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Wappen Karte
Ireland map County Dublin City.png
Basisdaten
Staat: Republik Irland
(Éire, Ireland)
Funktion: Hauptstadt
Name: Baile Átha Cliath (irisch)
Dublin (englisch)
Bezirk: Dublin City
(Dublin County Borough)
Fläche: 117,8 km²
Einwohner: 495.781 (2002)
Bevölkerungsdichte: 4.090 Einwohner pro km²
Höhe: ca. 20 m ü NN
Vorwahlen: (+353) 01
Offizielle Website: www.dublin.ie
Politik
Oberbürgermeister: Michael Conaghan
Dublin * ist die Hauptstadt und größte Stadt der Republik Irland. Der irische Name ist Baile Átha Cliath oder , "Ort (an) der Furt (an) der Schilfhürde", wobei Baile für "Ort" oder "Dorf" steht und Áth Cliath (Gen.) für "Furt an der Schilfhürde". Veraltet ist Dubhlinn , "Schwarzer Tümpel" oder "Schwarzer Sumpf".

Geographie


Dublin liegt an der Ostküste der Insel Irland, an der Mündung des Flusses Liffey in die Dublin Bay. Dublin liegt durchschnittlich 20 Meter über NN.

Bevölkerung

Innerhalb der Stadtgrenzen leben offiziell ca 500.000 Einwohner. In der Region Dublin (Réigiúin Átha Cliath), die auch die Vororte und Satellitenstädte sowie einige eher ländliche Regionen des ehemaligen Dublin County umfasst, leben ca. 1,2 Millionen Menschen, in der "Greater Dublin Area" 1,6 Millionen (CSO Census 2002). Dieses Gebiet umfasst zusätzlich die Counties Meath, Wicklow und Kildare. Damit leben rund 40 % der Bevölkerung Irlands im Einzugsgebiet der Hauptstadt.

Stadtbild

Die Liffey teilt Dublin in den ärmeren Nordteil (Northside) und den eher wohlhabenden Süden (Southside), wobei diese Unterteilung heute weniger scharf ist als in früheren Jahrzehnten. Die Innenstadt erhält ihre Struktur durch das Kreuz aus dem Fluss Liffey mit seinen zahlreichen Brücken und der Hauptachse O'Connell Street - Grafton Street - Harcourt Street. Hier liegen die meisten Kaufhäuser, aber auch das Trinity College und der städtische Park St. Stephens Green, die Nationalgalerie und der Sitz der Landesregierung. Die Strassenzüge im typischen Georgianischen Stil findet man vor allem im Gebiet um den Merrion Square im Südwesten der City. Umschlossen wird dieses Gebiet von der North Circular Road und der South Circular Road. Ausserhalb der Innenstadt liegen die Wohnquartiere, von denen manche noch einen sehr einheitlichen Stil aufweisen; Das klassische Arbeiterviertel Cabra besteht aus langen Reihen winziger Häuser aus Backsteinen, Marino ist ein Beispiel für eine am Reissbrett konzipierte Mittelschicht-Siedlung, in Beaumont überwiegen die semi-detached, die Doppelhaushälften. Zu Dublin gehören aber auch die berüchtigten Mietskasernen in Crumlin oder Ballyfermot.

Ein neues Wahrzeichen der Stadt ist der 2003 errichtete "Spire" des britischen Architekten Ian Ritchie vor dem Hauptpostamt in der O'Connell Street, eine 120 m hohe Säule aus Edelstahl, die sich von einem Durchmesser von 3 m an der Basis bis auf 15 cm in der nachts beleuchteten Spitze verjüngt.

Bedeutung und Institutionen

Dublin ist Sitz eines katholischen und eines anglikanischen Erzbischofs. In Dublin befinden sich neben den Universitäten (Trinity College, University College Dublin (UCD), Dublin City University (DCU)) verschiedene andere wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen.

Außerdem finden sich hier das Parlament, der Sitz der Regierung und auch der oberste Gerichtshof.

Kulturell hat sich Dublin in den letzten Jahren aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs sehr stark weiterentwickelt. Neben dem (bei Touristen) wohlbekannten Viertel Temple Bar mit vielen Nachtclubs haben sich auch in der restlichen Innenstadt (besonders entlang des Liffey) neue und angesagte Bars, Nachtclubs und Restaurants etabliert. Mit dem Bau des "International Financial Services Centre" wurden in den letzten Jahren zunehmend internationale Finanzdienstleister angelockt.

Geschichte


Hauptartikel: siehe Geschichte Dublins

Karte_Dublin_MKL1888.png Die Geschichte Dublins ist eng mit der Geschichte Irlands im Allgemeinen verknüpft, da die Stadt seit dem 12. Jahrhundert die Hauptstadt der Insel ist.

Die erste bekannte Erwähnung findet Dublin in den Schriften des Ptolemäus aus dem Jahr 140 n.Chr. unter dem Namen Eblana. Ursprünglich bestand die Stadt aus einem keltischen Fischerdorf mit dem Namen "Áth Cliath", was soviel wie Hürden-Furt bedeutet. 832 gründeten Wikinger daneben ein eigenes Dorf, das sie "Dubh Linn" nannten.

1170 wurde die Siedlung anglonormannisch und erhielt 1172 Stadtrechte. Nach der normannischen Invasion Irlands wurde Dublin Hauptstadt und löste damit den Hill of Tara ab. In diese Zeit fällt auch der Baubeginn des Dublin Castle. Während der Periode der Lordship of Ireland (1171-1541) etablierte sich Dublin als Hauptstadt Irlands.

1541-1800 Kingdom of Ireland

Im 17. Jahrhundert expandierte die Stadt rapide.

1801 wurde Irland ein Teil des United Kingdom und Dublin war Hauptsitz der britischen Verwaltung in Irland.

1916 kam es in Dublin zu einem Aufstand gegen die Briten (Osteraufstand). Es folgte der Irische Unabhängigkeitskrieg und darauf der Irische Bürgerkrieg, der in Dublin große Schäden anrichtete. Viele der wichtigsten Gebäude wurden zerstört.

1922 wurde Irland unabhängig und Dublin zur Hauptstadt der Republik Irland.

Seit den 1970er Jahren begann die Stadt sich wieder zu entwickeln und hat seitdem enorme Veränderungen erlebt. 1988 feierte Dublin offiziell ihr "1000 Jähriges Jubiläum".

Name der Stadt

Der Name Dublin ist die englische Form von Dubh Linn (irisch für "Schwarzer Tümpel"). In der alten irischen Schrift wurde die heutige Kombination 'bh' als 'b' mit einem Punkt über dem eigentlichen Buchstaben geschrieben, was den Wegfall des 'h' erklärt. Die normannisches Französisch sprechenden Engländer, die das irischsprachige Irland ab 1169 erreichten, kannten die Bedeutung des Punktes über dem 'b' für die Phonetik nicht, weshalb sie ihn schlicht wegfallen ließen und den Namen der Stadt Dublin schrieben.

Mittlerweile lautet der moderne irische Name der Stadt Baile Átha Cliath (irisch für Stadt der Furt an der Schilfhürde), der sich auf eine im Jahre 988 von König Mael Sechnaill II. gegründete Siedlung an dem besagten schwarzen Tümpel bezieht, die eigentlich an die Stadt Dubh Linn angrenzte.

Wirtschaft


Verkehr


Dublin bei Nacht.jpg Das gesamte Verkehrssystem Irlands ist auf Dublin ausgerichtet. Über den Hafen von Dublin bestehen Fährverbindungen nach Liverpool und Holyhead. Der internationale Flughafen befindet sich im Norden der Stadt und ist der wichtigste des Landes. Die beiden größten Bahnhöfe sind Heuston Station und Connolly Station. Die Heuston Station verbindet Dublin mit den Städten im Westen und Süden des Landes, während von der Connolly Station aus Verbindungen nach Belfast, Sligo und Wexford bestehen.

Das Straßennetz

Dublin ist der Mittelpunkt des irischen Straßennetzes. Die wichtigsten Nationalstrassen beginnen in der Stadt und führen in alle Landesteile. Die Autobahn M50 ist die meist befahrene Straße in Irland. Sie führt im Halbkreis westlich um die Stadt herum. Ein Teil der Autobahn, der sogenannte Westlink in der Nähe von Lucan, ist mautpflichtig. Der Bau der M50 hat fast 20 Jahre gedauert und wurde 2005 vollendet. Es gibt bereits Überlegungen die Autobahn von zwei auf drei Fahrspuren in jede Richtung zu erweitern, sowie die wichtigsten Anschlussstellen auszubauen.

Für den Osten der Stadt ist ebenfalls eine Umgehungsstraße geplant. Der erste Teil der Strecke der Dublin Port Tunnel soll im Sommer 2006 eröffnet werden. Durch ihn erhofft sich die Stadtverwaltung vor allem einen Großteil des LKW-Verkehrs aus der Innenstadt zu verlagern. Der zweite Teil des Projektes soll dann den Hafen mit dem Straßennetz im Süden der Stadt verbinden. Hierfür gibt es allerdings noch keine konkreten Pläne. Schon der Bau des Dublin Port Tunnels hat das ursprünglich geplante Budget deutlich überschritten. Die ersten Pläne waren nur von einer Tunnelröhre ausgegangen. Sie war hauptsächlich für den Schwerverkehr gedacht und Maut sollte nur für PKWs erhoben werden. Man hat sich aber dann doch zum Bau einer zweiten Röhre entschlossen, so dass die Strecke heute Autobahn-Charakter hat und für alle Fahrzeuge Mautpflicht besteht. Außerdem verläuft der Tunnel wesentlich tiefer als geplant und musste daher auch um einen Kilometer verlängert werden.

Die Hauptdurchgangsstraßen durch die Innenstadt verlaufen grob gesagt von St. Stephen's Green zum Mountjoy Square und weiter westlich vom King's Inn zur St. Patrick's Kathedrale. Für den Ost-West-Verkehr innerhalb der Stadt wichtig sind die North Circular Road und südlich der Liffey die Strassen entlang des Grand Canal.

Öffentlicher Verkehr

Ein wichtiger Baustein des öffentlichen Nahverkehrs ist die DART-Bahnlinie (DART = Dublin Area Rapid Transit). Diese elektrische Stadtbahn verbindet die Innenstadt im Taktverkehr mit den Vororten entlang der Ostküste von Howth bzw. Malahide im Norden bis nach Greystones im Süden.

Seit dem 5. Juli 2004 gibt es nach 44 Jahren mit Luas auch wieder eine Straßenbahn in der Stadt. Sie besteht aus zwei Linien, zwischen denen es allerdings keine Umsteigemöglichkeiten gibt. Trotzdem ist sie, in den von ihr bedienten Stadtgebieten bereits recht beliebt. In Ergänzung zur Luas wird auch über eine U-Bahn nachgedacht. Sie soll den Bahnhof Heuston Station, der sich etwa 2 Kilometer westlich der Innenstadt befindet mit den DART-Stationen in der östlichen Innenstadt und den beiden Luas-Linien verbinden. Dadurch sollen die Anschlüsse für die Pendler aus den Regionen westlich und südwestlich von Dublin verbessert werden. Frühestmöglicher Baubeginn ist im Jahr 2009. Geplanter Fertigstellungstermin wäre dann das Jahr 2015.

Die Hauptlast des öffentlichen Verkehrs in Dublin trägt das Busnetz. Es wird von Dublin Bus (irisch: Bus Átha Cliath) betrieben. Das Busnetz besteht aus fast 200 Buslinien. Außerdem gibt es auch einen speziellen Nachtbusbetrieb. Die Linien werden mit einer Kombination aus Zahlen und Buchstaben bezeichnet (z.B. 46A, 35, 56E). Gleiche Zahlen bedeuten meistens, dass die Linien größere Teilstrecken parallel befahren. Die Nachtbuslinien werden mit einer Zahl und dem Buchstaben "N" gekennzeichnet. Alle Buslinien werden im Ein-Mann-Betrieb befahren. Der Fahrpreis richtet sich tagsüber nach der gefahrenen Strecke. Im Nachtbetrieb gibt es einen Einheitstarif unabhängig von der gefahrenen Strecke. Es gibt auch zahlreiche Tages- und Wochenkarten im Vorverkauf, die im Bus entwertet werden müssen.

Insgesamt ist der öffentliche Personennahverkehr im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen eher schlecht ausgebaut.

Sport


Die Zentralen von nahezu allen irischen Sportorganisationen befinden sich in Dublin. Der 82.500 Zuschauer fassende Croke Park im Stadtteil Drumcondra ist die Heimat der Gaelic Athletic Association (GAA). Dort finden in den Sommermonaten Gaelic Football- und Hurling-Spiele statt.

Das Stadion an der Lansdowne Road fasst 48.000 Zuschauer und gehört der Irish Rugby Football Union. Neben Rugbyspielen finden dort auch die Heimspiele der irischen Fussball-Nationalmannschaft statt. Der Dalymount Park im Stadtteil Phibsboro war die traditionelle Heimspielstätte des irischen Fussballs. Heute spielt dort der Fussballklub Bohemians Dublin. Ihr Rivale der Shelbourne FC spielt im nahegelegenen Tolka Park, während St. Patrick's Athletic im Richmond Park im Stadtteil Inchicore am Südwestrad der Innenstadt beheimatet ist. Die Shamrock Rovers sind ursprünglich aus Milltown aber seit zwei Jahrzehnten auf der Suche nach einer neuen Heimat. Sie hoffen bald ein neues Stadion in Tallaght beziehen zu können.

Im Stadtteil Blanchardstown befindet sich das nationale Schwimmzentrum. Über die Stadt verteilt befinden sich mehrere Rennbahnen. Im Shelbourne Park finden Greyhoundrennen statt und in Leopardstown befindet sich eine Pferderennbahn. Weltbekannt ist die Dublin Horse Show im RDS in Ballsbridge. Dort fanden im Jahr 1982 die Weltmeisterschaften im Springreiten statt. Ausserdem gibt es in Dublin grössere Sportstätten für Basketball, Handball und Hockey. Das bedeutendste Leichtathletikstadion ist das Morton Stadium in Santry.

Kultur


Architektur

Dublin_bridge.jpg

Kirchen

Die meisten Iren sind Katholiken (ca. 95%). Dublin_cathedral.jpg | dublin_st_church_cathedral_indoor.jpg

Theater und Musik

In Dublin ist irische Folkmusik (genauso wie im Rest von Irland) immer noch sehr erfolgreich. In vielen Pubs spielen mehr oder weniger regelmäßig Folklore-Gruppen. Moderne Musik ist aber vor allem bei der jüngeren Bevölkerung noch beliebter.

Museen und Ausstellungen

Parks und Grünanlagen

Berühmte Dubliner


weitere Söhne und Töchter der Stadt siehe Liste der Söhne und Töchter von Dublin

Schriftsteller

Philosophen

Komponisten und Musiker

Schauspieler

Politiker

Siehe auch


Weblinks


+

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