| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| WappenAplerbeck.png | Lage des Dortmunder Stadtbezirks Aplerbeck.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | bgcolor="#FFFFFF" | Stadt: | Dortmund | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | ca. 2.500 Hektar | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 55.348 (31. Dez. 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 22 Einwohner je Hektar | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | 51° 29' n. Br. 7° 33' ö. L | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 150 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 44267 - 44289 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0231 und 02304 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Kfz-Kennzeichen: | DO | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtteilverwaltung: | Verwaltungsstelle des Stadtbezirks Aplerbeck Aplerbecker Marktplatz 21 44287 Dortmund | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | Offizielles Stadtbezirksportal der Stadt Dortmund | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | bvst-aplerbeck@stadtdo.de | |
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirksvorsteher: | Sascha Mader, CDU | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Aplerbeck ist ein Stadtteil und Stadtbezirk Dortmunds und liegt im Südosten von Dortmund. Im Norden grenzt der Stadtbezirk an die B1 und den Stadtbezirk Brackel, im Westen an den Stadtbezirk Hörde, im Süden an die Stadt Schwerte und im Osten an die Gemeinde Holzwickede. Neben Aplerbeck gehören auch die Stadtteile Aplerbecker Mark, Berghofen, Berghofer Mark, Lichtendorf, Schüren, Sölde und Sölderholz zum Stadtbezirk Aplerbeck. Die Emscher durchfließt die Stadtteile Sölde, Aplerbeck und Schüren. Eine überregionale Bekanntheit erlangt Aplerbeck als Standort der Westfälischen Klinik für Psychiatrie Dortmund.
Mit Beginn der Industrialisierung entstanden in Aplerbeck die Zeche Vereinigte Schürbank & Charlottenburg. Im Jahr 1855 wurde Aplerbeck an die Eisenbahnlinie Dortmund-Hörde-Aplerbeck-Unna der Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft angeschlossen. 1862 wurde die Aplerbecker Hütte gegründet. Aplerbeck gewann immer mehr Einwohner, auch die Verwaltung wurde immer umfangreicher. In den Jahren 1906/1907 wurde das Amtshaus Aplerbeck direkt an einem abgetrennten Teich der Gräfte des Hauses Rodenberg gebaut. Später wurde dieser Teich zugeschüttet und der heutige Marktplatz entstand. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war Aplerbeck für seine Apfelzüchtungen sehr bekannt. Ein beliebter Apfel war der Aplerbecker Rambour. 1925 musste die Aplerbecker Hütte ihre Tore schließen. Im Jahr 1928 wurde die vorher selbständige Gemeinde Aplerbeck von Dortmund eingemeindet.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde auch aus Aplerbeck die jüdische Bevölkerung deportiert. Von ca. 120 Gemeindemitgliedern 1933 starben ca. 40 in den Lagern, ca. 30 konnten emigrieren, das Schicksal der anderen ist ungeklärt. Das Kaufhaus Althoff im Ortskern wurde enteignet, späterer Eigentümer wurde Karstadt. Auch in der Psychiatrischen Klinik, deren Bau 1890 beschlossen wurde, fanden in dieser Zeit große Gräueltaten statt. Es wurden ca. 340 Zwangssterilisationen durchgeführt. Noch grausamer ist das Schicksal der Euthanasieopfer. Am 1. Juli 1941 wurden 95 Patienten zuerst nach Herborn transportiert, dann nach Hadamar verlegt und innerhalb weniger Tage dort getötet. Eine zweite Deportation von 77 Kranken wurde am 24. Juli 1941 von Aplerbeck nach Eichberg durchgeführt. Vor dem Weitertransport nach Hadamar wurde ein vorübergehender Euthanasiestop ausgesprochen. Dieser geht auf die im Juli und August gehaltenen Predigten des Münsteraner Bischofs und Kardinals Clemens August Graf von Galen zurück. Dies verschonte nur vorübergehend das Leben der Kranken. Die meisten starben in den folgenden Jahren an Hunger und Krankheit. Nur zwei der zuvor deportierten Patienten überlebten den Krieg. In der 1941 von Marsberg nach Aplerbeck verlegten "Kinderfachabteilung" wurden außerdem 229 Kinder getötet. Heute erinnert ein Mahnmal, geschaffen durch die Dortmunder Künstlerin Antje Kietzmann, im Park der Klinik an die Opfer.
Am 13. Januar 2006 wurde die neugebaute forensische Klinik Aplerbeck, die Wilfried-Rasch-Klinik, durch den Nordrhein-Westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann eingeweiht. Am 26. Januar 2006 wurden 49 psychisch kranke Straftäter aus der Klinik Eickelborn dorthin verlegt. Ausgelegt ist die Einrichtung für 54 Häftlinge. Benannt wurde sie nach dem 2000 verstorbenen Prof. Dr. med. Wilfried Rasch, der sich stark für den Maßregelvollzug eingesetzt hat.
Im Jahr 2005 lebten im Stadtbezirk 55.348 Einwohner. Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist das Materialprüfungsamt des Landes Nordrhein-Westfalen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit in Aplerbeck ist die Georgskirche in der Ruinenstraße. Sie gründet sehr wahrscheinlich auf einem Vorgängerbau aus dem 9. Jahrhundert. Diese Vermutung wird auf Grabfunde bei Renovierungsarbeiten gestützt. Nachweislich wird die Kirche im Jahr 1147 erstmalig in einer päpstlichen Bestätigung erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte fanden viele Baustile ihren Eingang in den Kirchenbau. Mit Beginn der Industriealisierung wurde eine neue, größere Kirche nötig, 1869 wurde die neue Kirche an der Märtmannstraße eingeweiht. Die Georgskirche verfiel fortan. So kam auch die Ruinenstraße, die vormals Königstraße hieß, zu ihrem Namen. 1963 wurde eine umfassende Restaurierung unter der Leitung des Landesdenkmalamtes in Münster abgeschlossen. Seitdem steht sie der ev. Kirchengemeinde wieder für Gottesdienste zur Verfügung.
Seit Öffnung der Umgehungsstraße und zeitgleicher Sperrung der Ortsdurchfahrt für den Individualverkehr hat sich die Luftqualität im Ortskern wesentlich verbessert. Rund um den Aplerbecker Marktplatz mit seinem regelmäßigen Wochenmarkt haben sich rund ein halbes Dutzend Cafés angesiedelt. Kulinarisch deckt Aplerbeck viele internationale Küchen ab, da es von jeder Art Restaurants und Imbisse gibt: deutsch, deutsch gut-bürgerlich, italienisch, türkisch, mazedonisch, griechisch, jugoslawisch, indisch, thailändisch, chinesisch, japanisch etc. Noch (Anfang 2006) befindet sich eine Großbaustelle auf dem Marktplatz und im Ortskern. Die Emschergenossenschaft arbeitet an der Renaturierung der Emscher. Nach Fertigstellung der Arbeiten soll der Ortskern einer grundlegenden Umgestaltung unterzogen werden.
Des Weiteren ist Aplerbeck Standort eines Bezirkshallenbades. Dieses Bad mit 25 m Bahn, Lehrschwimmbecken und 1 m Brett befindet sich seit 2004 nicht mehr in den Händen der Stadt Dortmund, sondern wird durch die Aplerbecker Schwimmvereine betrieben. Durch die Umstellung auf Elektrolyse wird chlorgasfrei geschwommen. Kürzere Öffnungszeiten wurden eingeführt: An Werktagen pro Tag lediglich 2-3mal für ca. 2 Stunden geöffnet, an Wochenenden nachmittags ganz geschlossen. Bislang konnte so eine Schließung verhindert werden.
Aplerbeck bietet weitere, vielfältige Sportangebote: Turnhallen, Sportplätze, Plätze für Trendsportarten, wie Inlineskaten, Mountain-Bike-Fahren oder Beachvolleyball finden sich verteilt über den Stadtteil. In Aplerbeck befinden sich jeweils eine Grund-, Haupt-, Realschule und ein Gymnasium, außerdem Schulen für Gehörlose, Körper- und Lernbehinderte.
St_Ewaldi_Kirche.jpgDurch die Zuwanderer aus Süd- und Ostdeutschland und aus den preußischen Ostprovinzen mit starkem polnischen Bevölkerungsanteil siedelten immer mehr katholische Familien im protestantischen Aplerbeck. Für diese sollte eine eigene Gemeinde als religiöse und soziale Heimstatt gegründet werden. Am 1. Januar 1867 wurde ein Kötterhof als Missionszentrum gekauft und umgebaut. Unter großen Opfern, teilweise mit selbstgebrannten Ziegeln wurde nach Plänen des Kölner Architekten Lange eine neue Kirche gebaut. Sie wurde am 21. Dezember 1880 geweiht. Die Katholische Kirche in Aplerbeck gab sich den Namen St. Ewaldi. Die Namensgebung geht auf die Legende der beiden Ewalde (Schwarzer Ewald und Weißer Ewald) zurück, die im 7. Jahrhundert in Aplerbeck getötet, in die Emscher geworfen, dann durch ein Wunder rheinaufwärts nach Köln getrieben worden sein sollen. Auch die Katholische Kirchengemeinde verzeichnete nach dem zweiten Weltkrieg starke Zuwächse. Am 29. Mai 1971 wurde eine neue Kirche geweiht. In den folgenden Jahren wurde die erste Kirche abgerissen.
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