Als Gallengang bezeichnet man die von der Gallenblase abführenden Wege. Man unterscheidet intrahepatische (in der Leber gelegene, Hepar = Leber) und extrahepatische (außerhalb der Leber gelegene) Gallengänge.
Die Gallenkapillaren vereinigen sich zu einem interlobulären (zwischen den Läppchen gelegenen) Gallengang (Ductulus biliferus), der zusammen mit einem Ast der Leberarterie (Arteria hepatica) und der Pfortader (Vena portae) als sogenannte „Glisson Trias“ (auch „Lebertrias“, Trias hepatica) in der Peripherie eines Leberläppchens verläuft. Gallengänge besitzen ein einschichtig-prismatisches Epithel.
In der Höhe anatomisch sehr variabel, meist aber im mittleren Drittel mündet der Ductus cysticus in den Ductus hepaticus ein.
Diese Vereinigung von gemeinsamen Leber- und Gallenblasengang nennt man Ductus choledochus. Dieser mündet auf der Papilla duodeni major in den Zwölffingerdarm (Duodenum). Die Galle kann somit direkt in den Zwölffingerdarm oder zunächst zur Zwischenspeicherung in die Gallenblase transportiert werden.
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