Der Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen Europas. Mit einer Gesamtfläche von 10 km² zieht sich der Gesamtbereich des eigentlichen Hafens von den Hafenbecken an der Ruhrmündung entlang des Rheins bis nach Duisburg-Rheinhausen. Die 21 Hafenbecken haben eine Wasserfläche von über 180 ha. Die Uferlänge beträgt 40 km, davon 15 km Umschlagufer mit Gleisanschluss. Der Güterumschlag betrug im Jahre 2005 45 Mio. Tonnen (davon wasserseitig 14,8 Mio t). Hinzu kamen 2004 nochmal 32,7 Mio. t Umschlag bei den acht privaten Werkshäfen.
Im Duisburger Hafen sind 230 Firmen ansässig mit etwa 17.000 Arbeitsplätzen. Die im Jahre 2000 gegründete Duisport-Gruppe, bestehend aus der Duisburger Hafen AG und weiteren Tochterfirmen, beschäftigt etwa 200 Mitarbeiter. Eigentümer der Gruppe sind das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Duisburg und die Bundesrepublik Deutschland. Jährlich werden etwa eine halbe Milliarde Euro investiert.
Die öffentlichen Häfen haben eine Lagerkapazität von rund 400.000 qm. Viele Reedereien im Hafen unterhalten See-Fluss-Verbindungen zu rund einhundert europäischen Häfen. Pro Jahr werden auf etwa 2.000 flussgängigen Seeschiffen rund zwei Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Über den Rhein werden die großen Nordseehäfen Antwerpen und Rotterdam angesteuert, zugleich bestehen aber auch unmittelbare Schiffsverbindungen nach Übersee. Der Duisburger Hafen ist daher auch westlichster Seehafen Deutschlands.
So beschloss der Ruhrorter Magistrat im Jahre 1715, ein Hafenbecken zu bauen, und zwar „vom Kastellthore bis zur Ruhrpforte“. Die Bauarbeiten begannen im Herbst desselben Jahres. Allerdings gingen die Bauarbeiten schleppend voran, vor allem auf Grund der schlechten Witterungsverhältnisse.
Am 16. September 1716 fasste der Magistrat einen erneuten Beschluss, der heute als Geburtsstunde des Ruhrorter Hafens gilt. Als erstes Haus außerhalb der Ruhrorter Stadtmauer wurde 1756 das heute so genannte Hanielsche Stammhaus errichtet. 1828 eröffnete Franz Haniel eine Werft für den Bau von Dampfschiffen.
Von 1766 übernahm die preußische Regierung die Verwaltung der Ruhrorter Hafenanlagen. Sie sorgte für einen zielstrebigen Ausbau der Häfen. In den Jahren 1837 bis 1842 wurde der Schleusenhafen gebaut, der durch einen Durchstich mit dem Inselhafen verbunden war.
1848 erfolgte der Anschluss der Häfen an die Bergisch-Märkische Eisenbahn und, durch einen Zweiganschluß nach Oberhausen, an die Köln-Mindener Eisenbahn. Bis 1850 wurde der Ruhrorter Eisenbahnhafen erbaut, wo 1852 das Trajekt Ruhrort-Homberg die Verbindung über den Rhein nach Aachen über Hohenbudberg – Krefeld – Viersen – Mönchengladbach herstellte. Nord- und Südhafen wurden in den Jahren 1860 bis 1867 erbaut.
1901 wurde eine Schifferbörse in Ruhrort eingerichtet. Aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte im Jahre 1905 der Zusammenschluss der Städte Duisburg, Ruhrort und Meiderich (auf dessen Gebiet sich der Großteil der Hafenanlagen befand) zu Groß-Duisburg. Die Ruhrorter und Duisburger Häfen unterstanden dadurch einer einheitlichen Verwaltung.
Duisburg-Ruhrorter Häfen Panorama.jpg
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