| Wissenschaftlicher Name
|
| Durio zibethinus
|
| Murr.
|
Durian ist die stachelige
Frucht des
Durio- oder
Zibetbaumes (
Durio zibethinus), sie wird häufig auch als
Stinkfrucht bezeichnet.
Der Baum
Der Zibetbaum, ursprünglich in
Indonesien und
Malaysia beheimatet, wird inzwischen überall in
Südostasien kultiviert. Man findet ihn in
Thailand, auf den
Philippinen und sogar in
Queensland in
Australien. Haupthandelszentrum für Durians ist
Singapur.
Der Baum erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 Metern, er trägt schöne Blätter, die an der Unterseite goldgelb oder silbern sind. Die Blüten sind hellgelb und öffnen sich für weniger als 24 Stunden.
Die Durianfrucht
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Die Frucht ist etwa kopfgroß, von gelb-grüner Farbe und trägt etwa 1 cm lange
Stacheln. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß und wird von den meisten Europäern als übelriechend empfunden (faules Ei/totes Tier), der Geschmack des Fruchtfleischs, welches die sechs großen gelb-braunen Samen, die geröstet werden können, umhüllt, erinnert aber eher an
Karamell oder an einen gehaltvollen,
butterähnlichen
Vanillepudding. Von Kennern wird die Durian aufgrund ihres cremeartigen Inhaltes sehr geschätzt. In
Südostasien gilt sie vielen als eine der größten
Delikatessen.
Durian2.jpg
Durians sind im übrigen auch die Lieblingsfrucht der Orang-Utans, werden jedoch auch von sehr vielen weiteren Tieren gerne gefressen. Dazu zählen auch Tiger und andere Katzen. Angeblich leitet sich sogar die botanische Bezeichnung Durio zibethinus davon ab, dass man mit verfaulenden Durianfrüchten Zibetkatzen köderte.
Da die Frucht ja eigentlich der Weiterverbreitung der Samen dient und es sich um ein Gewächs der Tropen handelt, verströmen die reifen Früchte ihren spezifischen Geruch, um auch über große Distanzen gefunden zu werden.
Die Durian ist in Südostasien auch deshalb so beliebt, da sie im Magen vergärt und dadurch einen Rausch verursachen kann.
Verwendung in der Küche
Die Früchte, die in Europa nur sehr selten frisch angeboten werden, werden zum Verzehr an den Nähten geöffnet und roh ausgelöffelt. Die Früchte sollten bei Kauf unversehrt sein, da die Frucht sich bei Überreife von selbst öffnet und der Geschmack dann leidet.
Neben dem Rohverzehr dienen Durianfrüchte zur Herstellung von Marmelade, Kuchen, Speiseeis, Fruchtsaft und Currygerichten.
Verwendung in der Heilkunst
In der
Volksmedizin werden die Blätter, Früchte, Rinde und Wurzeln bei
Fieber und
Gelbsucht verwendet.
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Durian im Hotel und in Verkehrsmitteln
Aufgrund der Geruchsbelästigung ist die Mitnahme von Durianfrüchten in Hotels oder Flugzeugen meist
nicht gestattet. Setzt sich der Geruch erst einmal fest, ist es schwierig, ihn wieder loszuwerden. Deshalb ist es in Hotels üblich, bei
Verstoß gegen das Durian-Verbot das Zimmer für eine weitere Woche zahlen zu müssen. In Singapur ist auch das Mitführen von Durians in der
MRT (
U-Bahn) untersagt, worauf entsprechende Schilder hinweisen, auf eine Strafe wird allerdings seit kurzem verzichtet.
Diverses
Zitat: „Eine Durian am Stiel ist eine formidable Schlagwaffe nach Art des friesischen Morgensterns. In Thailand richtet sich die Strafe für ihren Einsatz nach der Anzahl der durch die Noppen zugefügten Wunden.“
Quelle: Roland Hanewald, S. 43 (siehe Literatur).
Literatur
- Brigitte Kranz: Das große Buch der Früchte, München 1981
- Nadja Biedinger: Die Welt der Tropenpflanzen, Köln 2000
- Roland Hanewald: Essbare Früchte Asiens. Reise Know-How Verlag, ISBN 3-89416-771-8
- Rolf Blancke: Exotische Früchte. Ulmer Verlag, ISBN 3-8001-3520-5
- Lötschert / Beese: Pflanzen der Tropen - Zier und Nutzpflanzen. Bestimmungsbuch, das mit guten Fotos über die exotischen Früchte auf dem einheimischen Markt aufklären hilft. BLV, ISBN 3-405-14448-5
Weblinks
Malvengewächse
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