Silvertower.jpg beherbergt einen Teil der Hauptverwaltung der Dresdner Bank in Frankfurt am Main.]]
Die Dresdner Bank AG ist ein Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen gehört seit langem zu den fünf größten Banken Deutschlands, wurde aber 2001 als Tochtergesellschaft in den Allianz-Konzern eingegliedert.
Am 3. Dezember 1872 wurde die Dresdner Bank im Handelsregister Dresden eingetragen. Die Börsennotierung der Bank wurde am 7. Januar 1873 an der Wertpapierbörse zu Berlin aufgenommen. Unter der Leitung von Eugen Gutmann überstand die Dresdner Bank den Gründerkrach von 1873 nahezu unversehrt, und konnte sich in der nachfolgenden Gründerkrise durch die Übernahme des Sächsischen Bankvereins (1873), der Dresdner Handelsbank (1874), der Sächsischen Creditbank (1877) und der Thüringischen Landesbank (1878) zu einer Regionalbank mit Schwerpunkt in Mitteldeutschland entwickeln. 1881 erfolgte die Eröffnung einer Filiale in Berlin, deren Entwicklung die der Zentrale in Dresden schon bald überflügelte. 1884 wurde die Hauptverwaltung daher von Dresden nach Berlin verlegt, Dresden blieb aber juristischer Sitz. In der Folge entwickelte sich die Bank zu einer der größten deutschen Banken, vor allem indem sie als erste Bank in Deutschland das Filialbankkonzept systematisch umsetzte und in allen wirtschaftlichen Zentren des Landes eigene Filialen unterhielt.
1891 übernahm die Bank das Dresdner Bankhaus Robert Thode & Co., 1892 den Gründungsgesellschafter Anglo-Deutsche Bank, der anschließend als Hamburger Filiale agierte. Im Folgejahr beteiligte sich die Dresdner Bank an der Gründung der italienischen Banca Commerciale Italiana, 1895 folgte die Gründung einer Niederlassung in London sowie die Übernahme der Bremer Bank.
1903 ging die Dresdner Bank eine Interessengemeinschaft mit dem Schaaffhausen'schen Bankverein ein, die aber 1909 wieder beendet wurde, da sich die Bank trotz der Kontakte von Waldemar Mueller nicht dauerhaft als Partner der rheinisch-westfälischen Schwerindustrie profilieren konnte. 1904 erwarb die Bank eine Beteiligung an der Oldenburgischen Landesbank.
1906 war die Dresdner Bank zusammen mit dem Schaaffhausen'schen Bankverein und der Nationalbank Gründer der Deutsch-Südamerikanischen Bank und der Deutschen Orientbank.
1949, nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland, wurde in den drei Westsektoren von Berlin die Bank für Handel und Industrie AG gegründet, deren Aktienkapital von der Hamburger Kreditbank, der Rhein-Ruhr Bank und der Rhein-Main-Bank gehalten und später auf die Nachfolgeinstitute übertragen wurde.
1952 wurde die Dresdner Bank zu drei Nachfolgeinstituten zusammengefasst:
Am 1. Januar 1957 fusionierten die drei Banken, zwischen denen seit 1955 schon ein Ergebnisabführungsvertrag bestand, zur Dresdner Bank Aktiengesellschaft.
Bahnhofsviertel.jpg erweitert.]]
Im Jahre 1967 gründete die Dresdner Bank als Compagnie Luxembourgeoise de Banque S.A. (heute Dresdner Bank Luxembourg S.A.) die erste deutsche Tochtergesellschaft einer Bank in Luxemburg Website der Dresdner Bank Luxembourg .
Am 30. Juli 1977 wurde der Vorstandssprecher Jürgen Ponto von Terroristen der Rote Armee Fraktion (RAF) in seinem Haus in Oberursel ermordet.
Am 29. November 1983 erhebt die Staatsanwaltschaft Bonn im Flick-Parteispendenskandal Anklage wegen Bestechlichkeit gegen den Vorstandssprecher der Dresdner Bank und früheren Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs (FDP). Das Landgericht Bonn verurteilt Friderichs am 16. Februar 1987 wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 61.500 DM.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands eröffnete die Dresdner Bank im Beitrittsgebiet rasch wieder neue Filialen, 1991 wurde die West-Berliner Bank für Handel und Industrie AG auf die Dresdner Bank verschmolzen. Insbesondere in Dresden betätigte sich die Bank als Sponsor, beispielsweise beim Wiederaufbau der Frauenkirche.
1995 übernahm die Bank die britische Investmentbank Kleinwort Benson und benannte sie in Dresdner Kleinwort Benson um. Durch die Übernahme der amerikanischen Investmentbank Wasserstein Perella am 4. Januar 2001 entstand die Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) als Investmentbank des Konzerns.
Am 23. Juli 2001 wurde die Dresdner Bank von der Allianz AG übernommen, nachdem zuvor Fusionsversuche mit der Deutschen Bank und der Commerzbank gescheitert waren. In der Folge dieser Übernahme kam es zu einem erheblichen Personalabbau. Während die Bank 2000 noch rund 51.400 Mitarbeiter hatte, arbeiteten Ende 2005 nur noch rund 34.200 Menschen für den Konzern. Im Juni 2006 kündigte die Bank einen weiteren Abbau von 2.480 Arbeitsplätzen an. Ferner firmiert die Investment Bank nunmehr als Dresdner Kleinwort, nach dem Bruce Wasserstein bereits 2002 die Bank verlassen hatte.
2006 veröffentlichte ein Team von Historikern eine Studie, die der Dresdner Bank ein stärkeres Engagement im Nazi-Regime nachweist als bisher bekannt war. Demnach war diese maßgeblich an der Verfolgung sowie Deportation von Juden mitbeteiligt und finanzierte den Bau des Konzentrationslagers Auschwitz. Darüber hinaus verdiente die Hausbank der SS stark an der Ost-Expansion des deutschen Reiches im zweiten Weltkrieg.Die Beraterbank der SS. Wie die Dresdner Bank ihre Vergangenheit aufarbeitet, MDR-kulturreport, 19. Februar 2006
Kreditinstitut (Deutschland) Unternehmen (Frankfurt am Main) | Markenname
Dresdner Bank | Dresdner Bank | Dresdner Bank | Dresdner Bank | Dresdner Bank | Дрезднер банк | Dresdner Bank | 德累斯顿银行
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