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Dosis-Wirkungs-Kurve.png In der Pharmakologie beschreiben Dosis-Wirkungs-Kurven graphisch den Zusammenhang zwischen der verabreichten Dosis eines Wirkstoffs und seiner Wirkung. Die Wirkung kann sich dabei auf ein Individuum beziehen oder auf eine Gruppe von Individuen.

1. Dosis-Wirkungs-Kurve für 1 Individuum


Auf der Abszisse ist die Dosis (Menge) (bei einer Konzentrations-Wirkungs-Kurve die Konzentration) aufgetragen – meist in logarithmischer Form –, auf der Ordinate die Wirkung in Prozent. Dabei gilt der Maximaleffekt eines vollen Agonisten als 100%. Aufgrund der logarithmischen Auftragung auf der Abszisse ist der Verlauf der Kurve in der Regel sigmoidal ("S"-förmig). Aus einer solchen Dosis-Wirkungs-Kurve lassen sich drei Parameter ablesen:
  • die Wirkstärke oder Potenz. Sie gibt an, welche minimalen Dosen (bzw. Konzentrationen) eines Pharmakons nötig sind, um einen gewünschten Effekt zu erhalten.
  • der Maximaleffekt eines Pharmakons (streng mathematisch betrachtet, nähert sich die Kurve dem Maximaleffekt asymptotisch an). Der Maximaleffekt ist auch ein Maß der intrinsischen Aktivität eines Wirkstoffs.
  • Die Steilheit der Kurve gibt Auskunft darüber, wie breit das Spektrum zwischen einer minimal messbaren Wirkung und der Maximalwirkung eines Medikamentes ist.

Einse solche Dosis-Wirkungs-Kurve stellt eine Integration dar, in die die Pharmakokinetik, die Konzentrations-Bindungs-Kurve und die Bindungs-Wirkungskurve eingehen. Trägt man die Dosis-Wirkungskurven mehrerer Medikamente in einem Diagramm ein, so kann man deren Eigenschaften miteinander vergleichen.

2. Dosis-Wirkungs-Kurve für eine Gruppe von Individuen


Eine Dosis-Wirkungs-Kurve kann auch die Wirkung einer Dosis auf eine Gruppe von Individuen beschreiben. Auch hier wird dazu wird auf der Abszisse die Dosis, meist in logarithmisch Form, aufgetragen. Auf der Ordinate wird der prozentuale Anteil der Individuen der Gruppe aufgetragen, der bei der entsprechenden Dosis die erwünschte therapeutische Wirkung zeigt. Bei einer solchen halblogarithmischen Auftragung resultieren wiederum "S"-förmige (sigmoidale) Kurvenverläufe.

Aus einer solchen Dosis-Wirkungs-Kurve kann die Effektivdosis (Wirkdosis) abgelesen werden. Sie gibt die Dosis an, bei der ein bestimmter Anteil an Individuen die erwünschte therapeutische Wirkung zeigt. Die mittlere Effektivdosis (ED50) gibt beispielsweise an, welche Dosis bei 50% der Individuen zur erwünschten theraeutischen Wirkung führt. Eine Dosis-Wirkungs-Kurve kann in entsprechender Weise auch wiedergeben, für welchen Anteil der Individuen eine Dosis letale Folgen hat. Analgog zur Effektivdosis lässt sich damit auch die letale Dosis definieren (z.B. LD50)

Da die Auftragungsweise identisch ist, können beide Dosis-Wirkungs-Kurven (für Effektivdosis und für Letaldosis) in ein Koordniantensystem eingetragen werden. Aus dem Schaubild kann dann die Therapeutische Breite von Wirkstoffen abgeschätzt werden.

Pharmakologie

Dose-response relationship

 

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