Drumlin4029.JPG | Drumlins LMB.png Drumlins (von irisch droim "Rücken", "Höhenrücken") sind längliche Hügel von tropfenförmigem Grundriss, deren Längsachse in der ehemaligen Eisbewegungsrichtung eines (eiszeitlichen) Gletschers liegt. Die stromlinienförmigen Körper wurden unter einem sich aktiv bewegenden Gletscher geformt. Sie sind damit Bestandteil der Grundmoränenlandschaft.
Im Zehrgebiet eines Gletschers überwiegt die Ablagerung von Material, nicht die Abtragung. Es wird das Lockersediment Geschiebemergel gebildet, welches durch Eisdruck verformbar ist. Die Grenzfläche zwischen einem Gletscher und seinem verformbaren Untergrund ist nach dem Helmholtzschen Gesetz wellenförmig. Unter bestimmten, bis heute nicht restlos geklärten Bedingungen, entstehen regelmäßige und stromlinienförmige Körper, eben die Drumlins. In anderen Fällen wurden vorhandene Erhebungen wie ältere Grundmoränen durch den Gletscher "überfahren". So erhielten sie ihre stromlinienförmige Gestalt.
Drumlins sind höchstens einige zehner Meter hoch und einige hundert Meter lang. Sie bestehen meist aus Moränenmaterial (Geschiebemergel), können aber auch Elemente glazifluvialer Ablagerungen beinhalten. Dann geht man davon aus, dass glazifluviale Ablagerungen älterer Eisvorstöße durch jüngeres Eis überfahren und in Drumlins umgewandelt wurden.
Der Bodenseeraum um Konstanz, die Eberfinger Drumlinfelder nahe dem oberbayerischen Weilheim und das Zürcher Oberland sind Beispiele für Drumlin-Landschaften. In Norddeutschland sind Drumlins hingegen ein eher seltenes Phänomen.
Im Unterschied zu den Drumlins entstanden die weniger stromlinienförmigen und sehr langgestreckten Oser durch Schmelzwasser, welches unter dem Gletscher abfloss.
Geomorphologie | Geographischer Begriff
Drumlin | Drumlin | Drumlin | Drumlin | Drumlinas | Drumlin | Друмлин