| Wissenschaftlicher Name
|
| Primula veris
|
| L.
|
Die
Echte Schlüsselblume (
Primula veris, früher auch
Primula officinalis) gehört zur Gattung der
Primeln (
Primula).
Weitere Namen sind
Frühlings-Schlüsselblume (Schweiz),
Wiesen-Schlüsselblume,
Arznei-Schlüsselblume und
Himmelschlüssel.
Die Bezeichnung Schlüsselblume ist durch die Ähnlichkeit der Blütendolde mit einem Schlüsselbund entstanden.
Beschreibung
Die Pflanze ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die mit einem Wurzelstock überwintert. Sie wird zwischen 10 bis 30 cm hoch. Auffällig ist der blattlose Blütenstängel, den eine vielblütige Dolde abschließt. Die Blätter stehen in Rosetten sind länglich und leicht gerunzelt. Die Merkmale, mit denen sich die Echte Schlüsselblume unter anderem von der
Hohen Schlüsselblume unterscheidet, sind die dottergelben, stark duftenden Blüten mit ihrem orangefarbenen Flecken im Schlund der Blüte. Die Hohe Schlüsselblume dagegen duftet weniger stark und der Schlund ihrer Blüten ist goldgelb. Blütezeit ist von April bis Juni. Der
Blütenkelch ist bei der Echten Schlüsselblume außerdem blassgrün, bauchig und glockig. Bei der Hohen Schlüsselblume liegt der Kelch dagegen eng an den Blütenblättern an.
Vorkommen
Diese Art kommt in ganz
Europa und
Vorderasien vor und liebt lockeren und kalkhaltigen Boden. Als Standort werden trockene Wiesen, lichte Wälder, Waldsränder und Waldschläge bevorzugt.
Verwendung in der Heilkunde
Wegen des
Saponingehaltes werden die
Rhizome einschließlich der Wurzeln (Droge: Radix Primulae) arzneilich als Auswurf förderndes Mittel bei
Bronchitis verwendet.
Volksmedizinisch werden auch die Blüten (Droge: Flores Primulae) für ähnliche Zwecke verwendet. Die Wirkung ist beruhigend, krampflösend und hilft bei Husten, Migräne und Schlafstörungen.
Weiter sind auch Flavonaoide (etwa Gossypetin, Quercetin ) und Carotinoide enthalten.
Sonstiges
Die Rhizome wurden früher auch für
Niespulver verwendet. Mit den Blüten der Schlüsselblümen in kochendem Wasser werden in der Schweiz und Österreich auch
Ostereier gefärbt. Vom Sammeln der Pflanze sollte man absehen, da sie regional gefährdet ist und beispielsweise nach der
deutschen Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt ist.
Der Name Himmelsschlüssel bezieht sich darauf, dass diese Pflanze als eine der himmelöffnenden Frühlingskräuter gilt.
Literatur
- Gertrud Scherf; Wiesenblumen - der etwas andere Naturführer, BLV-Verlag 2004, ISBN 3-405-16909-7
Weblinks
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