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Wappen Karte
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Basisdaten
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Bundesland: Oberösterreich
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Politischer Bezirk: Gmunden (GM)
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Fläche: 195 km²
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Einwohner: 8.278 (1. Januar 2004)
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Höhe: 443 m ü. NN
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Postleitzahl: 4802
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Vorwahl: 06133
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Geografische Lage:
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Gemeindekennziffer: 40704
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Verwaltung: Marktgemeinde Ebensee
Hauptstraße 34
4802 Ebensee

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Offizielle Website:
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Politik
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Bürgermeister: Herwart Loidl (SPÖ)
Ebensee ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Gmunden im Traunviertel mit 8.472 Einwohnern. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Bad Ischl.

Geografie


Ebensee liegt auf 443 m Höhe im Traunviertel am Südufer des Traunsees. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 22,1 km, von West nach Ost 15,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 194,5 km². 63,7 % der Fläche sind bewaldet. Ortsteile der Gemeinde sind: Ebensee, Kohlstatt, Lahnstein, Langwies, Oberlangbath, Plankau, Rindbach, Roith, Trauneck, Unterlangbath.

Wappen


Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Blau eine goldene, eingebogene Spitze; darin auf grünem Boden ein grüner Nadelbaum, dahinter eine blau-silberne, gewellte Wasserfläche und ein grauer, felsiger Berg. In den Oberwinkeln rechts drei silberne, eins zu zwei gestellte Salzstöcke, links eine goldene, aufrechte Spitzhacke. Übergelegter roter Balken, darin aus den Schildrändern wachsende, mit schwarzen Ärmeln und goldenen Manschetten bekleidete Treuhände.Gemeindefarben: Grün-Weiß-Rot

Geschichte


Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte die Gegend seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. 1604 entstand die Saline Ebensee. Im Jahr 1625 hatte Ebensee schon 1000 Einwohner. 1786 wurde Ebensee selbständige Pfarre.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Im November 1943 wurde das Konzentrationslager Ebensee als Nebenlager des KZ Mauthausen errichtet. Das Projekt Zement sollte der Verlegung der Raketenversuchsanstalt Peenemünde in eine bombengeschützte Umgebung ermöglichen. Die Befreiung des Lagers erfolgte am 6. Mai 1945 durch amerikanische Truppen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde auf dem Gelände des Konzentrationslagers ein DP-Lager eingerichtet für jüdische so genannte "Displaced Persons". Aufgrund von Spannungen zwischen den polnischen und den jüdischen Lagerbewohnern wurden die meisten jüdischen DPs nach Bad Gastein verlegt.

Ebenso während der Kriegsjahre wurde in den Salzstöcken geheime Lager errichtet, wo die Kunstschätze der Wiener Museen untergebracht wurden, um sie einerseits vor Kriegsschäden zu bewahren und sie notfalls auch weiter verschieben zu können. Zurückdrängende Militäreinheiten der Wehrmacht bei Kriegsende sollten die Salzstöcke sprengen, wobei die Schätze vernichtet worden wären. Dies wurde aber durch Widerstandskämpfer verhindert.

Seine wirtschaftliche Existenz verdankt Ebensee der Salzproduktion. 1607 wurde das erste Sudhaus errichtet, damit war die weitere Geschichte des Ortes untrennbar mit dem "Pfannhaus" verbunden. Als sich dazu Jahrzehnte später mit den Solvay-Werken ein weiterer salzverarbeitender Grossbetrieb in Ebensee ansiedelte, waren Industriearbeitsplätze die wichtigste Erwerbsquelle der regionalen Bevölkerung. Dazu kamen florierende mittelständische Betriebe, etwa in der holzverarbeitenden Industrie, aber auch eine Vielzahl von Nahversorgern, die Ebensee zu einem ungeahnten Aufschwung verhalfen. Zwischenzeitlich musste die lokale Wirtschaft struktur- und globalisierungsbedingten Entwicklungen Rechnung tragen. In den letzten Jahren konnte allerdings eine Trendumkehr erreicht werden und mit der Ansiedelung neuer Betriebe scheint eine positive wirtschaftliche Zukunft gesichert. Ehrgeizige Initiativen sollen die Tourismuswirtschaft ankurbeln und Ebensee mit seinem attraktiven Gästeangebot auch im Fremdenverkehr neu positionieren.

23.9.1963 sprengten italienische Terroristen das Löwendenkmal an der Traunkirchnerstraße und zündeten Bomben.
30.09.2005 schließt Solvay die Sodaproduktion.

Chronik der Marktgemeinde Ebensee

(nach Information unter *.)

  • 1447 - Erste urkundliche Erwähnung Ebensees
  • 1597-1604 - Bau der Soleleitung von Hallstatt nach Ebensee = älteste Pipeline der Welt
  • 1604 - Gründung der Saline Ebensee
  • 1607 - Beginn der Salzproduktion
  • 1729 - Bau der katholischen Kirche; untersteht dem Kloster Traunkirchen
  • 1733 - „Faschingdienstagrevolte“; Aufstand der Salinenarbeiter, da man ihnen den freien Faschingdienstag nehmen wollte
  • 1771 - Ebensee wird Vikariat
  • 1786 - Ebensee wird selbstständige Pfarre
  • 1835 - Großbrand zerstört die Saline, zahlreiche Häuser und den Kirchturm
  • 1848 - Märzrevolution; in Ebensee wird eine Nationalgarde aufgestellt

  • 1866 - Errichtung des ersten Telegrafen in Ebensee
  • 1939-1945 - Im Zweiten Weltkrieg sind 289 Ebenseer gefallen und 90 vermisst;
  • 1943 - In Ebensee wird ein KZ errichtet, Tarnname: „Lager Zement“
  • 1945 - Am 6. Mai wird das KZ Ebensee durch amerikanische Soldaten befreit
  • 1951 - * Traunverbauung Hochwasserschutz
  • 1953 - Einweihung der evangelischen Kirche
  • 1954 - Errichtung der neuen Spannbetonbrücke über die Traun (Modell im Technischen Museum Wien)
  • 1957 - 350-Jahr Feier des Ortes
  • 1963 - (23. September) Sprengstoffanschläge auf Saline, Feuerkogelseilbahn und Löwendenkmal (Straße nach Traunkirchen)
  • 1973 - Eröffnung des neuen Rathauses samt Nebeneinrichtungen
  • 1979 - Umwandlung der Saline in eine AG; Eröffnung der neuen Groß-Saline in Ebensee/Steinkogel; Eröffnung des Heimatmuseums im „Salinenverwesamt“
  • 1986 - Eröffnung der neuen Feuerkogel-Seilbahn
  • 1987 - Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Prato
  • 1988 - Ebensee wird „Jugendfreundlichste Gemeinde Oberösterreichs“
  • 1995 - Große internationale 50-Jahr Feier der Befreiung des KZ-Ebensee
  • 1996 - Eröffnung des KZ-Gedenkstollens
  • 2001 - Eröffnung des Zeitgeschichtemuseums

  • 2002 Ebensee wird „Fahrradfreundliche Gemeinde“ sowie „Klimabündnisgemeinde“
  • 2004 - 2005 Ebensee erhält einen neuen Hochwasserschutz
  • 2005 - Ebensee wird erste „attac-Gemeinde“ Österreichs; Schließung der Soda-Produktion bei Solvay

Politik


Bürgermeister ist Herwart Loidl (SPÖ).

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 8800 Einwohner, 2001 8500 und 2004 dann 8278.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • Katholische Pfarrkirche Ebensee, der Barockbau ist ein Werk des Linzer Baumeisters J. M. Prunner
  • Museum (Heimathaus) Ebensee
  • ''Bauernhaus in Roith
  • Zeitgeschichtemuseum Ebensee
  • KZ Gedenkstollen auf dem Gelände des ehemaligen "Arbeitslagers Zement" nahe der Finkerleiten-Siedlung ca. 3 km südöstlich des Ortes
  • Kino Ebensee - Kulturstätte/House of Music & Film, Programmkino (Filmfestival Festival der Nationen), Konzerte Rock/Pop/World

Söhne und Töchter der Stadt


Naturdenkmäler


  • Gaßl-Tropfsteinhöhle (Schauhöhle) unterhalb des Gaßlkogels.

Ansässige Unternehmen


  • Salinen Österreich, Salzproduktion
  • Solvay Österreich GmbH, Chemische Industrie
  • MuKi
  • Interplan Bauprojekte Gmbh

Weblinks


Ort in Oberösterreich

Ebensee | Ebensee | Ebensee | Ebensee

 

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