EEPROM (Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory, wörtlich: elektrisch löschbarer, programmierbarer Nur-Lese-Speicher) ist ein nichtflüchtiger, elektronischer Speicherbaustein, der unter anderem in der Computertechnik und dort hauptsächlich in eingebetteten Systemen eingesetzt wird. Früher wurde dieser Bausteintyp mittels eines Programmiergerätes mit beliebigen Daten gefüllt, inzwischen kann dies auch von der angeschlossenen CPU im System bewerkstelligt werden.
Im Gegensatz zu einem EPROM kann der Inhalt eines EEPROMs elektrisch gelöscht werden. Bei EPROMs ist zum Löschen eine UV-Lampe nötig, EEPROMs können im Programmiergerät oder im System gelöscht werden. Der Löschvorgang dauert deshalb nur einige Sekunden - verglichen mit 10 bis 30 Minuten beim EPROM. Dabei wird das EEPROM durch einen hohen Spannungspuls, der die Ladung der Sperrschicht in den Ursprungszustand versetzt, gelöscht. Dieser Vorgang löscht sämtliche Speicherzellen zugleich (Bulk-Erase = Blocklöschen). Ein EEPROM besteht aus einer Feldeffekt-Transistorenmatrix mit isoliertem Floating Gate, in welcher jeder Transistor ein Bit repräsentiert. Beim Programmiervorgang wird auf dem Gate eine Ladung gespeichert (der Transistor sperrt). Beim Löschen wird diese Ladung wieder entfernt.
Nach dem „Brennvorgang“ des EEPROMs werden die geschriebenen Daten durch ein Bitmuster geladener / ungeladener Transistoren repräsentiert. Diese Daten lassen sich nun beliebig oft auslesen. Die Lesespannung liegt dabei unterhalb der Programmierspannung. Die Anzahl der möglichen Schreibvorgänge ist allerdings begrenzt. Die Hersteller garantieren typischerweise mindestens 1.000.000 Schreibzyklen (Stand 2006). Früher war zum Programmieren eine höhere Spannung erforderlich, diese wird inzwischen bausteinintern erzeugt.
EEPROMs können wie Flash-Speicher byteweise beschrieben werden. Ein Nachteil von Flash-Speicher ist allerdings, dass er vor dem Schreiben nur blockweise gelöscht werden kann (wobei die Blockgröße variiert). Andererseits kann Flash-Speicher deutlich schneller beschrieben werden: Ein Schreibzyklus benötigt hier nur zwischen 1µ und 1ms, im Gegensatz zu 1ms bis 10ms bei EEPROMs. EEPROMs verwendet man deshalb bevorzugt, wenn einzelne Datenbytes in größeren Zeitabständen verändert und netzausfallsicher gespeichert werden müssen (z.B. Konfigurationsdaten oder Betriebsstundenzähler).
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