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Der Dreikronenkrieg (auch als Nordischer Siebenjähriger Krieg bezeichnet) gilt als erster der drei Nordischen Kriege.

Vorgeschichte


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Schweden war 1523 aus der Kalmarer Union ausgetreten und unter Gustav I. Wasa (eigentlich Gustav Eriksson) ein unabhängiges Königreich geworden. Sein Missfallen darüber machte der dänische König Christian III. deutlich, indem er die drei Kronen, welche als schwedisches Wappen galten, in sein eigenes Wappen einfügte. Dies wurde von schwedischer Seite als Beweis gesehen, dass Dänemark fortwährend Anspruch auf Schweden erhob.

Trotzdem gab es gemeinsame Bestrebungen mit Dänemark, die Vorherrschaft in der Ostsee zu sichern. Sie waren Verbündete im Livländischen Krieg um Russlands Drang an die Ostseeküste zu stoppen; und sie kämpften gemeinsam gegen die Macht der Hanse.

Nach dem Tod von Gustav I. Wasa und Christian III. übernahmen neue ehrgeizige Monarchen die Macht in beiden Ländern – Erik XIV. in Schweden und Friedrich II. in Dänemark. Schweden durchkreuzte mit seinen Feldzügen Dänemarks Pläne, Estland zu gewinnen.

Kriegsbeginn


Unausweichlich wurde der Krieg, als Dänemark im Februar 1563 Gesandte von Erik festhielt, die er nach Hessen geschickt hatte, um Heiratsverhandlungen mit der dortigen Prinzessin Kristina aufzunehmen. Etwa gleichzeitig hatte Erik das dänische und das norwegische Wappen in sein Wappen integriert. Die deutsche Hanse schloss sich im Juni Dänemark an, weil Schweden ihren Handel mit Russland behinderte. Im Herbst folgte Polen diesem Beispiel, da es sich dadurch weiteren Machtgewinn im Ostseeraum erhoffte.

Kriegsverlauf


Die Kämpfe fanden hauptsächlich im Süden Schwedens statt und führten zu einem ständigen Wechsel der Machtverhältnisse in diesen Regionen. Nach anfänglichen Verlusten konnte die schwedische Flotte Ende 1565 einige entscheidende Siege erringen und war danach für längere Zeit Herr im Ostseeraum. 1567 fielen schwedische Truppen in Norwegen ein, doch gleichzeitig verfiel Erik XIV. in einen Verwirrungszustand, was die schwedische Kriegsführung einschränkte. Auch die dänische Seite war erschöpft und nach Eriks Absetzung als König ruhten die Kriegshandlungen zeitweilig.
Schon in den ersten Kriegsjahren gab es verschiedene Versuche, den Streit friedlich zu lösen. Unter anderem setzten sich die deutschen Kaiser Ferdinand I. und Maximilian II. für Verhandlungen ein. Während des Aufstandes von Johann III. gegen seinen Bruder führte er Verhandlungen mit Dänemark, die am 18. November 1568 zum Vertrag von Roskilde führten. Dieser wurde jedoch schon 1569 von schwedischer Seite gebrochen und die Kämpfe begannen erneut.

Kriegsende


Ein erneuter Vermittlungsversuch von Maximilian II. führte jedoch am 13. Dezember 1570 zum Frieden von Stettin. Schweden ließ seinen Anspruch auf Schonen, Halland, Blekinge und Gotland fallen und der Streit um die drei Kronen wurde auf spätere Verhandlungen vertagt. Aufgrund seiner isolierten Stellung und der drohenden Gefahr von russischer Seite musste Schweden auch seine Besitztümer in Livland abgeben und beträchtliche Geldsummen an die deutsche Hanse zahlen.

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