Dreidecker ist die Bezeichnung für ein Flugzeug, das drei übereinander liegende Tragflächen hat. Einige der im ersten Weltkrieg eingesetzten Flugzeuge waren Dreidecker.
Fokkerdri.jpg Der Vorteil gegenüber einem Eindecker oder Doppeldecker gleicher Spannweite ist, dass ein Dreidecker 50 % bzw 33 % mehr auftriebliefernde Tragflügelfläche besitzt. Die Steigleistung und die Wendigkeit profitieren davon.
Alternativ müssten die Spannweite des Tragflügels entsprechend länger werden, wodurch eine höhere Stabilität des Baumaterials erforderlich würde. Die kleine Spannweite erlaubt höchste Rollraten, so dass ein Dreidecker besonders wendig sein kann.
Andererseits beeinflussen die drei Tragflächen sich gegenseitig, so dass keine hohe Geschwindigkeit erzielbar ist, da der Widerstand stark anwächst. Mit steigender Geschwindigkeit und dem Fortschritt im Flugzeugbau wurden Dreidecker zunehmend unattraktiv. Nach dem Ende der Kampfhandlungen 1918 wurden keine Dreidecker mehr in Serie hergestellt.
Berühmteste Dreidecker-Konstruktion war wohl die von Manfred von Richthofen, dem Roten Baron geflogene Fokker Dr.I, die einen Nachbau der englischen Sopwith Triplane darstellte. Flugzeugtyp
Dreidecker ist auch die Bezeichnung für den Typ eines Linienschiffs mit drei Batteriedecks. Diese Art Schiffe waren vom 17. bis zum 19. Jahrhundert gebräuchlich. Bei den Dreideckern handelt es sich um Linienschiffe 1.und 2.Ranges Das einzige erhaltene Exemplar eines Dreideckers stellt das Flaggschiff Admiral Nelsons, die HMS Victory dar.
siehe auch: Rangeinteilung der Kriegsschiffe
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