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Dreiseithof_JüPo.jpg Der Dreiseithof ist eine für die Landschaft Angeln im Norden Schleswig-Holsteins kennzeichnende Hofform, die sich im 19. Jahrhundert herausbildete. Die beiden Wirtschaftsgebäude (Stall und Scheune) liegen einander gegenüber, während das vielfach in bürgerlichem Baustil gehaltene Wohnhaus die Rückseite des Hofs bildet. Häufig angebautes Nebengebäude ist die Abnahme (der Altenteil).

Die Dreiseithöfe entstanden, als durch die Bodenreform seit Ende des 18. Jahrhunderts große Teile des Grundbesitzes der Güter und Herrensitze verkoppelt und an frühere Leibeigene und Kätner verteilt wurden und so sich ein bodenständiges freies Bauerntum entwickeln konnte. Erstes Vorbild war die oft ebenfalls dreiseitige Anlage der Gutshöfe. Bedeutendster Baumeister von Dreiseithöfen war Nicolaus Clausen aus Steinbergkirche.

Literatur


Anita Hagemeier-Kottwitz: Angeliter Dreiseithofanlagen, Neumünster, 1982 (ISBN 3-529-02458-9)

Landwirtschaftliches Gebäude | Herrenhaus in Schleswig-Holstein

 

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