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Douglas Richard Hofstadter (* 15. Februar 1945), Physiker, Informatiker, und Kognitionswissenschaftler, ist am ehesten bekannt für sein Buch Gödel, Escher, Bach. Ein Endloses Geflochtenes Band (ISBN 3-608-94338-2; im Original Gödel, Escher, Bach: An Eternal Golden Braid), für das er 1980 den Pulitzer-Preis erhielt.

1981 veröffentlicht er gemeinsam mit dem Philosophen Daniel Dennett The Mind’s I, deutsch 1986 unter dem Titel Einsicht ins Ich, Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele (ISBN 3-608-93038-8).

1985 erscheint von ihm Metamagical Themas, Deutsch 1988 unter dem Titel Metamagicum, eine Sammlung von Artikeln, die er in den Jahren zuvor als ständige Rubrik im Scientific American veröffentlicht hatte (ISBN 3-608-95774-X).

Hofstadters wichtigstes Thema ist die Frage nach der Natur der menschlichen Intelligenz, der Erkenntnis und des Selbst. Er nähert sich diesem Thema hauptsächlich aus der Richtung der Physik, der Informatik, der formalen mathematischen Logik und in eingeschränktem Maße der Physiologie. In den 1980er Jahren ist er einer der Exponenten jener wissenschaftlichen Richtung, die sehr weitgehende Erwartungen an das Fachgebiet der Künstlichen Intelligenz knüpfen.

Er untersucht die Frage, wie aus relativ einfachen, „dummen“ Bestandteilen wie beispielsweise den Neuronen des menschlichen Gehirns intelligente Systeme mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion entstehen können. Diese Frage ist das Leitmotiv in seinem Buch Gödel, Escher, Bach. Er warnt in diesem Zusammenhang vor zu grober Vereinfachung und schierem Reduktionismus und meint, dass die Lösung in der Synthese von Holismus und Reduktionismus liegen müsse.

Er ist der Sohn des Nobelpreisträgers Robert Hofstadter und verbrachte seine Jugend in Genf, studierte bis 1965 an der Stanford University und bis 1972 an der University of Oregon, wo er 1975 in Physik promovierte. Gastprofessuren an der Universität Regensburg und dem MIT.

1995 erscheint Fluid Concepts and Creative Analogies: Computer Models of the Fundamental Mechanisms of Thought, deutsch 1996 unter dem Titel Die FARGonauten. Über Analogie und Kreativität (ISBN 3-608-91758-6). Mitautoren sind Daniel Defays, David Chalmers, Melanie Mitchell, Robert French und Gary McGraw von der Fluid Analogies Research Group.

In Le Ton Beau De Marot: In Praise of the Music of Language (1997) diskutiert Hofstadter ausführlich die Frage der literarischen Übersetzung anhand des Gedichtes von Marot, A une Damoyselle malade, dessen verschiedene Übersetzungen das Buch durchziehen und anhand zahlreicher anderer Werke. Insbesondere spielt die Schönheit der Sprache und die Übersetzbarkeit des Nichtübersetzbaren eine große Rolle. Wie dicht muss man am Original bleiben?

Heute hat er einen Lehrstuhl für Kognitionswissenschaft und Informatik an der Indiana University in Bloomington.

Siehe auch: Kurt Gödel, M.C. Escher, Johann Sebastian Bach

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