Die Stadt
Drensteinfurt ist
Kreisangehörige Stadt im
Kreis Warendorf südlich von
Münster in
Nordrhein-Westfalen. Zur Stadt Drensteinfurt gehören die Ortsteile
Walstedde und
Rinkerode.
Geografie
Drensteinfurt grenzt (im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten) an die Stadt
Sendenhorst und deren Stadtteil
Albersloh (
Kreis Warendorf),an
Ahlen (
Kreis Warendorf), an
Hamm (
kreisfreie Stadt), an
Ascheberg (
Kreis Coesfeld), sowie an
Münster (
kreisfreie Stadt).
Geschichte
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts erlangte Drensteinfurt wirtschaftlichen Wohlstand durch den Abbau von
Strontianit. Noch immer zeugen einige Gebäude in der Stadt von dem Reichtum, den der Abbau mit sich brachte.
Ortsteile
Walstedde
Walstedde mit den wunderschönen Bauernschaften wurde 1969 im Rahmen der kommunalen Neugliederung Teil von Drensteinfurt.
Die Ortschaft ist ein bevorzugtes Wohngebiet zwischen den Städten
Münster,
Hamm und
Ahlen.
Rinkerode
Rinkerode war bis zur kommunalen Neugliederung eine eigenständige Gemeinde. Nach Auflösung des
Landkreises Münster zum
1. Januar 1975 wurde die zuvor zum
Amt Wolbeck gehörende Gemeinde zur Stadt Drensteinfurt im
Kreis Warendorf eingemeindet, da ein Zusammenschluss mit den damaligen Gemeinden
Hiltrup und
Amelsbüren, der zunächst angedacht war, durch die neuen Kreisgrenzen nicht mehr möglich war. Eine Eingemeindung in die Stadt
Münster wurde von dieser abgelehnt.
Das Dorf liegt etwa 12 km südlich von Münster, Nachbarorte sind Münster-Hiltrup (im Norden), Albersloh (im Osten), Drensteinfurt (im Südosten), Ascheberg und Davensberg (im Westen) sowie Münster-Amelsbüren (im Nordwesten). Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Dorf, Altendorf, Hemmer und Eickenbeck.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
In Nord-Süd-Richtung wird Drensteinfurt von der Bahnlinie
Hamm (
Westfalen) -
Münster (Westfalen) mit Bedienung der Bahnhöfe Drensteinfurt, Rinkerode und
Mersch (Westf.) durch Nahverkehrszüge und der nahezu parallel laufenden
Bundesstraße B 54 durchkreuzt. In Ost-West-Richtung verläuft die
B 58 durch das Stadtgebiet.
In weniger als 10 Minuten erreicht man über die B 58 die Anschlussstelle Ascheberg (79) der A1 (Dortmund - Bremen). Am Autobahnkreuz Münster-Süd ist es möglich, die A43 (Münster - Wuppertal) zu erreichen. Die A2 (Oberhausen - Berlin) ist über das Kamener Kreuz erreichbar.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
AltePost_Drensteinfurt.jpg
Die Stadt hat sich ihren ländlich-westfälischen Charakter teilweise erhalten. Neben der klassizistischen
Pfarrkirche St. Regina im Ortszentrum ist das Schloss des Barons von Landsberg
„Haus Steinfurt“ an der
Werse, sowie die im Stadtteil Rinkerode gelegenen Wasserburgen
Haus Borg und
Haus Bisping und das im Stadtzentrum in der
„Alten Post“ von
1647 untergebrachte Rat- und Bürgerhaus nennenswert.
Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der nach 1968 durchgeführten Ortskernsanierung blieben mehrere ältere Wohnbauten erhalten:
- Kirchplatz 9, wohl vor 1550 errichtet, 1982 verändert
- Kirchplatz 12 (Kaplanei). Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach, 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts
- Markt 3 (ehem. Pastorat). Neobarocker Backsteinbau mit Mittelrisalit, 1912/13 errichtet.
- Markt 8. Zweigeschossiges, mehrfach verändertes Giebelhaus mit Taustabknaggen, im Kern 16. Jahrhundert Die Utlucht wurde um 1800 hinzugefügt. Im Inneren haben sich Reste einer bemalten Holzbalkendecke erhalten.
- Mühlenstraße 7. Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach, wohl 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, 1651 umgebaut. Das hintere Drittel wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1958 in Betonfachwerk neu aufgeführt.
- Am Südwall stehen noch zwei Fachwerktraufenhäuser des 19. Jahrhunderts, die den Verlauf der einstigen Ortsbefestigung markieren.
Natur
Der Ort ist weiträumig von den großen alten Waldgebieten der
Davert und
Hohe Ward umgeben. Das
Haus Steinfurt wird vom Schlosspark umgeben.
Persönlichkeiten aus Drensteinfurt
- Franz-Walter von Schlott, regional bekannter Freimaurer, Ende des 16. Jahrhunderts
- Rudolf von Verse, Fußballspieler (Libero), Stationen: BV Drensteinfurt 1951-1958, Feyenoord Rotterdam 1958-1962, Standard Lüttich 1962-1964, Europapokal der Pokalsieger 1960, 5 A-Nationalspiele
Literatur
- Bockholt, Werner: Die „Alte Post“ in Drensteinfurt. Zwischen Ackerbürgerhaus und Kulturzentrum. Drensteinfurt 1980
- Kamps, Markus: Drensteinfurt - Kath. Pfarrkirche St. Regina (Schnell, Kunstführer 2352). Regensburg 1998
- Kamps, Markus: Haus Steinfurt und die Loretokapelle in Drensteinfurt (Westfälische Kunststätten, Heft 87). Münster 1999
- Kamps, Markus: Drensteinfurt 851-2001. Steinerne Zeugen 1150jähriger Geschichte (Westfälische Kunststätten, Heft 91). Münster 2001
- Westfälischer Städteatlas; Band: II; 4 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Drensteinfurt, Autor: Hartmut Klein. Dortmund-Altenbeken, 1981
Weblinks
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