| Wissenschaftlicher Name
|
| Arctostaphylos uva-ursi
|
| L. Spreng.
|
Die
Echte Bärentraube (
Arctostaphylos uva-ursi) ist eine
Pflanzenart, die zu den
Heidekrautgewächsen (Ericaceae) gehört.
Beschreibung
Die
Art bildet einen niedrigen
Strauch mit krugförmigen weißen bis rosa
Blüten, aus denen sich rote, erbsengroße
Beeren entwickeln. Die Blüten selbst bestehen aus 5 zurückgeschlagenen Kronzipfeln und 5-spaltigem Kelch. Die dunkelgrünen, ledrigen
Blätter sind verkehrt eiförmig und ganzrandig. Die weitkriechenden, dicht beblätterten
Äste tragen rotbraune
Zweige und bilden einen typischen immergrünen
Spalierstrauch. Blütezeit ist von
März bis
Juni. Die
Pflanze ähnelt der
Preiselbeere.
Verbreitung
Die Echte Bärentraube bevorzugt trockene, sonnige Zwergstrauchheiden, Bergwälder und geschützte Felsnischen.
Sie ist vor allem in den Alpen, im Apennin und den südlichen Mittelgebirgen sowie in Kiefernwäldern und Nordeuropa bis in eine Höhe von 2.800 m beheimatet. Sie braucht kalkhaltige Böden.
Naturheilkunde
Illustration Arctostaphylos uva-ursi0.jpg
Die Blätter enthalten unter anderem
Arbutin,
Gerbstoffe,
Flavone und
Glykoside. Insbesondere das Arbutin, aber auch die Gerbstoffe, wirken antibakteriell.
Bärentraube hilft nachweislich bei Harnwegsinfektionen. Volksheilkundlich wurde sie auch bei Durchfall, bei Gallengangsbeschwerden und als Wehenmittel eingesetzt. Die Einnahme sollte nicht länger als 8 Tage und nicht öfter als 5 Mal im Jahr erfolgen, da das aus dem Arbutin entstehende Hydrochinon potenziell krebserregend ist und auch eine Schädigung der Leber möglich ist. Eine Wirksamkeit ist nur bei basischem Harn gegeben. Die Gerbstoffe können den Magen reizen und führen bei Überdosierung zu Verstopfung. Die Einnahme während Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen.
Sonstige Verwendung
Wegen des hohen Gerbstoffgehalts wurden die Blätter der Bärentraube früher auch zum
Gerben von
Leder genutzt.
Literatur
- Finkenzeller, Steinbach: Alpenblumen. München 2003, ISBN 3-8001-4295-3
- Adler, Oswald, Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-3461-6
Weblinks
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