Der traditionsreiche und international bekannte Dresdner Kreuzchor (Capella sanctae crucis) ist ein Knabenchor. Die Sänger heißen Kruzianer. Der Chor wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet, künstlerische Heimstatt ist die Dresdner Kreuzkirche. Einer der berühmtesten Kreuzkantoren in jüngerer Zeit war der auch als Komponist tätige Dirigent Rudolf Mauersberger (1889 - 1971).
Die Kruzianer gehen in das Kreuzgymnasium in Dresden-Striesen zur Schule, sie sind in einem Alumnat (Internat) untergebracht.
Aus dem Dresdner Kreuzchor gingen viele berühmte Sänger und Musiker hervor, darunter unter anderem Theo Adam, Peter Schreier, Hartmut Haenchen, Olaf Bär, René Pape, Hans-Christoph Rademann und Helmar Federowski.
Derzeitiger Kreuzkantor ist der 1956 in München geborene Roderich Kreile.
Blaschke, Karlheinz: Dresden, Kreuzkirche, Kreuzschule, Kreuzchor - musikalische und humanistische Tradition in 775 Jahren. Gütersloh/München 1991, ISBN 3-570-06664-9
Helfricht, Jürgen: Dresdner Kreuzchor und Kreuzkirche. Eine Chronik von 1206 bis heute. Husum, 2004, ISBN 3-89876-180-0
John, Hans: Der Dresdner Kreuzchor und seine Kantoren. Berlin 1987, ISBN 3-374-00177-7
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