Als Dunkelziffer bzw. auch "Dunkelzahl" wird in der Regel das Verhältnis zwischen der Zahl der statistisch ausgewiesenen und der wirklich begangenen Straftaten verstanden (Göppinger 1997). Der Begriff stammt aus der Kriminalstatistik, heute wird er auch erweitert verwendet.
Es wird diskutiert, ob man die Dunkelziffer wirklich schätzen kann, da sie ja eben im "Dunkeln" liegt - man würde von "Dunklem" auf "Dunkles" schließen. Hohe Dunkelziffern sind oft mit einer negativen Konnotation belegt. "Schätzungen" belaufen sich oft auf "zwischen 5 und 20". Der Begriff des Aufhellens des Dunkelfelds (Göppinger 1997) verdeutlicht besser, dass das Verhältnis von Schätzung zum "wahren Wert" keine fixe Größe ist.
Nebenbei ist es ein Wesensmerkmal der Dunkelziffer, dass sie niemand kennt (aber alle einen natürlich exakten Schätzwert zu kennen glauben).
Etymologisch interessant ist, dass die Dunkelziffer keine Ziffer, sondern eine Zahl bezeichnet.
Empirische Sozialforschung | Kriminologie | Medizinstatistik
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"Dunkelziffer".
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