ECVET – European Credit System for Vocational Education and Training – ist ein Leistungspunktesystem schulischer Lernleistungen und auch beruflicher Erfahrungen, das in Gremien der EU-Kommission bis 2006 erarbeitet wird. Das Ziel ist, Transparenz, Vergleichbarkeit, Transferierbarkeit und wechselseitige Anerkennung von beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen auf verschiedenen Niveaus zu fördern. Dazu sollen Grundsätze für Prüfungen und ein Leistungspunkte-Transfersystem für die berufliche Bildung entwickelt werden.
Qualifikationen sollen dabei – anders als im ECTS der Hochschulen – nicht durch den für ihren Erwerb notwendigen Aufwand, sondern durch die erzielten Lernergebnisse und Kompetenzen beschrieben werden. Wohl um eine Überdeckung mit möglichst vielen auf nationaler Ebene etablierten Bewertungsverfahren zu erreichen, können in die Definition der ECVET-Niveaus ganz disparate Bewertungskriterien eingehen wie
Die Disparität der Bewertungskriterien führt allerdings dazu, dass gleiche Berufsqualifikationen auf ganz unterschiedlichen Niveaus eingeordnet werden können. Die Entwicklung von ECVET setzt insofern einen europäischen Konsens zu Überprüfungsverfahren erworbener Kompetenzen und zur Qualitätssicherung des Systems voraus.
(Vgl. auch EQF)