Im Bereich der Luft- und Raumfahrt wird in einer Druckkabine künstlich geänderter (höherer) Luftdruck erzeugt. Zwischen Innen- und Außendruck besteht eine Druckdifferenz.
In der zivilen Luftfahrt ermöglichen Druckkabinen den Passagieren auch in großen Flughöhen einen sauerstoffmaskenfreien Flug. Ohne Druckkabine und Sauerstoff würde es bei maximalen Flughöhen von ca. 18.000 m (Concorde) zur Höhenkrankheit bis hin zur Bewusstlosigkeit kommen. Der Kabinendruck auf Reisehöhe stellt einen wichtigen Komfortfaktor für die Passagiere dar.
Innerhalb der Kabine wird ein Überdruck erzeugt. Abhängig von der Konstruktion kann nur ein bestimmter maximaler Druckunterschied ("delta p") erreicht werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Kabine beschädigt wird und es durch auftretende Undichtigkeiten zu plötzlichem Druckabfall kommt. Dieser kann, wie bei dem Helios Airways Flug 522 zu Bewusstlosigkeit innerhalb weniger Sekunden und zum Absturz führen.
Das erste Serienflugzeug, das mit dieser Technologie ausgestattet war, ist die Boeing B-307 Stratoliner.
Raumfahrern dient die Überdruckkabine als künstliche „Atmosphäre“, um sie gegen das Vakuum des Weltraums abzuschirmen. Da im Vakuum die Druckdifferenz maximal ist, müssen Raumfahrtzeuge besonders stabil gebaut sein, um ein Explodieren zu vermeiden.
Auch die moderneren Eisenbahnen wie der ICE verwenden Druckkabinen, um den Luftdruckschwankungen bei der Einfahrt in einen Tunnel vorzubeugen. Weitere technische Anwendungen sind unter Druckkörper (Physik) beschrieben.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Druckkabine".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world