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EADS
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Konzerninformation
Name EADS N.V.
Rechtlicher Firmensitz Schipol-Rijk, Niederlande
Organisatorische Hauptsitze Ottobrunn bei München Paris
Firmeninformation
Unternehmensform Aktiengesellschaft nach niederländischem Recht (N.V.)
Firmenname European Aeronautic Defence and Space Company
Gründungsdatum 10. Juli 2000
Gründungsort
Firmensitze Ottobrunn bei München Paris
Mitarbeiter ca 113.000 (2006)
Umsatz ca. 34,2 Mrd. Euro (2005)
Adresse
Kontaktadresse EADS AG 81663 München
Telefon 089/607-0
Fax
E-Mail
Webseite www.eads.net
EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) ist ein niederländischer Konzern mit über 113.000 Beschäftigten (2005), mehr als 70 Produktionsstandorten in Europa und 35 Außenbüros weltweit und ist mit einem Umsatz von 34,2 Milliarden Euro (2005) nach Boeing das zweitgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. Der Konzern ging am 10. Juli 2000 aus einer Fusion der deutschen DASA (DaimlerChrysler Aerospace), der französischen Aérospatiale-Matra und der spanischen CASA (Construcciones Aeronáuticas S.A.) hervor. Sitz der Deutschlandzentrale des Konzerns ist Ottobrunn bei München.

Geschichte


Jahr 2000

Mit dem Tag des 10. Juli 2000 beginnt die Geschichte des größten europäischen Luft-und Raumfahrtkonzerns. Er entsteht aus einer Fusion der deutschen Dasa (DaimlerChrysler Aerospace), der französischen Aérospatiale-Matra und der spanischen CASA (Construcciones Aeronáuticas S.A.). Dabei werden 30% der Aktien an den Börsen ausgegeben, ebenfalls je 30% halten die Lagardère-Gruppe zusammen mit dem französischen Staat und Daimler Chrysler. Des weiteren hält die spanische SEPI 5,5%. Der Rest der Anteile liegt bei Kleinaktionären (Streubesitz). Im gleichen Jahr übernehmen der Deutsche Rainer Hertrich sowie der Franzose Phillippe Camus die Positionen der Vorsitzenden (Chief Executive Officers). Auf Grund von Uneinigkeiten zwischen den Anteilhabern von Airbus und der Separierung von BAE Systems integriert die EADS zu 80% das Unternehmen Airbus, 20% hingegen verbleiben bei BAE Systems. Aus diesem Grund trägt Airbus folgenden Untertitel: an EADS joint venture with BAE SYSTEMS. Ende des Jahres verkündet Airbus nun offiziell den Start des A380-Programms, da bereits 50 feste Kaufzusagen eingegangen sind.

Jahr 2001

Auch im Jahr 2001 versucht EADS kontinuierlich neue Kooperationen einzugehen, d.h. so genannte Joint Venture zu gründen. Daraus resultiert das Gemeinschaftsunternehmen zwischen der EADS und Thales Nederland. Zusammen erstellen die beiden Unternehmen Marinekampfsysteme und verdeutlichen die Vielfältigkeit der EADS. Auch MBDA resultiert aus diversen Unternehmen wie EADS Aerospatiale Matra Missiles, Matra BAE Dynamics und Alenia Marconi Systems. Dieses Unternehmen beschäftigt sich mit der Herstellung von Flugkörpern, die unter anderem für den Eurofighter EF 2000, der Dassault Rafale und die Saab JAS-39 Gripen hergestellt werden. Ebenfalls im Jahre 2001 wird die EADS Aeroframe Services LLC gegründet. Dieses Joint Venture zwischen EADS (81%) und Northrop Grumman (19%) ist für die Betreuung für alle in Nord- und Südamerika operierenden Airbus-Flugzeuge zuständig. Nach der Entscheidung der polnischen Regierung, ihre Streitkräfte durch die Produkte der EADS aufzurüsten (u.a. durch die C-295) erwirbt die EADS 85% des Aktienkapitals von "PZL Warsawa Okecie" und integriert das Unternehmen nun vollständig in die EADS mit der neuen Bezeichnung "EADS PZL". Die EADS wird durch ein gesteigertes Auftragsvolumen, in Form von Neuaufträgen beim A380,beim A400M und beim Eurocopter Tiger stetig gefestigt.

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Jahr 2002

Neben zahlreichen Neuvorstellungen und Erstflügen ( A318, EC 145, Eurocopter Tiger, Eurofighter Typhoon) beginnt die Produktion des europäischen Flagschiffs A380 und es erfolgt die Genehmigung der EU zum Bau eines eigenen Satellitennavigationssystems namens Galileo. Auch 2002 kann EADS seinen Umsatz erneut durch Hinzugewinnung vieler neuer Aufträge, vor allem im militärischen Sektor und in der Zusammenarbeit mit der USA steigern.

Jahr 2003

Erstmals gelingt es Airbus, dem Hauptkonkurrenten Boeing im Bereich der Billigflieger, durch den Vertrag über 120 Airbus A319 mit easyJet, Markt abzugewinnen. Des weiteren übernimmt EADS nun vollständig die Führung an Astrium und Paradigm, da sie etwaige Anteile von BAE Systems abgekauft haben. Ein weiterer Meilenstein der EADS in diesem Jahr ist die Aufnahme in den MDAX Aktienindex. Die größere Marktpalette und die Vielfältigkeit der EADS zwingen das Unternehmen zur Neustrukturierung. Dabei geht als eine der 5 Divisionen die EADS Defence and Security Systems hervor. Ziel der neuen Division ist die Bündelung der militärischen Geschäftsfelder des Unternehmens. So werden ihr unter anderem die Geschäftsbereiche Military Aircraft, Defence Electronics, Defense and Communications Systems, Missiles und Services unterstellt. Weiterhin ist das Jahr 2003 durch zahlreiche neue Aufträge und einer globalen Erweiterung des Unternehmens vor allem in den USA und Russland geprägt. Der Erfolg von EADS spiegelt sich auch in dessen Auslieferungen wieder. So wurde erstmals in der Geschichte der Luftfahrt das Auftragsvolumen von Boeing übertroffen und Airbus somit zum Marktführer erkoren.

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Jahr 2004

Neben der stetig besseren Zusammenarbeit der Geschäftsfelder der EADS harmoniert nun zunehmend auch die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Regierungen und den europäischen Luftfahrtgesellschaften mit der EADS, was sich vor allem an gesteigerten Aufträgen an diese widerspiegelt. (siehe Aufträge Eurofighter Typhoon oder A330-200MRTT). Auch der globale Ausbau wird durch die Gründung der EADS Russland bestätigt, dem ersten Konstruktionszentrum von Airbus außerhalb den Gründungsländern. Ende des Jahres wird von der EADS und BAE Systems die Vermarktung des A350 beschlossen, dem ersten Flugzeug, dass seit langer Zeit Kritik ernten sollte. Begründet ist diese Kritik vor allem dadurch, dass dieses Flugzeug zu wenig Innovationen hervorbringt und dadurch der größte Konkurrent Boeing, mit dem Entwurf der Boeing 787 Dreamliner, dem Konzern EADS wichtigen Markt abschlägt.

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Jahr 2005

Das Jahr 2005 ist vor allem durch die Enthüllung des Airbus A380 geprägt. Aber auch andere wichtige Produkte, wie der Eurofighter Typhoon werden nun erstmalig in der Endkonfiguration an die Endkunden ausgeliefert. Nach heftigen internen Auseinandersetzungen werden Thomas Enders und Noël Forgeard gleichberechtigte Präsidenten von EADS, während Gustav Humbert die Leitung von Airbus übernimmt. Als Konsequenz werden innerhalb der EADS-Führungsriege ebenfalls zwei Chief Operating Officers - jeweils für Strategie, Internationales Geschäft sowie Finanzen - bestimmt. Dies sind zum einen der Franzose Jean-Paul Gut und zum anderen der Deutsche Hans-Peter Ring.

Jahr 2006

Im Frühjahr gerät EADS im Zusammenhang mit der Affäre Clearstream II in Frankreich in die Schlagzeilen. Im Mai 2006 gibt der EADS-Vizepräsident Jean-Louis Gergorin zu, Autor anonymer Briefe an Untersuchungsrichter zu sein, in denen Nicolas Sarkozy und andere Politiker fälschlich verdächtigt wurden, über Geheimkonten bei Clearstream Schmiergelder kassiert zu haben. Gergorin wird von seinem Posten bei EADS suspendiert. Zuvor waren im April 2006 die Büros von Gergorin und anderen EADS-Managern von der französischen Justiz durchsucht worden. Im Sommer gerät der Co-Chef von EADS Noël Forgeard in die Schlagzeilen als bekannt wird, dass er Optionen im Wert von mehr als einer Mio. € etwa zwei Wochen vor Bekanntwerden der Verschiebung des geplanten Auslieferungstermins des neuen Modells A380 verkauft hat, was allgemein als Anzeichen für ein Insidergeschäft gewertet wird. Forgeard streitet dies ab und gibt seinem deutschen Kollegen die Schuld für die Verzögerungen. Am 2. Juli 2006 gibt er seinen Rücktritt bekannt. Nachfolger von Forgeard wird der bisherige Chef der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF Louis Gallois. Gleichzeitig tritt Gustav Humbert von seiner Funktion als Chef von Airbus zurück. Sein Nachfolger wird Christian Streiff.

Divisionen


Airbus

Airbus ist die größte EADS-Division. Die Typenfamilie der Airbus-Passagierflugzeuge reicht vom kleinsten Airbus A318 bis zum größten Airbus, dem ab Ende 2006 ausgeliefterten Airbus A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt. Das Unternehmen gehört zu 80% der EADS, jedoch hat BAE-Systems im April 2006 bekannt gegeben , dass sie ihren 20%igen Anteil an Airbus an EADS abtreten wollen um im Gegenzug sich am Rüstungsmarkt in den USA etablieren zu können.

IMG_2850.JPG an die Bundeswehr übergeben werden.]]

Military Transport Aircraft

"Die Division Military Transport Aircraft (Militär-Transportflugzeuge) baut die leichten bis mittleren Transporter C-212, CN-235 und C-295, die in rund 50 Ländern weltweit Dienst tun. Sie ist auch für die A400M verantwortlich, den neuen Militärtransporter, der Airbus-Technologie und Fertigungsverfahren nutzt. Der Start dieses Programms ist Ende Mai 2003 erfolgt." (Zitat von www.eads.net)

Eurocopter (vorher Aeronautics)

"In der Division Aeronautics sind der Weltmarktführer für zivile Hubschrauber, Eurocopter, die Turboprop-Regionalflugzeuge der ATR-Familie, die leichten Sport- und Reiseflugzeuge von EADS Socata sowie mit EADS Sogerma Services die Service- und Wartungsaktivitäten, mit EADS EFW die Kapazitäten für den Umbau von Passagier- zu Frachtflugzeugen sowie Fertigungsbereiche für Aerostructures zusammengefaßt." (Zitat von www.eads.net)

IMG_2847.JPG, der neueste Lenkflugkörper der EADS, konzipiert und gebaut in der Division Defence & Security Systems.]]

Defence & Security Systems

"Die Defence & Security Systems Division umfasst in ihrem Bereich Lenkwaffen neben der EADS/LFK vor allem die MBDA, den weltweit zweitgrößten Hersteller von Lenkflugkörpern. In ihrer neuen Ausrichtung zählt die Business Unit Militärflugzeuge, die den größten Anteil am Eurofighter-Programm hat, ebenso dazu wie das Angebot von hochentwickelter Verteidigungselektronik und Sicherheits-Kommunikationssystemen für zivile und militärische Anwendungsbereiche. Die Business Unit Services bedient die wachsende Nachfrage nach ausgelagerten Dienstleistungsaufgaben für Militär- und Sicherheitsbereiche." (Zitat von www.eads.net)

Space

Das Tochterunternehmen Astrium --an EADS Company befasst sich mit Raumfahrtanwendungen. Bis vor kurzem firmierte es unter dem Namen EADS Space. Bis Mai 2006 war es in drei weitere Tochterunternehmen gegliedert. Seither bilden zwei Unternehmen Organisationseinheiten, das dritte wird weiterhin als 100-prozentige Tochtergesellschaft geführt:

  • Die Organisationseinheit Astrium Satellites, vormals das Unternehmen EADS Astrium, baut Satelliten.
  • Die Organisationseinheit Astrium Space Transportation, vormals das Unternehmen EADS Space Transportation, ist maßgeblich an der Entwicklung und Bau der Ariane-Rakete beteiligt.
  • Das Tochterunternehmen Astrium Services, vormals EADS Space Services, ist ein Satellitenbetreiber.

Standorte


Nordamerika

Südamerika

Europa

Weblinks


Flugzeughersteller | Raumfahrtunternehmen | Rüstungshersteller

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