Ein Dreieck ist ein Polygon und eine geometrische Figur. Es handelt sich innerhalb der Euklidischen Geometrie um die einfachste Figur in der Ebene, die von geraden Linien begrenzt wird. Seine Begrenzungslinien bezeichnet man als Seiten. In seinem Inneren spannen sich drei Winkel, die sogenannten Innenwinkel auf. Die Scheitel dieser Winkel bezeichnet man als Eckpunkte des Dreiecks. Auch eine Verallgemeinerung des Dreiecksbegriffes auf nichteuklidische Geometrien ist möglich.
Ein Dreieck wird durch drei Punkte definiert, die nicht auf einer Geraden liegen. Sie werden Ecken des Dreiecks genannt. Die Verbindungsstrecken zwischen je zwei Ecken heißen Seiten des Dreiecks. Das Dreieck unterteilt die Ebene in zwei Bereiche, das Äußere und das Innere des Dreiecks. Der von je zwei an einem Eckpunkt zusammentreffenden Seiten gebildete Winkel ist eine wichtige Größe zur Charakterisierung des Dreiecks.
In der Geometrie werden die Eckpunkte des Dreiecks in der Regel mit A, B und C bezeichnet, üblicherweise so wie abgebildet gegen den Uhrzeigersinn. Die Seite, die einer Ecke gegenüberliegt, wird analog a, b bzw. c genannt. Damit liegt z. B. die Seite a dem Eckpunkt A gegenüber, verbindet also die Punkte B und C. Häufig wird mit a,b,c auch stattdessen die Länge der jeweiligen Seite BC,CA,AB bezeichnet. Die Winkel werden α, β und γ genannt; α ist der Winkel am Eckpunkt A, β liegt am Eckpunkt B und γ liegt am Eckpunkt C
Diese intuitiv einsichtigen Eigenschaften ebener Dreiecke folgen aus den Axiomen der Euklidischen Geometrie.
Hat man von einem beliebigen Dreieck drei Angaben (Seiten S bzw. Winkel W), kann man die 3 fehlenden Angaben berechnen. Die 5 Lösungsfälle werden symbolisch bezeichnet: SSS, SSW, SWS, SWW, WSW.
Der 6. Fall WWW ist bei ebenen Dreiecken nicht lösbar, weil es de facto nur 2 Angaben sind, denn über die Winkelsumme im Dreieck (α+β+γ = 180°) lässt sich aus zwei bekannten Winkeln immer der andere bestimmen. Ohne gegebene Seite ist zwar die Form des Dreiecks gegeben, seine Größe bleibt aber offen.
Für Berechnungen sind der Sinussatz und der Kosinussatz am wichtigsten; zusätzlich kennt man den Projektionssatz sowie Tangenten- und Halbwinkelsätze.
Den Sinussatz gibt es in 3 Varianten, von denen sich aber die dritte aus den beiden anderen ergibt:
Der Kosinussatz ist eine verallgemeinerte Form des "Pythagoras", mit dem sich die Seiten eines beliebigen Dreiecks berechnen lassen:
| Umfang: | |
| Inkreisradius: | |
| Umkreisradius: | |
| Höhenformeln: | |
| Flächeninhalt: | |
| Flächenschwerpunkte: | |
- align="center" valign="top" | Dreiecksarten | unregelmäßig Kein Winkel und keine Seite sind gleich groß. | gleichschenklig Zwei Seiten und zwei Winkel sind gleich groß. | gleichseitig Alle Winkel und Seiten sind gleich groß. | - align="center" bgcolor="#F8F8FF" | spitzwinklig Alle Winkel sind spitze Winkel, d.h. alle Winkel sind <90°. | Unregelmaessiges_spitzwinkliges_Dreieck.png | Gleichschenkliges_spitzwinkliges_Dreieck.png | Gleichseitiges_spitzwinkliges_Dreieck.png | - align="center" bgcolor="#F8F8FF" | rechtwinklig Ein Winkel ist ein rechter Winkel. | Unregelmaessiges_rechtwinkliges_Dreieck.png | Gleichseitiges_rechtwinkliges Dreieck.png | - align="center" bgcolor="#F8F8FF" | stumpfwinklig Ein Winkel ist ein stumpfer Winkel (>90°). | Unregelmaessiges_stumpfwinkliges_Dreieck.png | Gleichseitiges_stumpfwinkliges_Dreieck.png |
|---|
| Fläche | |
| Höhe | |
| Umkreisradius | |
| Inkreisradius | |
| Umfang |
Die Längen der drei Seiten werden durch den Satz des Pythagoras in Beziehung gebracht: Das Quadrat der Länge der Hypotenuse (in der Grafik als bezeichnet) gleicht der Summe der Quadrate der Längen der Katheten ( und ).
In Bezug auf die spitzen Winkel des Dreiecks spricht man von der Ankathete des Winkels als die dem Winkel anliegende Kathete und von der Gegenkathete als die dem Winkel gegenüberliegende Kathete. Durch das Verhältnis zwischen Katheten und Hypotenuse lässt sich auch ein Winkel im rechtwinkligen Dreieck eindeutig bestimmen. RechtwinkligesDreieck.png
| Funktion | Berechnung |
| Der Sinus des Winkels ist dabei als das Verhältnis zwischen der Gegenkathete (hier: ) und der Hypotenuse (hier: ) definiert. | |
| Der Kosinus des Winkels ist das Verhältnis zwischen der Ankathete (hier: ) und der Hypotenuse. | |
| Der Tangens ist durch das Verhältnis zwischen Gegenkathete und Ankathete gegeben. | |
| Der Kotangens ist das Verhältnis zwischen Ankathete und Gegenkathete, und ist damit der Kehrwert des Tangens. | |
| Der Sekans ist das Verhältnis der Hypotenuse zur Ankathete, also der Kehrwert des Kosinus. | |
| Der Kosekans ist das Verhältnis der Hypotenuse zur Gegenkathete, d. h. der Kehrwert des Sinus. | |
Dreiecke auf der Kugel nennt man sphärisch, wobei die 3 Seiten Teile von Großkreisen sind. Ihre Seitenlänge wird nicht in der Dimension einer Länge angegeben (Meter, cm usw.), sondern als zugehöriger Winkel im Kugelmittelpunkt. Sphaere.png
Ein sphärisches Dreieck hat eine Winkelsumme größer als 180°, wobei der "Überschuss" sphärischer Exzess heißt und in Formeln meist als ε bezeichnet wird: .
Der Exzess hängt direkt mit dem Flächeninhalt des Dreiecks zusammen (ε = F / R², bzw. in Grad ε = 180°.F / R²π),
worin R den Kugelradius und π die Kreiszahl 3,14159... bedeutet.
Der maximale Exzess von 360° tritt beim größtmöglichen "Dreieck" auf, das ein Viertel der Kugeloberfläche umspannt: mit 3 gestreckten Winkeln hat es eine Winkelsumme von 3 mal 180° und ε = 540° − 180° = 360°.
Kugelzweieck.png
Sphärische Dreiecke können analog den ebenen Dreiecken berechnet werden, wofür es z. B. den sphärischen Sinussatz, den Cosinussatz, den Projektionssatz und verschiedene Halbwinkelsätze gibt – siehe Sphärische Trigonometrie.
Sphärisches Zweieck: Für manche Berechnungen auf der Sphäre – z. B. auf der Himmelskugel – sind auch Kugelzweiecke nützlich. Die Formeln ergeben sich als Sonderfall des Dreiecks.
Entsprechend ist auch der Exzess negativ – d. h. die Winkelsumme eines Dreiecks auf einer Sattelfläche ist kleiner als 180°. Die Kongruenzsätze machen Aussagen über die Dreiecksgrößen (Seitenlänge, Winkel), die notwendig sind, um ein Dreieck eindeutig zu bestimmen.
In der Trigonometrie, einem Teilgebiet der Mathematik, spielen Dreiecke die wesentliche Rolle. Siehe dazu insbesondere Dreiecksgeometrie.
Dreiecksgeometrie | Geometrische Figur
مثلث | Триъгълник | Triangle | Triangulu | Trojúhelník | Trekant | Triangle | Triangulo | Triángulo | Kolmnurk | Kolmio | Triangle | Triángulo | משולש | Segi tiga | Triangulo | Þríhyrningur | Triangolo | 三角形 | 삼각형 | Driehook | Triangulum | Trikampis | Trīsstūris | Driehoek (meetkunde) | Trekant | Trójkąt (geometria) | Triângulo | Треугольник | Trikotnik | Triangel | รูปสามเหลี่ยม | Üçgen | Трикутник | Tam giác | 三角形