ESCON (Enterprise Systems Connection) ist der Name eines Datenübertragungsprotokolls, mit dem vorzugsweise die Datenspiegelung von speziellen Festplattenlaufwerken lokaler Rechnernetze zur Datensicherung durchgeführt wird. Ein ESCON-Kanal überträgt 17 MB/s im Halbduplex-Modus über Entferungen bis zu 43 Kilometern.
Da viele Großrechner 50 und mehr ESCON-Kanäle zur Datensicherung benötigen, führt dies zu erheblichen Glasfaserkosten. In der Entwicklung sind WDM-Systeme für den Metro- und Citybereich, die mehr als 10 Gbit/sec transportieren können, um auch Notfallrechenzentren in eine Datenspiegelung einbeziehen zu können. Da die Grunddatenrate nicht in die Payload eines STM-1-Signals passt, und die Verwendung eines verketteten STM-4C-Signals wegen fehlender Auslastung unwirtschaftlich ist, wird nun daran gearbeitet, einen effektiven standardisierten Mechanismus für die Adaption dieser Datenrate im OTN zu schaffen. Alternativ kann ein proprietäres Verfahren zur Rahmung verwendet werden, was dann aber die Verwendung datenraten- und rahmungsunabhängiger Optischer Verstärker voraussetzt.
Mit FICON wurde ein Protokoll definiert, das ESCON über Fibre Channel implementiert um die Transferraten zu erhöhen.
Siehe auch: Optical Metro Network