ganzes, geschältes Korn, in Form von Grütze, Flocken oder Mehl angeboten. Die Zubereitung zu Speisen ist aufwändig, da Buchweizen-Zubereitungen vor dem Backen/Garen gut ausquellen müssen.
Blüten und Kraut des Buchweizen enthalten Rutoside, die bei Venenleiden medizinische Verwendung finden. Er gilt generell als wertvolles Nahrungsmittel mit viel Eiweiß und Stärke. Da Buchweizen glutenfrei ist, kann er als Diätnahrung bei Zöliakie, bzw. Sprue oder glutensensitiver Enteropathie verwendet werden. Das Pseudogetreide wird sogar von Diätrichtungen wie der Steinzeiternährung als unbedenklich akzeptiert. In Versuchen mit diabetischen Ratten hat sich Buchweizen als wirksames Mittel zur Senkung des erhöhten Blutzuckerspiegels erwiesen. Leicht problematisch kann der rote Farbstoff aus der Fruchtschale, das Fagopyrin, sein. Sofern man ihn isst, kann die Haut empfindlicher gegen Sonnenlicht werden. Bei geschältem Buchweizen ist dies jedoch nicht mehr der Fall.
Knöterichgewächse | Nutzpflanze
Gwinizh-du | Fajol | Almindelig Boghvede | Buckwheat | Fagopyrum esculentum | Sarrasin (céréale) | Fagopyrum esculentum | ソバ | Boekweit | Bovete | Boûkete
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