| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||
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| Dubrovnik grb.gif | Dubrovnik in croatia.jpg | |||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Staat | Kroatien | bgcolor="#FFFFFF" | Geographische Lage | 42°39′ N 18°04′ E | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Einwohner | 48.770 (2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl | 20000 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Vorwahl | +385-(0)20 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen | DU | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Stadtgliederung | 4 Stadtbezirke | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Website | http://www.dubrovnik.hr/ | Politik | |||
| Bürgermeister | Dubravka Šuica (HDZ) | |||||||||||||||||||||||||||
Dubrovnik ist heute der Verwaltungssitz der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva (kroatisch Dubrovačko-neretvanska županija) und Sitz der katholischen Diözese Dubrovnik. Die Stadt zählt 48.770 Einwohner ( 2005). Die Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 88,39 % die Kroaten.
Die Stadt Dubrovnik war eines der Zentren in der Geschichte der Entwicklung der kroatischen Sprache und Literatur. Zahlreiche bedeutende kroatische Dichter, Künstler, Gelehrte, Mathematiker und Physiker stammen aus dieser Stadt. Dubrovnik kann heutzutage zurecht auch als kulturelle Hauptstadt Kroatiens bezeichnet werden.
Jahrhundertelang war Dubrovnik eine unabhängige Stadtrepublik, die Handelsbeziehungen mit großen Teilen Südosteuropas und mit dem Mittelmeerraum unterhielt. Neben dem Namen der Stadt wird deshalb heutzutage auch stets der Leitspruch „Libertas“ (lat. Freiheit) hervorgehoben (auch der Name für die gleichnamigen Dubrovniker Festspielwochen für Theater und Klassik). Berühmt ist auch der legendäre Ausspruch, als die Türken die Stadt einnehmen wollten, der von einem ausgeprägten und zukunftsweisenden Freiheitsverständnis der Einwohner zeugt. Die Dubrovniker bekannten sich damals dazu, ihre Freiheit für kein Geld der Welt verkaufen zu wollen.
Die kroatische Bezeichnung der Stadt ist von dem Wort dubrava (slaw. Hain) hergeleitet; die romanische Bezeichnung Ragusa - Rausa geht auf den Namen der kleinen Insel zurück, auf der die erste Siedlung (Lave, Lausa) entstanden war.
Dubrovnik wurde wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 7. Jahrhunderts gegründet, nach dem Untergang des einstigen Epidaurum (heute Cavtat) in der Zeit des slawisch-awarischen Vorstoßes nach Dalmatien. Die slawische Siedlung Dubrovnik, nach der später die ganze Stadt benannt wurde, entwickelte sich auf dem Festland, am Fuße des Sergiusberges. Die räumliche Trennung des romanischen vom slawischen Teil markiert die heutige Placa, an deren Stelle ein Kanal die Insel vom Festland trennte. An dieser Nahtstelle entwickelte sich später das Zentrum der vereinigten Stadt. Dubrovnik stand seit seiner Gründung unter dem Schutz von Byzanz (einige Zeit residierte hier ein byzantinischer Stratege). An der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert war Dubrovnik mit dem bosnischen Ban Kulin verbündet. Bosnien wurde zum wichtigen Rohstofflieferanten der Stadt (Holz und Metalle). Gleichzeitig verliefen durch Bosnien wichtige Handelsrouten ins Innere Südosteuropas. Zur Zeit der Kreuzzüge stand die Stadt zeitweise unter der Herrschaft Venedigs. (1205-1358). 1242 wurde es von den Mongolen geplündert. 1240 und 1244 wurde das Bündnis mit Bosnien erneuert.
Nach dem Friedensschluss von Zadar 1358 erkannte Dubrovnik die Oberhoheit der ungarischen Könige an und zahlte ihnen Tribut bis zur deren Niederlage von Mohács 1526. Allerdings reisten schon ab 1420 regelmäßig Delegationen zu den Osmanen, die neben der Beteuerung ihrer Neutralität jährliche Tribute überbrachten, zuletzt 12500 Dukaten; gezahlt bis zum Frieden von Passarowitz 1718. - Das Erzbistum Ragusa wurde 980 gestiftet.
Nach Erlangung seiner Autonomie (dem ungarisch-kroatischen König werden nur Abgaben in Form von Steuern und Schiffen geleistet) begann Dubrovnik sein Leben als selbständige Republik. Dubrovnik gelang es seine Autonomie zu bewahren und die Bürger der Stadt wählten ihren Stadtrat und den Senat.
Schutzheiliger der Stadt wurde der Hl. Blasius (in Dubrovnik: sveti Vlaho; sonst kroatisch: sv. Blaž), der der Überlieferung zufolge Dubrovnik bei einem Angriff der Republik Venedig rettete.
Im Jahr 1416 schaffte die Republik als erster Stadtstaat Europas die Sklaverei ab und gleichzeitig wurde der Sklavenhandel gesetzlich verboten.
Im 15. und 16. Jahrhundert erlebt Dubrovnik seinen größten wirtschaftlichen Aufschwung durch den ertragreichen Handel mit den Osmanen im Hinterland und den Küstenstädten des Mittelmeerraums. Dubrovnik.jpg Die Handelsflotte Dubrovniks bestand im 16. Jahrhundert aus 160 Schiffen und war zu jener Zeit eine der größten im Mittelmeer. Die bedeutendste Schutzmacht der Republik Dubrovnik war zu jener Zeit das Königreich Spanien, die größte Bedrohung der Unabhängigkeit und Freiheit Dubrovniks war Venedig. Mit dem Frieden von Passarowitz im Jahr 1718 wurde den Osmanen zwischen Neum und Klek der Zugang zur Adria gewährt. Heute ist dieser Teil der Küste Bestandteil des Staates Bosnien und Herzegowina.
Die Krise der Mittelmeerschifffahrt und besonders das katastrophale Erdbeben von 1667 führten zu einer schweren Krise, von der sich die Stadtrepublik nicht mehr richtig erholte. Dubrovnik war weltweit der erste Staat, der die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika international anerkannte. Im 18. Jahrhundert befanden sich in Dubrovnik über 85 Konsulate. Ragusa.jpg]] Im Jahr 1806 marschierten die Franzosen unter Napoléon Bonaparte in die Stadt ein, und 1808 proklamierte Marschall Marmont die Aufhebung der Republik Dubrovnik (die Bezeichnung war seit dem 15. Jahrhundert in Gebrauch).
Dubrovnik gehörte ab 1809 als Département Raguse zu den Illyrischen Provinzen des napoleonischen Frankreichs. Militärgoverneur mit dem Titel eines Herzogs von Ragusa wurde der Marschall Marmont. Nachdem die Österreicher die Stadt am 29. Januar 1814 besetzt hatten, fiel sie durch Beschluss des Wiener Kongresses an Österreich und wurde Teil des Kronlands Dalmatien. Noch zu Zeiten der Habsburgerherrschaft begann sich der Fremdenverkehr am Anfang des 20. Jahrhunderts zu entwickeln.
Von 1918 bis 1941 gehörte Dubrovnik zum „ersten“ Jugoslawien. Im Rahmen der Umstrukturierung der inneren Landesgrenzen wurde Dubrovnik 1939 aufgrund historischer Gründe und mehrheitlich kroatischer Bevölkerung zum Teil der Banschaft Kroatien (Banovina Hrvatska). Während des Zweiten Weltkriegs war die Stadt Teil des so genannten Unabhängigen Staates Kroatien. Nach 1945 blieb Dubrovnik Teil der kroatischen Teilrepublik im zweiten Jugoslawien. Im Jahr 1956 fand in Dubrovnik eine architekturhistorisch bedeutende Veranstaltung statt: Der 10. (und letzte) aus der Reihe der CIAM-Kongresse (Congrès Internationaux d'Architecture Moderne). Die Stadt wurde in der Nachkriegszeit eines der wichtigsten Ziele des Adria-Tourismus. Dubrovnik1.jpg Im Kroatischen Unabhängigkeitskrieg wurde die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Stadt von serbisch-montenegrinischen Streitkräften belagert und massiv beschossen. Laut dem kroatischen Roten Kreuz kamen dabei insgesamt 114 Zivilisten ums Leben. Die materiellen Schäden sind mittlerweile fast vollständig behoben und die Stadt gilt wieder als das beliebteste Urlaubsziel in der Region.
siehe auch Hauptartikel Schlacht um Dubrovnik
Die Stadtmauern von Dubrovnik sind 1940 Meter lang sowie bis zu sechs Meter breit und (gegen eine Gebühr) komplett begehbar. Sie sind das besterhaltene Fortifikationssystem in Europa und umfassen einen perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte, beginnend mit seiner Gründung im siebten Jahrhundert. Hier seien vor allem die Hauptpromenade - der Stradun -, der Fürsten-Palast, die Kirche des Hl. Blasius (sv. Vlaho), die Kathedrale, drei große Klöster, das Zollhaus und das Rathaus hervorgehoben. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Dubrovnik ist die Rolandsäule.
Seit dem Jahr 1317 befindet sich im Franziskanerkloster der Stadt die älteste Apotheke Europas. Außerdem gibt es in Dubrovnik eines der ältesten kommunalen Theater Europas, in dem immer noch Aufführungen stattfinden.
Auf der vorgelagerten Insel Lopud und in der Vorstadt Ploče befinden sich Lazarette, in denen erstmalig in Europa ab dem Jahr 1377 ankommende Reisende zum präventiven Schutz der Stadt vor der Pest 40 Tage isoliert in Quarantäne verweilen mussten.
Das weltweit älteste Arboretum, Arboretum Trsteno, das etwa im Jahr 1492 angelegt wurde, befindet sich nahe der Stadt Dubrovnik.
Dubrovnik-pont.png vor Dubrovnik]]
Dubrovnik hat einen internationalen Flughafen und wird unter anderem auch von den Billigfliegern Germanwings und Hapag-Lloyd Express angeflogen. Der Ausbau der Autobahn bis Dubrovnik ist bis zum Jahr 2008 vorgesehen.
Dubrovnik unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Dubrovnik | Ort in Kroatien | Weltkulturerbe in Kroatien
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