Die ETH-Bibliothek, gleichzeitig mit der jetzigen Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) 1855 in Zürich gegründet, ist die grösste Bibliothek der Schweiz und erfüllt eine Doppelfunktion: Einerseits ist sie die zentrale Hochschulbibliothek der ETH Zürich, andererseits fungiert sie als nationales Zentrum für naturwissenschaftlich-technische Information.
Die Sammelgebiete entsprechen den Forschungs- und Lehrgebieten an der ETH Zürich; auch zu den einschlägigen Forschungs- und Entwicklungsbereichen der Schweizer Industrie werden Informationsquellen gesammelt. Die Dienstleistungen und Angebote der ETH-Bibliothek können auch von allen Bürgerinnen und Bürgern ausserhalb der Hochschule in Anspruch genommen werden.
Die ETH-Bibliothek ist beteiligt an der webbasierten Katalogdatenbank NEBIS (Netzwerk von Bibliotheken und Informationsstellen in der Schweiz). In NEBIS sind die Bestände der ETH-Bibliothek sowie die Medien von über 80 weiteren Schweizer Bibliotheken (auch der Zentralbibliothek Zürich und der EPFL) nachgewiesen. Gegenwärtig sind rund 3 Mio. Titel verzeichnet. Recherchieren und bestellen von Dokumenten ist online rund um die Uhr möglich. NEBIS verwendet die Katalogsoftware Aleph der Firma Ex Libris und ist Teil des Informationsverbunds Deutschschweiz, des Verbunds der Universitätsbibliotheken in der deutschsprachigen Schweiz.
Die aktuellen Informationsbedürfnisse aller Mitglieder der ETH Zürich werden grundsätzlich von der ETH-Bibliothek abgedeckt. Die Informationsquellen reichen von traditionellen Medien wie gedruckten Büchern bis hin zu umfangreichen elektronischen Informationsangeboten. Allen Angehörigen der ETH Zürich stehen campusweit gegenwärtig mehr als 7.700 Zeitschriftentitel, etwa 153 Datenbanken, ungefähr 4900 E-Books, Handbücher und Nachschlagewerke zur Verfügung. Zur Sammlung elektronischer Publikationen von ETH-Angehörigen, der ETH E-Collection, gehören auch die ETH-Dissertationen online. Alle Dokumente können direkt vom persönlichen Arbeitsplatz aus recherchiert werden. Ein nicht geringer Teil dieser elektronischen Angebote ist auch für Nichtangehörige der ETH Zürich frei zugänglich. Das aktuelle Angebot kann auf der Homepage der ETH-Bibliothek eingesehen werden.
Über den Bibliothekskatalog erfolgt auch der Einstieg in die Bestellung von elektronischen Kopien von Zeitschriftenartikeln. Der Besteller erhält die Kopien per E-Mail direkt als pdf-Datei. Alle eingehenden Aufträge werden innerhalb von 24 Stunden bearbeitet. Für die Angehörigen der ETH Zürich ist dieser Service kostenlos; für Studierende und Externe kostenpflichtig.
Die Spezialsammlungen der ETH-Bibliothek, i.e. Alte Drucke, Archive und Nachlässe, Bildarchiv, Kartensammlung, verfügen über umfangreiche Bildbestände (mehr als 1,2 Millionen Einheiten), mehr als 335.000 moderne topografische und thematische Karten, seltene alte Drucke mit hervorragenden Werken des 15. bis 20. Jahrhunderts, handschriftliche Nachlässe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie das Verwaltungsarchiv der ETH Zürich, das die Geschichte der Hochschule dokumentiert. Weiter betreuen sie die Spezialmedien wie Sprachkurse und Mikroformen.
Stand: (31. Dezember 2005)
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