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Der Film E. T. – Der Außerirdische ist einer der kommerziell erfolgreichsten Spielfilme. Regisseur Steven Spielberg kombiniert darin Elemente des Science-Fiction-, Märchen- und Horror-Genres und legt die Handlung in eine namenlose, amerikanische Vorstadt in das Haus einer namenlosen Durchschnittsfamilie.

Handlung des Films


Der 10-jährige Elliott freundet sich mit einem Außerirdischen an, der im Haus von Elliotts Familie Unterschlupf sucht. Beide sind einsam: Elliott vermisst seinen Vater, der sich aus dem Staub gemacht hat, und E. T. vermisst seine Gefährten, die ihn „3 Millionen Lichtjahre von Zuhause“ entfernt auf der Erde zurückgelassen haben. Die beiden erleben mal komische, mal tragische Abenteuer, während E. T. sein Heimweh ausdrückt, indem er „nach Hause telefonieren“ will. Gemeinsam mit seinen Geschwistern Gertie und Michael versucht Elliott den ungewöhnlichen Freund vor der Welt der Erwachsenen zu beschützen – dazu zählt auch ihre Mutter Mary, die sie erst ganz zum Schluss einweihen. Die größte Bedrohung geht jedoch von herumschnüffelnden Regierungsvertretern aus, die E. T. zu Forschungszwecken einfangen wollen. Eine dramatische Fahrradverfolgungsjagd gipfelt darin, dass E. T. vor den Augen der Sicherheitsbeamten mit den Kindern in den nahen Wald entschwebt, wo sein Raumschiff bereits wartet.

Hintergrund


  • Bemerkenswert ist die originelle und ausdrucksstarke Puppenfigur des Außerirdischen (die sanften und weisen Gesichtszüge basieren auf Persönlichkeiten wie Albert Einstein und den Schriftstellern Carl Sandburg und Ernest Hemingway, mit den Grundzügen eines Katzengesichts kombiniert wurden). Entwickelt und umgesetzt wurde die Puppe von dem Italiener Carlo Rambaldi. Die eigentlichen Stars des Films sind jedoch die Kinderdarsteller. Allerdings gelang anschließend nur Drew Barrymore der Sprung in die Erwachsenen-Liga erfolgreicher Darsteller.

  • Steven Spielberg festigte mit diesem Film seinen weltweiten Bekanntheitsgrad und seinen Status als erfolgreichster Filmemacher. In der Liste der größten US-Kassenerfolge aller Zeiten steht E. T. seit 1982 in den Top Ten. Der „beste Disneyfilm, den Walt Disney nie gedreht hat“ (Variety) rührte sowohl Kinder, als auch Erwachsene und hat bis heute kaum etwas von seiner Ausstrahlung eingebüßt.

  • Auffällig ist die ungewohnte Perspektive des Films – die Kamera erzählt nahezu durchgängig aus der Sicht und auf Augenhöhe der Kinder bzw. des Außerirdischen. Erwachsene bleiben dagegen anonym, häufig sieht man sie oberhalb der Hüfte abgeschnitten. Tatsächlich feiert der Film Kinder als fantasievolle, selbständig denkende und handelnde Gruppe der Gesellschaft – kurz: als Hoffnungsträger. Wie in vielen seiner Filme, darunter Unheimliche Begegnung der dritten Art, Schindlers Liste und Terminal, legt Spielberg auch hier großen Wert auf Akzeptanz, erfolgreichen Dialog und friedliche Koexistenz zwischen Wesen verschiedener Identitäten.

  • Die außergewöhnliche Intensität, mit der Spielbergs E. T. Bilder und Musik auf die Zuschauergefühle loslässt, polarisiert allerdings das Publikum. Viele hassen den Film aus den gleichen Gründen, die von den Fans positiv hervorgehoben werden.

Auszeichnungen

  • Der Film erhielt Oscars für Tonschnitt, Spezialeffekte, Musik (John Williams) und Ton. Nominiert wurde er für die Kategorien Bester Film, Regie, Schnitt, Kamera und Originaldrehbuch.

Neufassung

Da sich sowohl Makeup-, als auch Spezialeffekte inzwischen enorm weiterentwickelt haben, schuf Spielberg mit der 2002 im Kino und auf DVD erschienenen 20th-Anniversary-Fassung eine digital überarbeitete Version.

Sie enthält fünf zusätzliche Minuten und einige Spezialeffekte, die im Originalfilm fehlen, weil sie damals technisch noch nicht möglich waren (darunter eine Szene, in der E. T. ein Bad nimmt). Außerdem wurden die Waffen der Sicherheitsbeamten in der Neufassung durch Funkgeräte ersetzt, da Spielberg zu der Überzeugung gelangte, der Einsatz von Waffen gegen Kinder sei unglaubwürdig. Auch Marys Kommentar zu Michaels Halloween-Kostüm „Du gehst nicht als Terrorist“ wurde unter dem Eindruck des 11. September umgeschrieben. Nun lautet ihr Satz: „Du gehst nicht als Hippie.“

Schleichwerbung

E. T. gilt als Vorreiter der Schleichwerbung (product placement). Im Film lockt Elliot den schüchternen Außerirdischen mit bunten Bonbons der Marke Reese’s Pieces in sein Zimmer. Die Verkaufszahlen dieser Bonbons schnellten daraufhin in die Höhe. (Ironischerweise hatte Smarties die Verwendung im Film abgelehnt, da man E.T. keine großen Erfolge zutraute.)

Audi setzte ein Fahrzeug des Modells Audi 5000 medienwirksam in Szene, Ataris Science-Fiction-Computerspiel Asteroids wird sogar namentlich erwähnt.

E.-T.-Storybook


1982 nahm Michael Jackson E. T. als Hörspiel für Kinder auf. Er erzählt – unterbrochen von Audioausschnitten aus dem Film – die Geschichte. Eingeleitet und beendet wird die Erzählung von zwei verschiedenen Versionen des Songs Someone In The Dark. Produzent war, wie bei Thriller, Quincy Jones. Wegen rechtlicher Probleme mit seiner damaligen Plattenfirma Epic, die gegen die Veröffentlichung bei MCA vorging, musste die Platte aber wieder recht schnell aus dem Handel genommen werden. Trotzdem gewann Jackson für seine außerordentliche Leistung einen Grammy „Bestes Hörspiel für Kinder“.

Trivia


Der Lehrer in Elliots Klasse wird von Harrison Ford gespielt. Ursprünglich war er auch in der Szene zu sehen, jedoch wurde dann der Film an einigen Stellen gekürzt.Harrison Ford hatte in den Pausen des Drehs von Blade Runner ausreichend Zeit, so dass er auf Bitten von Steven Spielberg die kurze Rolle übernehmen konnte.

Spielberg drehte den Film in chronologischer Reihenfolge, um die finale Szene zu intensivieren. Das gelang ihm auch. Die Emotionen der Darsteller in der Abreiseszene sind weitgehend real.

E.T. beinhaltet viele Star Wars Figuren. So wird die Figur des Meister Yoda als eine der Verkleidungen beim Halloween benutzt; an dieser Stelle zitiert John Williams in seiner Filmmusik auch Yodas Thema aus seinen Star Wars - Soundtracks. In Elliots Zimmer stehen viele Figuren aus dem Star Wars Universum, die er dem außerirdischen Besucher auch zeigt. George Lucas bedankte sich Jahre später mit der Integration von E.T.-Figuren in Episode I – Die dunkle Bedrohung. Hier sind die Wesen im Senat zu entdecken.

Literatur


  • Melissa Mathison, Linda Sunshine, Timothy Shaner, Steven Spielberg, et al.: E.T.: Der Außerirdische - Vom Konzept zum Klassiker. Die illustrierte Geschichte des Films und der Filmemacher * Der zwanzigste Jahrestag (OT: E.T. - The Extra-Terrestrial). Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-409-4

  • William Kotzwinkle, 1982 by MCA Publishing: E.T., "The Extra-Terrestrial in his Adventure on Earth", Roman zum Film. Deutsche Ausgabe 1982 by Paul Zsolnay Verlag Gesellschaft m.b.H., Wien/Hamburg, und Wilhelm Heyne Verlag GmbH&Co KG, München: "E.T. – Der Außerirdische"

Weblinks


Filmtitel | Filmtitel 1982 | US-amerikanischer Film | Science-Fiction-Film | Familienfilm

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