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Farbdoppler Mitralklappe.gif Echokardiografie nennt man die Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall (siehe auch Sonografie). Neben dem EKG ist die Echokardiografie eine der wichtigsten technischen nichtinvasiven Untersuchungsmethoden des Herzens und mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil der kardiologischen Diagnostik.

TEE und TTE


Um das Herz zu erreichen, gibt es zwei Möglichkeiten:
  1. Der "normale" Weg ist der Ultraschall durch den Brustkorb (Transthorakale Echokardiografie, kurz TTE). Mit dem Kurzwort "Echo" ist in der Regel die transthorakale Echokardiografie gemeint.
  2. Seltener notwendig ist der Ultraschall von der Speiseröhre aus (Transösophageale Echokardiografie, kurz TEE genannt). Hierzu muss der Patient einen Schlauch mit der Ultraschallsonde schlucken, daher auch der Kurzname "Schluckecho". Diese Methode liefert eine bessere Darstellung des Herzens und außerdem werden die kleinen Thromben besser gesehen.

Methoden der Echokardiografie


  • 2-D Bild
    • Mit dem 2-D Bild kann man in Echtzeit mittels eines schwarzweißen Schnittbilds der Herzfunktion zuschauen.
    • Insbesondere die Größe der Herzkammern, die Klappenfunktion und die Pumpfunktion des Herzens sind dabei gut erkennbar
  • M-Mode = Motion Mode
    • Aus dem 2-D Bild wird ein bestimmter Ultraschallstrahl ausgewählt. Dieses lineare Ultraschallsignal wird in seiner Veränderung in der Zeitachse aufgezeichnet.
    • Die genaue Klappenfunktion der einzelnen Klappen und eine Querschnitt durch die linke Herzkammer kann man mit dem M-Mode sehr genau aufzeichnen und vermessen. Auch ist die Herzfrequenz und einzelne Zeitintervalle der Herzaktion im M-Mode erfasst.
  • PW-Doppler = gepulster Doppler
    • Mit dem Doppler wird die Blutstromgeschwindigkeit erfasst. Der PW Doppler erlaubt dabei eine hohe örtliche Auflösung ist aber je nach Eindringtiefe auf Geschwindigkeiten unter circa 2 m /sek begrenzt.
  • CW-Doppler = Continuous Wave Doppler
    • Auch mit dem CW-Doppler wird die Blutstromgeschwindigkeit erfasst. Im Gegensatz zum pW Doppler erfasst der CW Doppler die Geschwindigkeit des Blutes auf der Länge des ganzen Schallstrahles und erlaubt dabei die Erfassung von beschleunigten Flüssen bis 6 oder 7 m /sek . Dies hat Vorteile bei der quantitativen Beurteilung von Klappenstenosen oder Klappeninsuffizienzen.
  • Farbdoppler
    • Der Farbdoppler ist so etwas wie ein flächenhafter Doppler. Die Blutstromgeschwindigkeit in einer größeren Fläche wird erfasst und dann in ein Farbsignal umgesetzt. Die Farben können in der Regel an den Ultraschallgeräten frei festgelegt werden. Als Standard hat sich jedoch eingebürgert, dass der Fluss auf den Ultraschallkopf zu als rot definiert wird und vom Ultraschallkopf weg blau ist. Die Helligkeit der Farben definiert die Geschwindigkeit: hell = schneller Blutfluss, dunkel = langsamer Blutfluss. Auch ein turbulenter verrauschter Fluss ist im Farbsignal erkennbar. Dieser muss aber unbedingt vom "Aliaseffekt" (oder auch Aliasing genannt) unterschieden werden. Dabei wird die maximal messbare Geschwindigkeit überschritten und der eine Farbton verändert sich schlagartig in die andere Farbe. Es erscheint dabei in einer Farbströmung (z.B. Rot) die Farbe der entgegengesetzten Blutflussrichtung (z.B Blau).
  • Gewebedoppler
    • Der Gewebedoppler nutzt die Reflexion der Schallwellen am Myokard bei gleichzeitiger Unterdrückung der Signale aus dem Blutstrom.
  • Stressechokardiografie
    • Die Pumpfunktion des Herzens wird unter Belastung untersucht. Regionale Wandbewegungsstörungen der linken Herzkammer werden aufgezeichnet, was Rückschlüsse auf die Koronardurchblutung erlaubt.
  • Kontrastmittelechokardiografie
    • Durch die Einspritzung von Kontrastmittel lassen sind Löcher in der Herzscheidewand besser erkennen. Auch die Durchblutung des Herzmuskels und die regionale Wandbewegung können durch Kontrastmittel besser erfasst werden.
  • IVUS = Intravaskulärer/ intravasalen Ultraschalluntersuchung (bei der PTA wird zusätzlich eine kleine Ultraschallsonde in das Gefäß eingeführt mit der die Wandveränderung gemessen werden kann)
  • ICE = Intrakardiale Echokardiographie

Vorteile der Echokardiografie


Die Echokardiografie erlaubt innerhalb kürzester Zeit eine nichtinvasive, patientenschonende eingehende Untersuchung des Herzens. Die Größe der einzelnen Herzkammern, die Pumpfunktion und die Funktion der einzelnen Herzklappen sind gut erkennbar. Auch Herzfehler können recht schnell und sicher erkannt werden. Mit der Echokardiografie lassen sich Herzfehler eines Kindes bereits im Mutterleib erfassen.

Mittels Echokardiografie nicht erkennbar


Die entscheidende Lücke der Echokardiografie ist die Beurteilung der Kranzgefäße. Diese sind gar nicht oder nur indirekt durch eventuelle Wandbewegungsstörungen einschätzbar.

Literatur


  • Kompendium Echokardiographie, m. CD-ROM:
    • Leitfaden zur Aus-, Fort- und Weiterbildung. Hrsg. v. Stefan Pfleger, Franz Metzger u. Karl K. Haase. 2003. XVI, 168 S. m. 45 Abb. 23 cm. Kartoniert. 361gr.
    • ISBN 3-8047-1964-3, KNO-NR: 11 70 78 83 -WISSENSCHAFTLICHE VERLAGSGES.-
  • Böhmeke, Thomas: Checkliste Echokardiographie.
    • Reihe begr. v. Felix Largiader, Alexander Sturm u. Otto Wicki. Checklisten der aktuellen Medizin. 3., überarb. **erw. Aufl. 2001. VIII, 250 S. m. 563 z. Tl. farb. Abb. 18,5 cm. Kunststoff. 285gr.
    • ISBN 3-13-129403-5, KNO-NR: 05 40 58 62 -THIEME, STUTTGART- 39.95 EUR
  • Köhler, Ekkehart; Tataru, Mira-Christine: Klinische Echokardiographie, m. CD-ROM.
    • Lehrbuch und Video-Atlas. 5., neubearb. u. erw. Aufl. Nachdr. 2001. XI, 811 S. m. 1038 SW- u. 522 Farbabb. 24,5 **cm. Gebunden. 2168gr.
    • ISBN 3-13-124995-1, KNO-NR: 01 56 51 03 -THIEME, STUTTGART; ENKE- 229.00 EUR

Weblinks


  • http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/herzultraschall_echokardiographie.htm
  • http://www.dgk.org/leitlinien/EchoKardiographie.html
  • http://www.madeasy.de/4/echodida.htm Wie kann man die Echokardiografie lernen ?
  • http://www.zwai.net/pflege/Intensiv/Journal/Intensivmedizin/TEE_in_der_Intensivmedizin/ TEE in der Intensivmedizin

Kardiologie | Bildgebendes Verfahren

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