Eller ist ein Stadtteil Düsseldorfs, im Südosten der Stadt gelegen und war bis 1909 eine selbstständige Gemeinde.
Prominente Schlossbewohnerin von 1843 bis zu ihrem Tod 1882 war Prinzessin Luise von Preußen, die mit ihrem sonst in Berlin lebenden Mann Prinz Friedrich den gemeinsamen Geburtstag des Paares, den 30. Oktober, in Eller feierte, an dem die Einwohner des Dorfes ihre Verehrung für das beliebte Prinzenpaar durch festlich geschmückte Straßen, Illumination und Musik zum Ausdruck brachten. In dieser Zeit beginnt die Industrialisierung, die das Gesicht des Ortes nachhaltig verändert. Im Jahre 1870 hat Eller 1.000 Einwohner. Seit 1872 verlaufen zwei Bahntrassen durch den Ort, der einen eigenen Bahnhof erhält. Im Jahr 1896 wird Eller selbständige Bürgermeisterei. Die beständig wachsende Bevölkerung erfordert größere öffentliche Bauten und so entstehen mit der dem Neubau der katholischen Gertrudiskirche (1901) und dem Rathaus (1901) am neugeschaffenen zentralen Gertrudisplatz, sowie der evangelischen Schlosskirche (1905) Anfang des 20. Jahrhunderts Bauten, die heute noch das Bild Ellers prägen. Zugleich entwickelt sich die Gumbertstraße zur Hauptgeschäftsstraße der Gemeinde.
Im Jahre 1909 erfolgt die Eingemeindung nach Düsseldorf. Eller hat zu diesem Zeitpunkt eine Größe von 6,15 km² und eine Bürgerschaft von über 10.000 Einwohnern.
Im zweiten Weltkrieg erleidet Eller beträchtliche Schäden. So wird die Kirche St. Gertrud 1943 bei Luftangriffen schwer getroffen, 1944 zwischen Ostern und Jahresende kommt es zu 861 Fliegeralarmen und 1945 liegt Eller unter Artilleriebeschuss. Mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen am 17. April 1945 endet der zweite Weltkrieg für Düsseldorf und somit auch für Eller. Der Ort wird wieder aufgebaut und der Schlosspark 1950 von den Engländern wieder freigegeben. Neue Wohngebiete werden in den 1950er bis 70er Jahren insbesondere in Eller-Süd und an der Deutzer Straße erschlossen, was einen erheblichen Anstieg der Bevölkerungszahl bewirkt. Mit St. Augustinus (1964) und St. Hedwig (1972) entstehen zwei zusätzliche katholische Gotteshäuser. 1976 wird unweit des Schlosses der Schulkomplex der ersten Düsseldorfer Gesamtschule am Kikweg mitsamt Schwimmbad errichtet, die allerdings aufgrund des Lehrkonzeptes als auch ihrer Architektur im Stil des Brutalismus umstritten ist. 2005 wurde sie in Dieter-Forte-Gesamtschule umbenannt.
Im Jahre 1975 werden die Stadtbezirke und die Bezirksverwaltungen in Düsseldorf eingeführt. Der Stadtteil Eller wird in den Stadtbezirk 8 eingegliedert, dessen Verwaltung ihren Sitz im Eller Rathaus hat. Im Jahre 2005 zählt Düsseldorf-Eller 33.319 Einwohner (Stand: 30. April 2005)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Düsseldorf-Eller".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world