Drachenfelsbahn Bergstation.jpgDie Drachenfelsbahn (in Königswinter im Siebengebirge) ist die älteste betriebsfähige Zahnradbahn in Deutschland.
1913 trennte sich die Gesellschaft von ihrem Bergbahnunternehmen. Der neue Besitzer war seitdem Ferdinand Mülhens, Chef und Inhaber des weltbekannten Hauses 4711. Aber erst am 13. Juli 1923 fusionierte er die Drachenfelsbahn mit der benachbarten Petersbergbahn zur Bergbahnen im Siebengebirge AG.
Am 12. Juni 1953 wurde die Bahn teilweise auf elektrischen Antrieb umgestellt, diese Fahrzeuge werden (außer ET I) bis heute genutzt. Die römischen Fahrzeug-Zahlen wurden um 1985 in arabische Fahrzeug-Zahlen umgeschrieben.
Drachenfelsbahn Dampflok.jpgAm 14. September 1958 kam es zu einem schweren Unfall auf der Drachenfelsbahn. Bei der letzten Talfahrt verklemmten sich die zwei Zahnräder der Dampflok 3" durch Überbremsung, wodurch die Lok 3" aus der Zahnstange und dem Gleis sprang. Im Anschluss kippte die Lok seitlich um, wobei der Vorstellwagen Nr. 4 völlig zerstört wurde. Die Vorstellwagen Nr. 2 und Nr. 3 konnten hingegen von den Schaffnern mittels Handbremse zum Stillstand gebracht werden. 17 Menschen kamen durch diesen Unfall ums Leben. Daraufhin wurde der öffentliche Dampfbetrieb relativ schnell eingestellt. Für die gerichtliche Aufarbeitung des Unfalls wurden noch fünf oder sechs Dampflokfahrten abgewickelt. Dampflok Nr. 2" steht seit 1968 (Restaurierung 2005) als Denkmal vor der Talstation. Leider sind bei der Dampflok 2" seit der Restaurierung von 2005 in Polen, die Schienenräumer links und rechts der beiden Zahnräder falsch eingebaut worden.
Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen | Zahnradbahn | Schmalspurbahn | Spurweite 1000 mm | Königswinter
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