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Ducati Motor Holding S.p.A. ist ein italienischer Hersteller von Motorrädern.
Das Unternehmen wurde 1926 von Adriano und Marcello Ducati in Bologna gegründet. Die Società Scientifica Radiobrevetti Ducati produzierte zunächst Bauteile für Radios.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam im Jahr 1946 die Fertigung des Fahrradhilfsmotors Cucciolo hinzu. Dies fand bereits ohne Mitwirkung der Familie Ducati unter staatlicher Verwaltung statt. Noch im selben Jahrzehnt begann die eigene Entwicklung kompletter Fahrzeuge.
1953 wurde das Unternehmen in die Ducati Elettronica S.p.A. und den Motorradhersteller Ducati Meccanica S.p.A. aufgeteilt. Im folgenden Jahr trat Fabio Taglioni als Chefkonstrukteur in dessen Dienste.
Die 1955 vorgestellte Ducati Gran Sport hatte als erste Ducati eine obenliegende Nockenwelle, die von einer Königswelle angetrieben wurde.
Der Vierzylinder-Prototyp Apollo von 1963 hatte erstmals einen 90°-V-Motor mit in Fahrtrichtung liegenden und stehenden Zylindern, wie es später für Ducati Motoren typisch wurde.
Der Name Ducati ist untrennbar mit dem Begriff Desmodromik verknüpft. Es gibt derzeit keinen anderen Hersteller, der Motoren mit zwangsgesteuertem Ventiltrieb produziert. Entwickelt wurde sie seit Mitte der 50er Jahre für den Einsatz in Rennmaschinen. Das erste Serienmotorrad der Welt mit Desmodromik war 1969 die Ducati Mark 3 D.
Mit der Ducati 750 GT begann 1970 die Ära der V-Zweizylinder mit 90° Zylinderwinkel.
1974 wurde die Produktion der Einzylindermodelle eingestellt, mit denen Ducati sowohl im Straßenrennsport als auch im Geländerennsport erfolgreich gewesen war.
Die 1977 vorgestellte Ducati Pantah leitete die Ablösung der Königswellen zum Nockenwellenantrieb durch Zahnriemen ein.
Ab 1983 kooperierte Ducati aufgrund anhaltend schlechten Geschäftsverlaufs mit dem italienischen Zweiradhersteller Cagiva. Im Jahr 1985 wurde Ducati von Cagiva übernommen. Im folgenden Jahr ging der langjährige Chefkonstrukteur Taglioni in den Ruhestand. Massimo Bordi stieg zu seinem Nachfolger auf.
Die vollständig verkleidete Ducati Paso war 1986 das erste Modell mit umgekehrter Anordnung der Ein- und Auslasskanäle des stehenden Zylinders. Die Platzierung beider Vergaser zwischen den Zylindern ermöglichte erstmals eine zentrale Airbox.
1987 wurde mit der Ducati 851 der Grundstein für die Modellreihen der Superbikes mit wassergekühlten Motoren, vier Ventilen pro Zylinder und elektronischer Benzineinspritzung gelegt. Ein Zweizylinder mit den Fahrleistungen der 851 war bis dahin nicht vorstellbar. Ducati dominierte mit ihr bald die Superbike Rennklasse. Die Ducati 916, die 1994 neue Maßstäbe im Motorraddesign setzte, führte diese Erfolgsserie fort.
Cagiva wurde 1996 zahlungsunfähig und verkaufte 51 % von Ducati an die amerikanische Texas Pacific Group. 1998 ging Ducati ganz in deren Besitz über.
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