triebwagen_end1.jpg]] Die Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf (END) war eine Überlandstraßenbahn von Esslingen am Neckar über Nellingen nach Denkendorf. Sie wurde am 18. Dezember 1926 eröffnet und war damit der letzte Streckenneubau einer Straßenbahn im damaligen Deutschen Reich. Die Bahn begann in Esslingen auf dem Bahnhofsvorplatz, überquerte auf der Pliensaubrücke den Neckar und erreichte über die Serpentinen der Zollbergstraße Nellingen auf den Fildern (Höhenunterschied ca. 130 m). Sie führte weiter bis Denkendorf am Rande des Körschtals.
Drei Jahre später, am 21. September 1929, wurde eine in Nellingen abzweigende Streckenerweiterung nach Neuhausen über Scharnhausen eröffnet. Betriebsmittelpunkt war die Wagenhalle mit Werkstatt in Nellingen.
Aus wirtschaftlichen Gründen, deren Berechtigung damals ebenso wie noch heute bezweifelt wird, wurde der Gesamtbetrieb am 28. Februar 1978 eingestellt. Das Depot in Nellingen und ein Großteil des Fuhrparks blieben aber zunächst unverändert erhalten, da der Amateurverein Straßenbahnmuseum Stuttgart e.V. Pläne verfolgte, auf dem Abschnitt Nellingen – Neuhausen eine Museumsstraßenbahn einzurichten. Da Stadt Ostfildern aber andere Pläne für das Gelände an der Halle und die Hindenburgstraße, wo die Bahn zuletzt ein großes Verkehrshindernis war, hatte, und der Verein sich andererseits zunächst weigerte, auf ein Alternativgelände am Nellinger Ortsausgang auszuweichen und es sich schließlich mit Stadt und politischen Gremien durch inakzeptable Pläne verscherzte, kam schließlich am 2. Dezember 1981 das Aus für das Museumsprojekt. Der Verein zog mit einem Teil der Fahrzeuge ins badische Schönau, wo er 1995 ein unrühmliches Ende fand. Die Wagenhalle in Nellingen wurde abgebrochen. An gleicher Stelle entstand nach den ursprünglichen Bauprinzipien ein Kulturzentrum, die Halle.
Die neueren Wagen von 1958 wurden an die Rittnerbahn auf den Ritten bei Bozen verkauft, von den älteren Fahrzeugen werden die Wagen Nr. 4 (restauriert auf den Zustand von ca. 1930) und Nr. 2 (im Zustand von 1978) im Straßenbahnmuseum Stuttgart-Zuffenhausen und Wagen Nr. 8 im Hannoverschen Straßenbahnmuseum erhalten.
In jüngerer Zeit wurden Überlegungen angestellt, die inzwischen bis Nellingen führende Stuttgarter Stadtbahn bis nach Esslingen zu verlängern.
Die Betreibergesellschaft der ehemaligen Straßenbahnlinie besteht weiterhin. An der END Verkehrsgesellschaft GmbH sind die Städte Esslingen (37,5 %) und Ostfildern (25 %), die Stuttgarter Straßenbahnen AG sowie die Gemeinden Denkendorf und Neuhausen (je 12,5 %) beteiligt. Die END verfügt derzeit über fünf Buslinen, besitzt jedoch keinen eigenen Fuhrpark. Der Betrieb der Linen erfolgt durch den Städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen (119, 120, 121) sowie durch die Stuttgarter Straßenbahnen, in deren Auftrag wiederum Subunternehmer tätig sind (122, 131).
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"Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf".
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