Die französische Stadt Drancy ist ein Vorort im Nordosten von Paris, ca. 10 km vom Stadtzentrum entfernt. Sie gehört zum Département Seine-Saint-Denis und hatte 2005 64.000 Einwohner. Die Bewohner nennen sich Drancéens. Hier befand sich von 1941 bis 1944 das Sammellager Drancy, von dem die Mehrheit der französischen Juden, Roma und andere in die Vernichtungslager, hauptsächlich nach Auschwitz deportiert wurden.
Name
Der Name Drancy stammt aus dem
mittellateinischen
Derenciacum, zuvor
Terentiacum, "Staat des Terentius", eines
gallo-römischen Landbesitzers.
Geschichte
Im 17. Jahrhundert war Drancy in zwei Orte geteilt: Drancy le Grand und Petit Drancy. Das heutige Viertel ’’Village Parisien’’ steht auf dem ehemaligen Weiler von Groslay, der vom Wald von Bondy umgeben war.
1976 wurde im Viertel La Muette, ein Denkmal des Bildhauers
Shelomo Selinger errichtet, das an die französischen Juden erinnern soll, die von diesem Lager aus deportiert wurden. Teil des Denkmals ist der
1988 eröffnete ’’’Zeugen-Waggon’’’ (Wagon-Témoin).
Geographie
Die Stadt Drancy dehnt sich über eine Fläche von 776 ha im Nordosten des Départemets
Seine-Saint-Denis aus. Im Osten grenzt sie an
La Courneuve, im Norden an
Le Bourget, im Westen an
Aulnay-sous-Bois und im Süden an
Bobigny.
Verwaltung
Ein Teil der Gemeinde bildet den
Kanton Drancy, während ein anderer Teil zum Kanton
Le Bourget gehört.
Sehenswürdigkeiten
Drancy besitzt einige Denkmäler, wie das Schloss von Ladoucette, in dessen Park das Mausoleum der Duchesse von Ladoucette steht, sowie das Denkmal zur Erinnerung an die deportierten Juden.
Verkehr
Drancy hat einen Bahnhof der
RER-Linie B.
Städtepartnerschaften
Weblinks
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