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Die Tonstärke, Lautstärke oder Dynamik ist einer der musikalischen Parameter, der dem physikalischen Begriff der Lautheit entspricht.

In der modernen Notation wird die Tonstärke mit Buchstaben und Zeichen unter der Notenzeile notiert. Unterschiedliche Tonstärken werden auf den verschiedenen Musikinstrumenten unterschiedlich ausgeführt: bei Streichinstrumenten wird der Druck und die Geschwindigkeit der Bogenstrichs verändert, Bläser variieren den Druck und die Menge des Luftstroms. Die Dynamik der Zupf- und Schlaginstrumente wird, wie auch bei Klavier und Cembalo, durch die Härte und Geschwindigkeit des Anschlags bestimmt.

Dynamische Bezeichnungen können auch substantivisch Gebrauch werden: Das Forte zum Beispiel ist eine Bezeichnung für jenen Teil eines Musikstücks, der mit großer Lautstärke oder Klangfülle vorgetragen wird, ebenso kann man von einem gewaltigen Orchestercrescendo sprechen.

dynamische Grundstufen


Die am häufigsten verwendeten Tonstärken der abendländischen Musik sind folgende italienischen Abkürzungen (geordnet von leise nach laut): \dots - ppp - pp - p - mp - m\!f - f - f\!\!f - f\!\!f\!\!f - \dots

piano

piano (ital. „still, leise, zart“) ist die Anweisung für eine leise Tonstärke. Die Abkürzung ist p und wird kursiv unter die Notenschrift gesetzt.

forte

forte ''(ital. „stark, laut, kräftig“) ist die Anweisung für eine laute und kräftige Tonstärke. Die Abkürzung ist f.

Mäßigung

Mit dem Buchstaben m wie mezzo (ital. „mittel, halb“) kann eine Mäßigung der Lautstärke erreicht werden: m\!f (mezzoforte) bedeutet mittellaut und ist etwas leiser als f, während mp (mezzopiano, mittelleise) etwas lauter als p ist.

Steigerung

Zur Steigerung von f und p kann der Buchstabe verdoppelt werden: f\!\!f heißt fortissimo („sehr laut“) und pp pianissimo („sehr leise“). In der Musik bis 1800 sind das die Lautstärken extreme, in der Romantik entstanden auch noch f\!\!f\!\!f und ppp, seltener wurden noch mehr Buchstaben aneinandergefügt: Pjotr Iljitsch Tschaikowski schreibt in seiner Symphonie Pathétique an der lautesten Stelle f\!\!f\!\!f\!\!f\!\!f und an der leisesten pppppp vor, diese Nuancen sind jedoch kaum ausführbar.

Manche Komponisten benutzen auch das Wort pi\grave u (ital.: „mehr“): Wenn beispielsweise nach einem forte eine etwas leisere Stelle folgt, die aber lauter als m\!f sein soll, kann man pi\grave u \ p(leiser) schreiben.

Veränderungen der Tonstärke


Music hairpins.png Das Wort crescendo (cresc.), ital.: „wachsend“ schreibt ein allmähliches Erstarken der Lautstärke vor. Das Gegenteil davon ist das diminuendo (dim.), ital.: „verringernd“ oder auch decrescendo (decresc.), das ein Leiserwerden verlangt. Oft steht danach eine Dynamikbezeichnung, die das Ende der Veränderung und die zu erreichende Dynamik anzeigen.

Anstelle der Bezeichnungen cresc. oder dim. findet man oft sogenannte Gabeln, die sich von der leisesten zu lautesten Stelle öffnen, oder umgekehrt, von der lautesten zur leisesten schließen.

Akzente, plötzliche Tonstärkeänderungen


  • sforzato (s\!f oder s\!f\!z): mit plötzlicher Betonung.
  • rinforzando (r\!f oder r\!f\!z): wieder stärker werdend oder mit anfangs leicht anschwellender Betonung.
  • fortepiano (f\!p): laut, dann plötzlich leise.

Diese Abkürzungen werden zur weiteren Nuancierung von vielen Komponisten mit den drei Buchstaben für die dynamischen Grundstufen kombiniert, wobei Bezeichnungen wie s\!f\!\!f\!z, s\!f\!p, m\!f\!p, f\!pp gebildet werden können. In Verbindung mit den graphischen Zeichen für Akzente ergeben sich unzählige Möglichkeiten dynamischer Vorschreibungen, die für den Musiker oft nur mit großer Stilkenntnis oder unter Einsicht des Autographes verständlich werden.

Musikglossar | Tontechnik

Dynamics (music) | Fortissimo | דינמיקה (מוזיקה) | 強弱法 | Dynamiek (muzieknotatie) | Dynamikk (musikk) | Dynamika (muzyka)

 

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